Assad muss weg

Unser Trump kommt in Fahrt

Autor: U. Gellermann
Datum: 13. April 2017

Keine Medien-Meldung mehr ohne die jüngste Meinung der G7-Außenminister: Assad muss weg! Die Variationsbreite der Befehls-Weitergabe geht in Sendern und Zeitungen von „Syrien nur ohne Assad“ bis „Assad muss unbedingt weg“. Wie fantasievoll. Und so schön einheitlich. Vor ein paar Tagen wussten die EU-Aussenminister noch: „Das Regime von Assad soll stärker eingebunden werden in die Transition. Das ist ein Fakt", sagte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn noch jüngst am Rande eines EU-Außenministertreffens. Aber dann hat die Trump-Administration ihre Meinung und die Fakten geändert. Zwar hatte, ebenfalls vor ein paar Tagen, die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, noch gemeint eine Ablösung Assads habe "keine Priorität". Aber der große Donald, der zu Allem mal diese und mal jene Meinung twittert, hat Fotos von toten Kindern gesehen. Und Raketen losgelassen. Schon muss er weg, der Assad. Und was Donald findet, das finden rein zufällig auch die G7-Staaten und mit ähnlich ausgeprägter Zufälligkeit referieren deutsche Medien das aktuelle Glaubensbekenntnis aus Washington.

Inzwischen ist es völlig normal, dass aus den USA Befehle für andere Staaten kommen: „Weg mit“ (Namen nach Belieben einzusetzen) gehört zu den wesentlichen Stereotypen der US-Außenpolitik. „Her mit“ ist schon deutlich schwerer umzusetzen: Schon seit langem würfelt die Staatenführer-Kommission in Washington diverse Namen für einen neuen Chef in Libyen aus und bekommt immer Null. Obwohl es diese Zahl selbst auf den gezinkten Würfeln der US-Kommission nicht gibt. Und weil das alles natürlich nichts mit dem faktischen Völkerrecht zu tun hat, führt eine schlaue Garde von Politik-Vermittlern die „Moral“ als neue Kategorie in den Völkerrechtsbruch ein: Es war schlicht moralisch besser Gaddafi umzubringen und einen Staat zu zerstören, als die Unverletzlichkeit von Grenzen zu achten. Und, wenn man den neuen Moralisten von Anne Will bis Ursula von der Leyen lauscht, ist es einfach moralischer, Assad zum Abschuss freizugeben, als den schweren Weg friedlicher Verhandlungen zu gehen, den das Völkerrecht vorschreibt. Und weil der Pussy-Fummler Donald Trump seine Moral schon erfolgreich unter Beweis gestellt hat, machen Merkel & Co. einfach einen postfaktischen Quickie mit ihm.

Wenn man in Deutschland wirkliche Syrien-Kenner findet, wenn die sich dann auch noch trauen ihre Analyse zu formulieren, und die dann tatsächlich irgendjemand druckt oder sendet, dann erklären solche Kenner wie Professor Günter Meyer aus Mainz: Es geht nur mit Baschar al-Assad weiter, wenn man in Syrien keine libyschen Verhältnisse haben will. Denn nach wie vor versammelt Assad um sich eine relative Mehrheit der Syrer. Jene, die den Islamismus der „Opposition“ am eigenen Leibe erfahren haben, die lieber in einem laizistischen Staat leben wollen, als dem Islamo-Faschismus der Saudis oder der Katarer ausgesetzt zu sein. Das sehen die G7-Minister, post Trump, ganz anders. Und die müssen es wissen. Zwar vertreten sie nur 10,5 % der Weltbevölkerung, aber die G7 erwirtschaften 44 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens. Und wer über so viel Geld verfügt, der verfügt auch über andere Völker. Und natürlich erst Recht über die lächerliche deutsche Pressefreiheit, die im Ernstfall nur eine Freiheit kennt: Die Freiheit der Andersdenkenden niederzubügeln, unter unterschiedlichen Namen Identisches zu senden oder zu schreiben und dem Krieg nach dem Mund zu reden.

Mit der Forderung „Assad muss weg“ werden ja nicht nur die Friedensverhandlungen ziemlich unsinnig. Denn ohne Assad kann die aus Riad und Doha gelenkte, finanzierte und bewaffnete Opposition nur mit sich selbst verhandeln. Mit dieser Forderung wachsen die Aussichten auf eine größeres militärisches Eingreifen der USA in den syrischen Krieg. Und damit die Möglichkeiten eines direkten Aufeinandertreffens russischer und amerikanischer Truppen. Heissa, sagt da der staatlich geprüfte Atlantiker, dann wird die US-Armee mal den Russen zeigen wie Siegen geht. So ähnlich muss Hitler gedacht habe, als der den Barbarossa-Plan aus der braunen Tasche zog. So ähnlich haben jene US-Politiker gedacht, die sich dann in Vietnam zu Tode gesiegt haben. Unsere Kriegsvertreter in Politik und Medien denken nur: Prima,Trump kommt in Fahrt! Dass es, im äußersten Fall, auch ihre letzte Fahrt sein könnte, das können die Atlantiker nicht denken. Sonst wären sie keine Atlantiker.

Robin Avram vom RBB ist ein Lügner
Zum Ostermarsch ein Giftgaseinsatz Assads

Man ist es ja gewohnt, dass irgendjemand von der Lohnschreiberei pünktlich vor den Aktionen der Friedensbewegung irgendwas Abträgliches verbreitet. Mal findet sich eine herbei fantasierte Querfront zwischen Links und Rechts, dann wird die alte Moskau-Steuerung wieder aufgewärmt. Diesmal ist es ein Mix aus allem: Bisschen Friedenswinter, bisschen Ken Jebsen, bisschen von einer Demo in München. Das sind die Zutaten die Robin Avram, ein Billig-Kolporteur, für den öffentlich-rechtlichen „rbb|24“ zusammenrührt, der üblichen Diffamierung wegen. Das gruppiert er rund um Laura von Wimmersperg, eine Initiatorin des Berliner Ostermarsches. Dabei erzählt er dann auch, Frau Wimmesperg habe „kein Wort zum Giftgaseinsatz Assads gegen die eigene Bevölkerung“ gesagt. Damit behauptet Avram der syrische Präsident Assad habe Giftgas eingesetzt. Obwohl Avrams ärmliche Quelle – der Medienmainstream – diese Behauptung nie hat belegen können. Dass auch der Sender „rbb“ dem Friedensgebot des Grundgesetzes unterliegt, mag den nicht kümmern. Dass mit dieser schlichten Lüge der Tatbestand der Kriegshetze nicht mehr fern ist: Auch nicht.

Also zum Mitschreiben und für die Justiz: Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) lässt seinen Mitarbeiter Robin Avram lauthals lügen.

http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/04/Friedensbewegung-Berlin-Ostermarsch-Unterwanderung-Russland.html


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 16. April 2017 schrieb Krysztof Daletski:

Wen's interessiert: zu den medialen Versuchen, die Friedensbewegung zu diskreditieren, habe ich auch mal ein giftiges Lied verfasst:
https://www.youtube.com/watch?v=Vc9CXOBo-Jw

Vielleicht können wir ja vom Galeristen noch einen Bericht vom Ostermarsch Berlin lesen? Von Düsseldorf gibt es auch Positives zu berichten: zwar war es nur ein kleine Schar von etwa 1000 Teilnehmern (meine Schätzung, ich bin aber nicht gut im Schätzen), aber die durften u.a. einer Rede des Oberbürgermeisters (!) lauschen. Respekt für den "Major for Peace"!

Antwort von U. Gellermann:

Deutlich mehr als 1.000 Menschen trotzten dem Schmuddelwetter in Berlin und verströmten - angesichts der Welt- und Wetterlage - eine erstaunliche Fröhlichkeit. Wahrscheinlich aber war es nur ein wölfisches Grinsen auf ihren Gesichtern und am Ende gab es sicher Kilometergeld vom Russen.


Am 16. April 2017 schrieb altes Fachbuch:

@ Karl Heinz Bernhart
der dank gehört dem galeristen für die initialzündung zum nachdenken;)
und ihr verzagen resultiert aus ihrer fähigkeit zum menschlichen denken, nicht aus der bedrohung!!!
r.avram, die "SZ" oder "Bild" oder ratiopharm werden sich schon um sie kümmern;)
zahnersatz und brillen wurden aus dem leistungskatalog der krankenkassen gestrichen - beißende und durchblickende bürger brauch dieses land nicht.
psychopharmarka bleiben gratis, so viel ersatz könnten die drogenmafia oder die dt. brauerein nicht liefern!!

die journalistenschulen sind übrigens doch auch nur eine erscheinung der großen ganzen. das wesen dieses systems ist doch, dass lohnarbeit prostitution ist!!!
und wer gerne anschafft, dem sind pilze in feuchtgebieten oder auf dem globus egal!
sie können sich jetzt also der idiotie ergeben, oder lassen das verzagen sein - einer muss der doktor sein!!


Am 16. April 2017 schrieb Michael Weiß:

Mittlerweile kommen sogar bei ntv US- Experten zu Wort, die vor einem Sturz Assads warnen und weitere hunderttausende Tote und Vertriebene vorhersagen. Ein Eric Bordenkircher spricht aus, was die Zukunft Syriens ist, "...ein wahrgewordener Albtraum, ein absolutes Desaster. In vielen Gebieten wird es über Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte, keine Rückkehr zur Normalität geben." Herzlichen Glückwunsch, deutsche Außenpolitik, Frau Merkel, Herr Steinmeier, das war möglich auch dank Ihrer Unterstützung.


Am 16. April 2017 schrieb Karola Schramm:

Nachricht an Hans Rebell-Ion.
Hallo, dass Merkel und viele andere so antichristlich agieren, liegt nicht an Gott, sondern an dem freien Willen, den wir als freie Menschen von Gott (was kein Mann mit Bart ist, sondern die höchstschwingende Energie im Universum ist) als Erbschaft bekommen haben. Man kann sich dieser Energie über eigenes Verhalten annähern und wird dann NIEMALS das tun, was wir jetzt so beklagen. Kriege führen, Länder über wirtschaftspolitische Regeln aushungern lassen, z.B. Austeritätspolitik u.v.m.
Jedenfalls "fröhliche Ostern" an alle hier und natürlich Uli Gellermann, der so tapfer und mutig immer wieder mit dem Finger auf die Wunden zeigt, die Menschen anderen Menchen zufügen.


Am 16. April 2017 schrieb Andreas Schel:


Heute müssen wir unbedingt zu Ostermärschen auf die Straße. Einige Menschen sind verunsichert, weil eine Demo immer was mit Pegida, Neurechten, Krawall und irgendwelchen Spinnern zu tun hat. Der Bayerische Rundfunk spricht sogar von Pazifisten, das ist im Kernbundesland der deutschen Rüstungsindustrie nichts Gutes! Dann lieber zu Hause bleiben, denkt man sich. Falsch gedacht, zu viel Medienkonsum.

Herr Trump hat gerade in Afghanistan seinen ersten richtig großen Rauchpilz gemacht und sich sehr über den Erfolg gefreut. Ich nehme an, er meint die Aktienkurse der Bombenhersteller, die jedesmal einen freudigen Hüpfer machen, wenn ihre Produkte so werbewirksam einzeln vorgeführt werden. Hey, ob 36 oder knapp 100 IS-Terroristen auf einen Streich - nicht genau gezählt aber alle ganz sicher schuldig! Die haben alle das Strafmaß "Tod im einstürzenden Betontunnel" verdient, oder? Scheint ja, wie immer, eingehende Beweissicherung vorausgegangen zu sein. Jetzt kann sich im Bombenkrater endlich Frieden, Demokratie und freier Handel ausbreiten.

Nicht klar genug ist dem geistigen Tiefflieger Trump und Schlaueren, bis in dieses großartige Forum hinein, dass diese Bombe nur die Sprengkraft von 11 Tonnen TNT hatte und doch schon damit, weil auf maximale Zerstörung optimiert, in einem Radius von einem Kilometer alles incl. Bunkeranlagen vernichtet hat. Eine Atombombe hat etwa die tausendfache Sprengkraft, d.h. 11 Kilotonnen (1kt = 1000t) ist eher Durchschnitt. Damit spielt die amerikanische Kriegsmaschinerie gerade in Korea, denn der dumme Führer der Nordkoreaner ist genau so bereit und fanatisch wie Trump und seine Hintermänner. Die nächste Grenze gilt es so schnell wie möglich zu überschreiten. Und wieder werden wir uns an den neuen Zustand gewöhnen. Und die nötige Erfahrung mit der Radioaktivität wird man sammeln! Scheint ja nicht so schlimm zu sein, weiß man schon aus Tschernobyl und Fukushima. Wieder wird unsere Bundesregierung brav militärische Logik plappern. Vergeltung, Auge um Auge. Wieder wird weiter eskaliert. Bombenbauer werden sich um bessere Produkte kümmern. Die Russen haben da ja angeblich noch was größeres... Wir haben nur die Mutter. Die Russen haben den Vater aller Bomben!

Das erklärte Ziel des Westens ist es, das Assad-Regime in Syrien zu destabilisieren, möglichst bevor es noch den vom Westen installierten IS besiegt. Das wird weiter Flüchtlinge produzieren, weil denen blöderweise egal ist, wer bombt. Das Verhältnis zur russischen Regierung wird ebenfalls weiter überstrapaziert. Und irgendwann ist der Krieg dann sicher endlich da. Dann haben "wir" endlich geschafft, wofür NATO, Bundesregierung, Kleber, Gniffke, Bild und SZ sich im Auftrag ihrer Inhaber und ihrer Freunde so sehr einsetzen.

Die Christen werden heute wohl auch zu ihrer Mutter Gottes beten. Gestern hat der christliche Bayerische Rundfunk stündlich in den Nachrichten mit Inbrunst und ohne die geringste Kritik zur gerade abgeworfenen Mutter aller Bomben gebetet. Irgendwo in der Liturgie gibt es das Schuldbekenntnis "mea culpa mea culpa mea maxima culpa" oder "durch meine Schuld durch meine Schuld durch meine große Schuld" ist im Chor zu murmeln. Danach kriegt man Vergebung! Ein Paar Rosenkränze beten, den Syrern im Dorf eine Kiste Altkleider bringen, und schon ist alles gut - ein praktisches und bequemes Konzept, das keiner in Frage stellt.

Ein Funken Hoffnung: bei der CDU/CSU sind ebenso wenig Christen zu vermuten, wie es Sozialdemokraten bei der SPD gibt. Ich gehe also jetzt auf meinen Ostermarsch, auch wenn's nix bringt. Und nach Ostern geht's dann weiter. Für die einen mit der Lohnarbeit oder Hartz, für die anderen mit Lügen und Töten für ihre Götter (z.B. Geld oder die Mutter aller Bomben) ... Gebote sind schließlich noch älter (und vergammelter) als das Grundgesetz, da kann man sich schon mal eine Ausnahme genehmigen.




Am 16. April 2017 schrieb Karl Heinz Bernhart:

@altes Fachbuch zu dieser sogenannten "Schule":
Angesichts der Informationen, welche die Website bietet ist klar, dass es sich um eine Kaderschmiede für neoliberal ausgerichtete Medienfuzzies (aka "Qualitätsjournalisten") handelt.
Danke für die Info.
Angesichts der allseitigen massiven Bedrohungen für das menschliche Denken könnte man verzagen.


Am 14. April 2017 schrieb Hannes Baumler:

Hallo Herr Gellermann,

ein erneutes Dankeschön für Ihr unermüdliches Schaffen. Mich packt bei manchen Themen der Zorn. So ist es nun, nach der Lektüre Ihres Artikels und dem anschließenden Flug durch das Forum. Nicht da ich daran, in erwähnenswerter Form, etwas bemängeln müsste, sondern da ich mich hier wiederfinde. In diesem Maße steigt jedoch mein Zorn auf die Verlogenheit der Schreiberlinge in den Qualitätsmedien, und auf mein (Arbeits) Umfeld, welches die einfachsten Zusammenhänge nicht begreifen möchte.

Ich wünsche allen klugen Menschen hier und bei den Ostermärschen erfolgreiche und friedliche Ostern.


Am 14. April 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

Ergänzung:
Bei der Forderung der westlichen Werte(mehrungs)gemeinschaft "Assad muss weg" habe ich vor allem ein Problem damit, dass die, die das fordern, sich auch noch dreist Demokraten nennen. Man stelle sich vor, Russland oder China würden fordern "Merkel muss weg"! Da würde die westlich Werteanhäufungsgemeinschaft doch glatt einen Tobsuchtanfall kriegen. Und dabei wollen wir noch nicht mal darüber reden, dass Merkel viel weniger Rückhalt in der Bevölkerung hat, als Assad!
Diplomatisch ausgedrückt heißt sowas "doppelte Standards".

Etwas in dieser Art, das mir die Spucke wegbleiben ließ, habe ich vor Längerem bei einer Diskussion erlebt. Es ging um den Vorwand für den Afghanistan-Krieg. Der bestand ja darin, dass die Taliban angeblich bin Laden nicht ausliefern wollten. Ich hatte darauf verwiesen, dass die lediglich Beweise, notfalls auch vor einem ausländischen arabischen Gericht, gefordert hatten. Das war aber nicht akzeptiert worden, obwohl diese Forderung das gute Recht und die Pflicht eines jeden Landes sei. Und meine gegenüber antworte ohne jede Scham, dass man doch den Leuten dort nicht die selben Rechte zubilligen könne und mit ihnen deutlich anders verfahren müsse.

Und da wundert man sich, dass sowas wie der IS entsteht, der den Leuten verspricht gegenzuhalten, aber eben auch nur ein Doppelgänger des Westens ist. Viele Gedemütigte halten ja den anderen Blickwinkel des IS fälschlicherweise für eine andere Sichtweise. Was für das Erdöl das Bohrloch ist, ist für den IS die Demütigung der arabischen Welt. Bei der Forderung "Assad muss Weg" wird der IS gleich doppelt jubeln: Einer seiner härtesten Gegner wird bekämpft und man kann den Leuten sagen: "Seht ihr: sowas wie Assad bringt Garnichts! Der hilft dem Westen wird dann noch zur Schlachtbank geführt. Wollt ihr da mitlaufen?"
Die Forderung "Assad muss weg" ist eindeutig Terrorbegünstigung.


Am 14. April 2017 schrieb altes Fachbuch:

Robin Avram
ist absolvent einer privaten schule, der ems gGmbH in potsdam, die sich der ausbildung von "qualitätsjournalisten" verpflichtet fühlt;)
siehe charta der journalistenschulen: https://www.ems-babelsberg.de/charta-der-journalistenschulen
nicht nur die anbieter solcher verbildung sind interessant, sondern auch das angebot der ems (electronic media school): computer- und technikgedönze, um aufgeschnappte infohäppchen aufzublasen. nix journalistenschule sondern medienschule!
auf der startseite outen die sich:
"wir bilden nachrichtenMACHER und GESCHICHTENerzähler aus!"

mehr gibt es nicht zu sagen;)


Am 14. April 2017 schrieb lrike Spurgat:


Innenpolitisch steht Trump unter Druck. Die USA sind so pleite, wie man nur pleite sein kann, und die Finanzindustrie und die Mc Cains wollen Krieg in Europa. Unter allen Umständen soll verhindert werden, dass Russland ein guter Nachbar ist, und das, obwohl es zutiefst beschämend bleibt, wie besonders Deutschland, mit dem russischen Nachbarn, der uns immer wieder die Hand reicht, wohl wissend, wieviel Blut, besonders von Bürgern der Sowjetunion daran klebt,
Die USA werden es zu verhindern wissen, dass Deutschland und Russland, mit den jeweiligen Fähigkeiten beider Länder, mehr zusammenrücken, und möglicherweise erfolgreich zum Nutzen der Volker zusammenarbeiten.Eine Konkurrenz würden die USA, mit ihrem Anspruch, nicht nur der größte Kriegstreiber aller Zeiten zu sein, sondern auch der größte Bestimmer zu bleiben, nie aufgeben. Nur, die können einfach nicht mit Geld umgehen, weil sie denken, dass sie Druckmaschinen haben, und der Goldesel steht im Keller.
Der Rüstungsetat ist zehnmal so hoch, wie der von Russland, allerdings werden enorme Summen in die Stützpunkte der Mickey Mouse verbraten, wo sie stationiert sind. Es geht um den Einfluss, und das kostet viel Geld, was sie aber nicht haben. Frau Nuland, die Europa ficken wollte, oder sollte Europa es selber tun ? hat doch klar gesagt; dass die Ukraine mehr als fünf Milliarden von den USA erhalten hat, um den Regime Change voranzutreiben, und um Russland geostrategisch richtig den russischen Bärenpelz zu rücken.
Wir leben in einer brandgefährlichen Zeit, und Trump scheint sich in der Rolle des starken Mannes und des Oberfehlhabers zu gefallen, und das werden die zu nutzen wissen, die Krieg wollen: die Finanz, die Rüstungsindustrie, und die Mc Cains, in Verbindung mit dem militärisch-industriellen Komplex, einiger Lobbyisten und den Geheimdiensten.
Innenpolitisch wackelt der Stuhl Trumps; auch seine "Absetzung" ist noch nicht vom Tisch, wie so einiges, was eher stagniert in der amerikanischen Politik.
So kam ihm das gerade recht, Syrien zu benutzen, um im eigenen Land besser dazustehen, und von den Landesproblemen abzulenken. Die Bomben werden immer größer; und meine Angst auch, dass dieser wahnsinnige Typ so weitermacht, und nicht merkt, von wem er sich benutzen und manipulieren lässt, und das ist nicht nur brand- sondern lebensgefährlich für die Völker der Welt.
Morgen geht es auf die Strassen in der Republik, und meine Hoffnung ist groß, dass Alle, die Frieden wollen und für Abrüstung einstehen gemeinsam gehen, weil das ist und bleibt unser Pfund gegen die, die uns spalten wollen.
Internationale Solidarität, denn wir haben gemeinsame Interessen, und wenn diese Erkenntnis sich durchsetzt wird einigen die Düse gehen.


Am 14. April 2017 schrieb Karola Schramm:

"Assad muss weg" sagen die G 7 - und wer sind sie ? pathologische Kriegstreiber und Triebtäter, z.T. auch Opfer und Verlierer dabei. In ihren eigenen Häusern herrschen Chaos und Gewalt - da können friedliche Häuser nicht geduldet werden, denn dann fiele der Weltöffentlichkeit auf, dass diese Herrscherhäuser kriminell sind. Sind alle kriminell, ist es mainstream und normal.

Bliebe Assad, hätten diese blinden Krieger außerdem täglich einen Mann vor Augen, der diesen schmutzigen Krieg gewonnen hat. Darum werden ja auch keine freien Wahlen in Syrien eingefordert, weil diese Teufelskerle und Teufelsfreuen wissen, dass er beliebt ist und mit gut mehr als 80 % der Stimmen wieder gewählt werden würde. Und was dann ?
Solange dieser Hass und Neid bei den westl. Politikern auf Assad und einige andere nordafrikanischen Länder besteht, werden sie bomben was das Zeug hält und Unfrieden stiften, wie es ihre kranken Gehirne erfinden. "Kein Mensch kann in Frieden leben, wenn er dem bösen Nachbarn nicht gefällt," sagt ein Sprichwort. Und solange die Justiz zuschaut, wird sich auch nichts ändern.


Am 14. April 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

Zu Kapitalismus und "Werte":
Klar hat die westliche Welt Werte, sogar sehr viele! Trump allein hat allein über eine Milliarde Werte! Und in Deutschland gibt es 100 Leute, die genau so viele Werte haben. Wie hieß es doch gleich? "My morale is my mamon" Oder so ähnlich. ;-)

Aber ernstlich und um nicht die heute gängigen Plattheiten nachzuäffen: "Der Kapitalismus hat nie Ideale gehabt", stimmt nicht. Es gab eine, wenn auch kurze Zeit, in der Kapitalismus und Unternehmertum eine positiver historische Rolle spielten. Das war die Zeit der bürgerlichen Revolutionen. Und aus dieser Zeit kann man durchaus etwas positiver lernen. Und muss es, wenn man nicht "erschossen, wie Robert Blum" enden will. (Man sieht, der Mann hat in meiner Jugend Einzug in die Welt der Redewendungen gehalten. Naja, halt bei den Ossis.)

Machen wir es also nicht den heutigen Dekadenz-Philosophen nach und scheren alles über einen Kamm. Differenzierte Bilder sind nicht verwaschener. Auch ein Farbfernsehe bietet ein klareres Bild als ein Schwarz-Weiß-Gerät. Und das heutige schlechte Fernsehen liegt nicht am Gerät.


Am 14. April 2017 schrieb Uschi Peter:

@Karl Heinz Bernhart: Fast ríchtig, der Kapitalismus hatte nie Ideale. Das war immer nur ein Gefasel, um die dummen Arbeitssklaven bei Laune zu halten. Als das sozialistische Lager noch existierte, haben sie denen denWind aus den Segeln genommen mit ihrem Geschwafel von Demokratie, Menschenrechten, Friedensbereitschaft und zeigten mit dem Finger auf die grausamen aggressiven "Kommunisten", die die ganze Welt unterjochen wollten. Je höher der Profit für den Kapitalisten, umso aggressiver mordet er, was wir heute ja deutlich sehen.

@Michael Kohle:
Ich gehöre zu der Generation, für die die deutschen Sagen kaum existierten. Dafür wurden die Menschen mit den mörderischen verlogenen Ami-Western gefüttert. Die sind nicht besser als die deutschen Helden. Im Western, übrigens immer noch aktuell, wird die Geschichte massiv verfälscht und die Ureinwohner als die Bösen dargestellt, die von den guten Weißen - Landräubern, Mördern, Betrügern - Kultur beigebracht bekamen. Dazu gab es ein interessantes Buch von CERAM "Der erste Amerikaner".


Am 14. April 2017 schrieb altes Fachbuch:

trump's bombe to go;)

just als russland mit afghanistan und den taliban am tisch sitzt, perspektiven zu beraten oder wenigstens die front gegen den IS zu einen, setzt donald 11 KT TNT in eine wüste.
und morgen will nordkorea seinen "führer"geburtstag feiern, da hallt doch die drohung gleich mit im ohr!! nach den erkenntnisse von fukushima macht es ja auch sinn, eine atomanlage zu bombardieren - völlig ungefährlich, mutierte wildschweine in der gegend aber menschen sind ja keine schweine;)

und natürlich gibts auch den "vater aller bomben", 44 KT TNT äquivalent bei mischa muss man nicht erwähnen;)

und natürlich wird wieder der militärische sinn und der erfolg wie beim flugplatzangriff herbeigeschwindelt: die zerstörungskraft entwickelt diese bombe durch eine druck(mach)welle wegen der detonation ÜBER der erde. auch die opferzahl wird keiner prüfen, oder buddelt jemand im feindesland die angeblichen tunnelleichen wieder aus??

und natürlich stört der stückpreis von 15 millionen niemanden. gleichzeitig werden die blauhelme aus kostengründen aus haiti abgezogen, oder sind es die fehlenden jungfrauen?

ist die welt schon bekloppt, macht trump sie noch perverser!


Am 14. April 2017 schrieb Uschi Peter:

Wieder eine gute scharfe Analyse, danke!
Da haben viele gedacht, auch ich, dass ein Trump endlich seine Wahlversprechen wahr macht, die Welt ein bisschen friedlicher zu gestalten. Als ich die Hysteriker bei Obama sah wusste ich´,dass nichts geändert wird, denn das Establishment der USA hat die Macht. Aber Trump war so überzeugend gegen die herrschende Elite. Entweder hat man ihm die Folterwerkzeuge gezeigt oder er ist ein ganz perfider verlogener Verbrecher, Vielleicht bekommt nach dem Massenmörder Obama auch der Massenmörder Trump den Friedensnobelpreis.
Die Marionetten des militärisch-industriellen Komplexes schreien wie einst Cato, der zur Vernichtung Karthagos aufrief: Ceterum censeo, Karthaginem ess delendam!

Antwort von U. Gellermann:

In der Oligarchen-Schule wird auf das Fach „Verlogene Verbrechen“ sehr viel Wert gelegt. Und ohne garantierte Perfidität wird man nicht mal in den Golf-Club kapitalistischer Schweinebacken aufgenommen.


Am 14. April 2017 schrieb Karl Heinz Bernhart:

Die ungeheuerliche Blödheit der Westlichen Debatte, die hier richtig beschrieben und benannt wird, dürfte wohl mit der Tatsache zusammen hängen, dass der Westen das, wovon ständig gefaselt wird, eben überhaupt nicht (mehr?) hat: Seine Werte.
Es geht ausschließlich um territoriale und wirtschaftliche Inbesitznahme fremden Eigentums ohne Recht und Moral. Ausschließlich!
Und weil das so ist, sind sämtliche anderen Interventionsgründe nur vorgeschoben, austauschbar und ohne Bedeutung. Und wer mit hohlen Worthülsen herum klappert, der kann schon mal eine Beliebigkeit durch eine andere ersetzen, solange er nur die wahren Kriegsgründe ganz sorgfältig bedeckt hält.
Wie unsere „Eliten“ in dieser Situation es fertig bringen, ihre glänzenden, kugelsicheren Visagen unverändert Tag für Tag in den Medien zu präsentieren, obwohl ihnen die ganze Schizophrenie des Narrativs, das sie zu vertreten haben, bewusst sein muss, das ist erstaunlich und wird wohl am psychopathischen Zustand der Betreffenden liegen.

Gerade lese ich von dem "erfolgreichen"Einsatz einer "Megabombe" in Afghanistan. Das ist Donalds Welt. Ich fürchte, dieser Mensch ist tatsächlich so dumm, dass ihm auch der Einsatz von Nuklearwaffen im Dienste seines Ego zuzutrauen ist, und zwar während er wieder mal ein Törtchen ist.


Am 14. April 2017 schrieb Michael Kohle:

Die Gelegenheit ist gerade günstig. Habe in meinem Kommentar auf ein kleines Büchlein hingewiesen, verfasst von einem heute Achtzigjährigen. Dieses Spätwerk also vermittelt mehr Erkenntnisse, Bildung und Kultur als zehn Jahre Dr. Gniffkes gesammeltes Gelaber, ach was, als die gesamten Staatströten zusammen.

Siegfried und Krimhild, Gunther und Brünhilde, nicht zu vergessen Hagen von Tronje, wer kennt sie nicht und mit ihnen die offizielle Version. Oft herangezogen, verwendet und mißbraucht um Ruhm, Ehre und Blutzollorgien der Deutschen Nation, des Heldentums insbesondere, zu mehren. Lodenmann gibt uns eine ganz andere Analyse. Eine schändliche Verschwörungstheorie, wird die Kloake aus teutschen Historie-Experten sich er(g)eifern.

À propos Nineeleven! Sagt Ihnen der 9. November 1848 etwas? Nein? Dann kennen Sie auch nicht Robert Blum. Wozu auch! Revolution für Frieden und Freiheit und Staatsterror, dieses Mal Metternichscher Provenienz, da darf das Volk nichts wissen von. Kann mich jedenfalls nicht erinnern, jemals in meinem ganzen Leben bei all den Lobhudeleien zur Frankfurter Paulskirche auch nur ein Fürzchen über Blum gehört zu haben. Bei Gauck, bei Lammert sowieso nicht.

Und als ob es damit nicht schon genug wäre, auch noch manch anderer Schwank aus Lodemanns Pandora-Büchse. Abenteuer zuhauf. Willem II und seine gelebten Träume - die Bagdad Bahn - von vor über 100 Jahren und wie unsere Wertegemeinschaftsfreunde aus Engelland schweißnasse Tage und Nächte darob verbrachten. Für heutige Ereignisse in gleichen Regionen nicht gerade uninteressant.

Das alles und noch viel, viel mehr. Die wundersamen Erlebnisse und Erfahrungen des Jürgen L in und mit Redationen des Staatsrundfunks beispielsweise. Da gab es es mal ein Literaturmagazin mit Marcel RR als Volontär, ein Folgeprojekt namens Café Größenwahn. Nein, so neu ist Dr. Gniffkes Wirken heuer wahrlich nicht. Damals lief Zensur allerdings noch unter dem harmlosen Begriff "Abnahme".

Ich will nicht alles zum Besten geben. Es bleibt jedoch noch reichlich für Überraschungen über, Vieles geht nicht ohne tagesaktuellen Bezug ab. Aber Vorsicht, einfach zu lesen ist es nicht.

Antwort von U. Gellermann:

Das ist eine sehr weitläufige Kurve um das Thema herum. Die kann ich nur zu Ostern tolerieren.


Am 14. April 2017 schrieb Dr. Camillo Signor:

Sehr geehrter Herr Gellermann,

seit geraumer Zeit zählt Ihr Blog zu den von mir regelmäßig aufgesuchten Websites und versteht es die dort vorgefundene pointierte kritische Kommentierung den - eigentlich zumeist beklagenswerten Ereignissen auf der politischen Weltbühne - wenigstens den positiven Aspekt der im erfirschenden Unterhaltungswert für einen bekennendem Liebhaber des politischen Sarkasmus wie meinereins zu sehen ist, abzugewinnen. Die Lektüre vieler der Beiträge aber auch zugehöriger Kommentare Ihrer Leser triggert irgendwie sowas wie meine politische Eigenfrequenz und wollte ich Ihnen daher Zustimmung für Ihre Arbeit zukommen lassen.
Habe auf der Website keinen Hinweis auf ein Spendenkonto o.ä. wahrgenommen, sollte es so etwas geben wäre ich gerne bereit ab und zu mit einer kleinen Spende Ihre publizistische Tätigkeit zu unterstützen; ansonsten beschränkt sich meine Unterstützung darauf Links auf Ihre Beiträge in meinem Bekanntenkreis zu verbreiten.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre weitere Tätigkeit

Mit freundlichen Grüßen, Neunkirchen, Österreich

Antwort von U. Gellermann:

Danke für die freundliche Zuschrift. Da ich ein Einkommen habe mit dem sich auskömmlich leben lässt, brauch ich keine Spenden. Das Lob ist des Schreiber Lohn. Das spenden Sie reichlich. Danke.


Am 14. April 2017 schrieb Ronald Wolf:

Bin wieder sehr beeindruckt. Vom Artikel sowieso und von den vielen klugen Kommentaren. Das gibt einem schon Mut in dieser immer mehr verblödeten Welt nicht durchzudrehen. Dazu eine kleine Episode: Disput mit einem Kollegen über den "Giftgasangriff". Ich: Das ist so durchschaubar. Natürlich waren das keine syrischen Gasangriffe! Mein Kollege darauf: Aber es steht doch in der Zeitung.
Was will man dann noch sagen ?


Am 14. April 2017 schrieb Marc Britz:

Habe doch tatsächlich gerade noch ein wenig SPON gelesen: Pünktlich zum Beginn des Osterfestes ein Bombenabwurf der die Scheinheiligkeit des ach-so-christlichen Westens nicht besser zum Ausdruck bringen könnte: In Afghanistan wurde heute zum ersten Mal der mit mehr als 8000 Kilogramm Sprengstoff und elf Tonnen TNT-Äquivalent größte konventionelle Sprengkörper der US-Armee im Kampfeinsatz eingesetzt. Laut Pentagon sollte mit dem Abwurf aus einem Kampfflugzeug die Gefahr für die amerikanischen und afghanischen Soldaten in der Region minimiert werden und der Schaden bei der Terrormiliz Islamischer Staat maximiert werden. Die Bombe ist laut Leitmedien also eine Art eierlegende Wollmilchsau des konventionellen militärischen Tötens. Sie tötet nämlich nur Terroristen, schützt aber Kämpfer der gerechten Sache und verschont garantiert alle Zivilisten in der Nähe des Einschlags. Wer es glaubt wird selig - aber erst nach der vollständigen Pulverisierung?
Es ist wirklich „bemerkenswert" wie die Massenmedien nach jeder angeblich von Assad abgeworfenen Fassbombe nach dessen Absetzung oder gar Tötung schreien, wären sie keine Probleme damit haben dieses bestialische Tötungsinstrument und seinen Einsatz wie einen neuen, besonders schnellen Formel-1 Boliden zu bewerben. Wer setzt Trump ab und bestraft den Mann auf angemessene Weise? Ein Schelm wer jetzt an Kreuzigung denkt? But! Always look on the bright side of life! Always look on the light side of life! Und jetzt alle!


Am 14. April 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

Wieder ein ganz hervorragender Artikel. Danke! Hier steht auf das Feinste ausgedrückt, was jedem politischen Menschen klar sein sollte. Mit der Analyse der Ereignisse trifft Uli Gellerman den berühmten Nagel auf den Kopf. Was nicht heißt, dass es nicht sehr überraschende Wendungen geben könne. Einige sehr interessante Theorien geistern bereits durchs Netz. Eine z.B. geht davon aus, dass der Angriff doch deutlich weniger Wirkung hatte, als der letzte "versehentliche" Angriff der USA auf die syrische Armee unter Obama. Manche glauben daher, dass Tillerson nicht ohne diesen Angriff hätte nach Moskau fahren können, ohne mit Kontaktschuldvorwürfen und Rücktrittsforderungen überhäuft zu werden. Aber das sind alles reine Spekulationen. Auf deren Richtigkeit etwas zu setzen, wäre heller Wahnsinn. Und sie zu diskutieren hilft nicht wirklich weiter.

Nun ein paar m. E. wichtige Bemerkungen an andere Kommentatoren. (Ich kann mal wieder nicht widerstehen, mache es aber möglichst kurz.)

-- Vorsicht davor, Trump als Trottel zu sehen (Obwohl ich ihn auch gern als Trumpel bezeichne)! Das ist eine schwere Unterschätzung eines Gegners. Um politisch nach oben zu kommen und auch um ein Milliardenvermögen zu erhalten und zu mehren, also um im Haifischbecken nicht gefressen zu werden, braucht es schon ganz schön Raffinesse und Klugheit. Ein Dumpfbacke schafft das nie. Im Übrigen ist Trump als Persona auch nicht ganz so wichtig, denn Politik wird von Gruppen gemacht. Ein Abweichler ändert da den Kurs nur wenig. Die Macht des MIK zu gering und die Möglichkeiten des Trump zu hoch geschätzt zu haben, war mein Fehler. Nicht nachmachen!

-- Vorsicht vor einer übertriebenen Ehrfurcht vor der Macht der Medien. Der Alltag zwischen Angst vor Hartz-IV und Hoffen auf einen kleinen Wohlstand deformieren die Seele viel mehr als je eine Zeitung oder ein Fernsehsender das könnte. Die Medienmacht ist deutlich kleiner als viele, die im ideellen Bereich arbeiten, gern glauben.

-- Einige Beschweren sich über "Konsumentendemokratrie", "Konsumentendenken" etc. Vorsicht! Vom ruhigen Port lässt sich's gemächlich raten! Nie auf die kleinen Leute herabblicken. Sicher gibt es unter ihnen genauso Heroen und Hallunken, wie in jeder anderen Schicht. Aber gerade diese kleinen Leute, die Arbeitenden, die also für den praktischen Teil der Gesellschaft zuständig sind, sind die einzigen, die auch praktisch etwas ändern können. Die fürs ideelle (wie wir hier) zuständig sind, werden nur Ideen generieren. Wenn die einen nicht mit den anderen zusammenfinden, wird nichts werden. Und das Zusammenfinden wird nicht spontan kommen. Besonders an der Trennung von Wort und Tat krankt die sozialistischen und anderen linken Bewegungen.


Am 13. April 2017 schrieb Lutz Jahoda:

DIE GRÜNDONNERSTAGSBOTSCHAFT
DER RATIONALGALERIE
BESTÄTIGE ICH HIERMIT
IN VORÖSTERLICHER KARFREITAGSTRAUER:

Grenzen missliebiger Staaten sind "border"
Mit dem US-Vermerk, sie zu missachten.
"Weg mit ...", lautet die Pentagon-Order,
Freigegeben zum Draufhaun und Schlachten.

"Völkerrechtswidrig" wird wegdiskutiert,
Was nicht ins Konzept passt, zurechtgebogen.
Da wird verleumdet und indoktriniert,
Den Medien Luft zur Klarheit entzogen.

Bomben, die ohne UN-Mandat fallen,
Wird Washington sich nicht nehmen lassen.
Wo Weltmachtwünsche sich derart ballen,
Zum Wohl und Gedeih klingelnder Kassen,
wird Wallstreets Weg zur Lenkung der Massen
wohl kaum zur Osterbotschaft passen.

Noch hat sich der Klerus nicht beklagt,
Auch die Alphörner haben es noch nicht getrötet;
Doch Papst Franziskus hat es gesagt:
"Die Wirtschaft des Kapitalismus tötet!"


Am 13. April 2017 schrieb Manfred Caesar:

Schon vor der Wahl war klar, daß nur eine Marionette die Wahl „gewinnen“ kann.Wie das „Wahlergebnis „ zustande gekommen ist, wissen wir nicht und können es auch nicht überprüfen.
Spätestens nach der Besetzung wichtiger Ämter in der neuen Regierung durch Goldman Sachs war klar wohin die Reise gehen wird. Man sollte auch die Gemeinsamkeit dieser Figuren nicht übersehen. Falls Trump vielleicht selbst geglaubt haben sollte etwas nach eigenem Gusto machen zu können -was nicht für seine Intelligenz sprechen würde- ist nun ganz sicher klar, daß er nichts weiter als ein Hampelmann ist ,an dem andere an der Schnur ziehen.
Und mit der Verständigung mit Putin wird es auch nichts.Das würde den Plänen für die Fortsetzung des 3.WK mit Atomwaffen ,das ja z.B. von Mc Cain täglich gefordert wird im Wege stehen.So hat Trump die Chance -was Obama trotz Friedensnobelpreis vermasselt hat - noch preemptiv auf den roten Knopf zu drücken um dann posthum noch den Friedensnobelpreis zu erhalten.Hoffentlich kann er ihn dann noch entgegen nehmen!
Wir werden dabei nicht mehr anwesend sein.


Am 13. April 2017 schrieb Roman Gärtner:

Soviel zum Thema "Demokratie" ;)

Die glorreichen 7 haben entschieden.

Vielen Dank für den Artikel und die Bestätigung das Demokratie, Völkerrecht usw. nur Worthülsen und ein Deckmantel sind.


Am 13. April 2017 schrieb Michael Kohle:

Und? Wie geht es jetzt weiter? Gellermanns Streicheleinheiten für meine, unsere offenen Türen in allen Ehren, wie würden wir nur ohne sie die Tage derzeit überstehen. Noch wird uns zugestanden, uns auf der Galerie im ansonsten hermetisch abgeriegelten „Echoraum" auszutoben, wie lange noch? Echoraum, noch so ein Begriff wie Verschwörungstheoretiker oder fake-news. Nur dafür geschaffen um aufmüpfige Andersdenkende, nicht so leicht Verarschungsfähige als Schmuddelkinder, mit denen keinesfalls gespielt, Kontakt gehalten werden darf, regelrecht verkaufen zu können.

Immer wieder das Gleiche. Jetzt also - doch wieder bzw. immer noch - Baschar Assad! Auf ihn mit Gebrüll. Wie auf dem Schulhof bei den Erstklässlern, einer muß ja wohl den Prügelknaben geben, nur dass keine Klingel das Ende der Pause verkündet. Die Liste der Tom Dooleys ist lang, verdammt lang. Allein im letzten Vierteljahrhundert eine beachtliche Strecke, die sich der Weltsheriff leisten konnte. Saddam H. fein säuberlich aufgeknüpft. Begründet damit, dass er jene Giftgasbrühe doch tatsächlich zur Anwendung gebracht hat, die ihm zu anderweitiger Verrichtung von Uncle Sam zur Verfügung gestellt worden war. Muhammar G. per Bajonett rektal entjungfert und entleibt, warum eigentlich? Nur damit Hillary Clinton ihren schrillen „We-came-we-saw-he-died"-Abgang erleben durfte? Oder doch das Werk eines einzelnen Gerechten? (Einfach mal schlau machen und zwar am besten hier: https://www.wsws.org/de/articles/2011/03/levy-m30.html. Aus dem Staunen kommt man nicht heraus.)

Sicherlich, heutzutage können Frauen bestimmt wieder nächtens durch Bengasis Straßen wandeln, ganz bestimmt. Einspruch! Eher ist es das Ergebnis eines reziproken Herkulesaktes: der Augiasstall zum Ende, geschafft! Schlimmer noch als jener am Hindukusch oder am Euphrat.

Für Assad wird der Weg über Den Haag propagiert, weil so geplant. Da war doch was? Genau, da bieter sich geradezu ei Blick auf Slobodan M. an, noch so ein gottbegnadeter Strauchdieb, zu dessen Habhaftwerdung sogar die Hilfssheriffs Basta-Schröder und vorallem ein gewisser Joseph Fischer geflissentlich beitragen durften. (Win-Win: Hurra, deutsche (Wehr)macht endlich wieder auch an historisch trächtigen Orten einsatzfähig.)

Noch so eine von transatlantischen Edeldenkern und -federn geskriptete Partitur, just zur Erstaufführung der Krönungsmesse des Nordatlantischen Verteidigungspaktes. Tatata-Taaa! Bis heute - natürlich auch bei Dr. Gniffke - immer noch und immer wieder gerne verantwortlich für jede erdenkliche Art des Bösen und mehr noch für Erfundenes, dieser Haderlump Milosevic. Schlappe sechsundsechzig Anklagepunkte waren dem „Kriegsverbrechertribunal" in Den Haag fein säuberlich zugetragen worden - eine beachtliche Liste, die da Wikipedia genüsslich darlegt. Nun, die Behandlung des Angeklagten fiel nicht ganz so konsequent und stringent aus wie bei den Vorgenannten. Die Umstände seines plötzlichen Ablebens sind jedoch nicht ganz „unumstritten“, um eines von Dr. Gniffkes Lieblingswörter zum Einsatz zu bringen.

Egal, tot ist tot. Wo und vorallem wie der so Beschuldigte sein Ableben praktizierte - der Schweinehund - ist schließlich nicht mehr von Interesse. Wikipedia weiß mehr: Der Internationale Strafgerichtshof vermerkt auf seiner Internetseite: "Verfahren gegen Slobodan Milosevic beendet. Angeklagter verstarb in Haft am 11. März 2006.“ Irgendwie überraschend ist es dann aber schon, dass dann im späteren Urteil gegen den noch lebenden Radovan K. der Slobodan doch noch eine Art Freispruch der Holzklassenart erfahren darf. Slobodan war gar nicht so böse, Karadzic war es wohl, glaubt jedenfalls das Hohe Gericht dort - spät aber nicht zu spät - offenbaren zu müssen. Was den Hofmedien des wertegemeinschaftlichen Imperiums wohl so die Schamröte aufs Gesicht getrieben hat, dass sie es bis heute nicht über sich bringen, ein Sterbenswörtchen darüber verlauten zu lassen. Klar doch, warum sollte solch eine probate Entsorgungsmethode auch verbrannt werden? Nur um der Wahrheit zu dienen, nichts als der Wahrheit, also Nichts? Da stehen ja wohl die edlen Werte vor.

Jetzt also (wieder) Baschar Assad in der Rolle des Chef-Angeklagten für das Kriegsverbrechertribunal vorgesehen, gut so, wo wir schon genügend damit zu kämpfen haben, dass wir immer noch nicht wissen, wer Daniel Craig als 007 folgen wird. Und wie gehabt, wg. Giftgas mal wieder! Und alle, die es wissen müssen was nicht anders sein darf, krähen im Chor: Gniffkes Wahrheitsfähnleins forsch voran, die vereinten Juliane von Liz und Friede an den Kriegstrommeln. Da können natürlich die G7-Außenminister und selbst unsere bewährten Kampfhennen Angela&Uschi nicht hintan stehen. Wie das Werk vollbracht werden soll, wird man Assads habhaft, steht noch nicht fest. Aber unter Teeren, Federn und Rädern vor dem Genuss des Scheiterhaufens dürfte es wohl kaum abgehen. Irre ich mich oder kann man ob ihrer Vorfreude bei so manchem selbstberufenen Chefankläger - best Dirty Harry as ever - die Geschmacksfäden in ihrem vor Gier und Hass verzerrten Maul sehen?

Mal angenommen, die wahren Marionetten-Spieler im Hinter- bzw. Untergrund bekämen ihren Wunschzettel erfüllt, ihre Milliardeninvestitionen im Teil-Projekt Umorganisation Middle-East würden doch nicht hopps gehen, dann - ja, was dann? Dann würde der Prophet und Titan Oliver Kahn wieder auftreten: Weiter, immer Weiter! Genau so und nicht anders. Es ist nämlich eine unendliche Geschichte, allerdings nicht von Michael Ende. Man spielt ein Spielchen, zum eigenen Vergnügen. Ums Geld geht es nicht (davon hat man längst reichlich genug), um Macht auch nicht. Die ungeheure Langeweile zu vertreiben, die unendlicher Reichtum mitbringt, darum geht es. Und da darf ruhig auch mal der ein oder andere noble Wert über die Wupper gehen. Der mit dem Finger am Abzug bestimmt die Regeln. Schaut man nur dem Zirkus NATO zu, wie da die Hundchen, die Ziegen, die Pferdchen im Kreis herum toben - meist mit einem bunten Schweif im Hintern - gelegentlich von Pylone zu Pylone hüpfen, dabei auch vor dem Sprung durch brennende Reifen nicht kneifen, in der Mitte der Zirkusdirektor als Generalissimus verkleidet, die Peitsche knallen lassend. Also ehrlich, mir wird dabei immer übel.

Wann endlich will man/frau begreifen? Es geht gar nicht um Assad, auch nicht um Putin oder sonst wen. Seit Menschengedenken dürfen es immer die gleichen üblichen Verdächtigen so treiben wie sie wollen, allein um ihren Spass zu haben. Das Morden und Brandschatzen, das Schänden, das Häuten, das Köpfen und Aufknüpfen, das sich an all dem Aufgeilen, das hat es immer schon gegeben. Irgendeinen Grund hatte man immer parat. Ein längst vergessener Jürgen Lodemann hat mit seinem Sammelband „Gegen Drachen" u.A. einen eindrucksvollen Beleg für diesen Schluss geliefert. Da nimmt er die deutsche Erbsünde - Siegfried und die Nibelungen - unter die Lupe. Und siehe da, was für ein ruchloses Machwerk da über anderthalb Jahrtausende daraus gestrickt werden konnte. Und das Volk hat es trotzdem immer gefressen, nicht nur die Bayreuth-Pilger.

Gott - oder wem auch immer - sei´s gedankt. Dieses Mal ist doch ein kleiner Unterschied zu den bisherigen Menschheitsabenteuern festzustellen. Dieses Mal könnte es - dürfte wohl eher - das letzte Abenteuer gewesen sein.


Am 13. April 2017 schrieb Peter Stribl:


Daß sowohl Merkel als auch Gabriel mit ihrer "Nachvollziehbarkeit" des Luftangriffs sich zum bekannten Slogan "legal, illegal, scheißegal" bekennen, ist zwar nicht neu, aber immerhin erheiternd. Daß sie im entsprechenden Club nicht willkommen sind, liegt auf der Hand. Die einschlägigen Jungs und Mädels sind wählerisch in der Auswahl ihres Umgangs.

Was allerdings einen abgrundtiefen Kulturbruch darstellt, ist die Haltung der Medien in dem Fall. Allein Plasbergs Einladung an Reichelt bildet zwar evtl. die Stimmung in der Bevölkerung ab. Fordert aber auch die Frage heraus, woher Meinungen sich herausbilden. Daß ausgerechnet die Zeitung, die das Lügen nicht lassen kann, sich als Quelle ernstzunehmender Information darstellen darf mit Unterstützung der Redaktion von "Hart aber fair", zeigt, wie sehr die Dinge vom Kopf auf die Füße gestellt werden müssen. Ob Anne Will, die Fake-News-Schau oder Plasberg, sie alle lassen sich einlullen von der angeblich moralischen Grundlage der US-Politik. Billigend wird dabei in Kauf genommen, daß das Völkerrecht mit Stiefeln getreten wird und diese Vorgehensweise durchaus Tradition hat seit Vietnam, Libyen, Afghanistan, Irak, Chile, und und und. Ebenso unbeachtet bleibt dabei der Rundfunk-Staatsvertrag, der umfassende und unvoreingenommene Information im Sinne von Friedensförderung und Völkerverständigung garantieren soll. Dagegen angehende Menschen sollen in die Ecke von Trollen, Querfrontanhängern und Verschwörungstheoretikern gedrängt werden. Wobei, immer wieder lustig, das Verhältnis von Verschwörungstheoretikern zu Verschwörungspraktikern gar nicht weiter untersucht wird. Einfach gefragt: Wer von den beiden ist denn nun schlimmer?

Der denkende Teil der Menschheit soll abgestumpft werden mit den Mechanismen der Medien. Vorreiter dabei sind die privaten Dreckschleudern wie Springerkonzern, Bauer, Burda und Mohn. In Treue fest sind dabei aber auch die ö/r Anstalten, offenbar auf der Jagd nach Einschaltquoten und Werbeeinnahmen, nachweislich aber unverbrüchlich der NATO, der EU des Steuerhinterzieher-Assistenten Junckers, der marktorientierten "Demokratie" verpflichtet. Ohne Rücksicht auf Verluste, Kollateralschäden, Recht auf Unversehrtheit jedes einzelnen Menschen.

Um diese Selbstherrlichkeit der Herren Gniffke und Reichelt bis hin zu Trump und Stoltenberg ein für allemal zu beenden, drängen sich sehr alte Parolen in Erinnerung. "Enteignet Springer" und "Schafft zwei, drei, viele Vietnams" gehören dazu. Aber auch die Forderung, den Zwangsbeitrag endlich tatsächlich an den Rundfunk-Staatsvertrag zu binden.


Am 13. April 2017 schrieb Adalbert Olma:

"Wenn schon, denn schon" - dachte man sich neulich beim Rotfunk.
"Aber wie kriegen wir es hin?" Hm, allgemeine Ratlosigkeit. Aber - wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen um den ClassA-Jounalisten und Intendanten Thomas Buhro (seine Freunde von der Atlantikbrücke nennen ihn einfach Tom) verlautet, hatte Ulrike Schweitzer , Redaktionsleiterin von DIE STORY beim WDR die rettende Idee! Sieben Jahre lang war sie bei MONITOR investigativ. Der Blick hinter die Kulissen der Macht interessiert sie. Das Aufdecken von allem, was nicht so ist, wie es sein sollte.
Eindrucksvolle und kluge Dokus berühren, machen wach und regen an. Das ist ihre Überzeugung! Gesagt getan: "Asma al Assad - Das schöne Gesicht der Diktatur." Da läuft es dem nach tieferen Er-Kenntnissen dürstenden Medien-Konsumenten doch beim Lesen des Titels schon eiskalt den Rücken runter.
"Asma al-Assad, die First Lady Syriens. Der Westen sah in ihr das Ideal einer arabischen Herrscherin: schön, gebildet, modern. Heute gilt sie als Komplizin eines Diktators, der Verbrechen an seinem Volk begeht. Ihre Geschichte ist die Geschichte einer Täuschung und sie beginnt bei uns - im Westen."
Ironie aus. Gestern Abend lief im WDR besagte Story. Habe selten eine dümmere Aneinanderreihung von gewagten Konstruktionen gesehen.
Wer sich das antun will:
http://www.ardmediathek.de/tv/die-story/Asma-al-Assad-Das-sch%C3%B6ne-Gesicht-der-D/WDR-Fernsehen/Video?bcastId=7486242&documentId=42119554
Dem unwiderstehbaren Drang der Reduktion eine Rückmeldung zu gebenkann Mensch hier ablassen:
die.story@wdr.de

Um in journalistisch fragwürdiger Weise noch eine Fliege mit der selben Klappe zu schlagen, lief im Anschluss ein Film von Udo Lilischkies mit Putin-Russland-bashing. Da - frei nach Volker Pispers - angesichts der politischen Großwetterlage auch Alkohol an seine Grenzen kommt, wurde das nichts mit einer geruhsamen Nacht. Aber Wickert war ja auch nicht besser.


Am 13. April 2017 schrieb marie becker:

Leere Räume schaffen ": das Nichts hat offenbar eine ungeheure Anziehungskraft an diese "Eliten"....

ob ihnen dabei gewährt sein wird NUR Zuschauer zu sein, bezweifle ich, das Nichts wird sie in seinen allgemeinen SOG reißen....


Am 13. April 2017 schrieb Alexander Kocks:

Die G7 Staaten können ja fordern was sie wollen, egal ob es völkerrechtswidrig, undemokratisch und despotisch ist. Ob Assad geht oder bleibt ist nur durch das syrische Volk zu entscheiden und durch niemanden sonst. Da helfen auch keine von Saudi Arabien, Katar und vom Westen finanzierte und unterstützte Terroristen. Von dem Tag an dem der Westen und seine Vasallen die finanzielle und logistische Unterstützung der Terroristen in Syrien beendet wird dort Ruhe einkehren.
Diese "Freiheitskämpfer", ein Großteil davon auch Ausländer, kämpfen dort nämlich für Sold und nicht für Freiheit und Demokratie und wenn es dort keinen Sold mehr gibt, ziehen die
weiter zur nächsten Geldquelle.
Der Berliner Regierungskindergarten um Merkel und Gabriel ist mit solchen Fragen eh überfordert, denn ich vermute mal von dieser Ansammlung von karrieregeilen Parteifunktionären würden einige wohl noch nicht einmal Syrien auf der Landkarte finden.
Interessant ist die folgende Meldung:

Syrien hat Experten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu einem Besuch auf dem Luftstützpunkt Schairat und in der Stadt Chan Scheichun eingeladen, wie der syrische UN-Botschafter Baschar al-Dschafari mitteilte.

Ich vermute die G7 Staaten und deren Vasallen werden alles versuchen um die OPCW daran zu hindern dieses Angebot der syrischen Regierung anzunehmen. Es könnte ja geschehen, dass Dinge ans Tageslicht kommen, die den Herrschaften im Westen nicht genehm sind.


Am 13. April 2017 schrieb antares56:

Wundert sich jemand, wenn unsere "Leitmedien" Trump erst als totalen Spinner abtun (was er ja auch ist), ihn aber nach seinem ersten Kriegsterror über den grünen Klee loben? Und dann will er jetzt auch noch Assad weghaben (wieder mal ein Regime-Change im Sinne der USA), was unsere Kriegstreibermedien ja schon lange gefordert haben! Als nächstes soll wohl noch die UNO weg, denn die entscheided ja nicht immer im Sinne der USA. Wenn hier in der BRD aber jemand ruft "Merkel muss weg", dann ist derjenige sofort einer der schlimmsten Verbrecher. Und die "Rebellen" (Terroristen) in Syrien dürfen weiter mit Giftgas hantieren und es dann Assad in die Schuhe schieben - wenn sie nicht erwischt werden (was im Westen ja auch keiner will) bekommen sie noch das Lob und weitere Unterstützung durch westliche Regierungen!


Am 13. April 2017 schrieb Wolfgang Schiller:

Lieber Ulrich Gellermann,
dieses zornfunkelnde Kleinod der Kritik werde ich kopieren und beim Ostermarsch des Friedenskreises Eutin an alle MitstreiterInnen verteilen, die sich von dem beschissenen Wetter nicht abhalten lassen ihre Stimme gegen den herrschenden Wahnsinn zu erheben. Viel nahrhafter als ein Osterei in einer Zeit, in der mich immer wieder fragen muss: Wo bleibt der Amtsarzt? Was hält ihn auf, in Berlin-Mitte tätig zu werden?


Am 13. April 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

.....das klingt doch vertraut, dass "Assad weg muss." Geisterte es doch wochenlang durch den Blätterwald der Republik, als Obamas Forderung, von denen verbreitet, die auch, wenn die USA es wollen, uns erzählen würden, dass im Himmel Jahrmarkt ist, und bei ihrer Behauptung bleiben würden, wenn Trump das will. Was für Freigeister sind hier am Werk.
Ganz schlüssig bin ich nicht;ob ich lachen oder heulen soll, in an betracht der Tatsache, dass ein wankelmütiger Mann, die Geschicke auf unserem Planeten in einer Art und Weise beeinflusst,dass einem schwindelig werden kann. Erst einmal vielen Dank für den Durchblick, der wahrlich wichtig ist, in Zeiten, wo alles zählt, nur kein seriöser, wahrheitssuchender und aufklärender Journalismus, aber genau den braucht eine Gesellschaft, wie das Salz in der Suppe, um nicht zu verblöden, und um die Zusammenhänge besser erkennen zu können. Dafür steht die RATIONALGALERIE, und das ist gut so.
Der Neoliberalismus ist keine Wissenschaft, sondern eine Ideologie; eine Ideologie, die dafür sorgen soll, dass die Entmenschlichung weiter befördert wird.-
"Assad muss weg." Wird eigentlich die wichtigste Frage von diesen Schmarotzern, Papageien und Mitläufern in diesem Zusammenhang gestellt ? "Was geschieht in Syrien, wenn Assad weg ist, und die USA, wie ein kleines Kind, endlich seinen Willen bekommen hat ?. Es wird ein, wie überall, wo sie "Demokratie" bringen wollen werden zerstörtes Land sein, mit verbrannter Erde, mit Menschen, die alles verloren haben, und es wird neue Geflüchtetenströme geben, denn wer will von Halsabschneidern regiert werden ?. Unsäglich viel Leid, Schmerz und Verlust, ist die Folge amerikanischer Politik, weil sie anderen Völkern ihren politischen Willen aufzwingen, egal ob die es wollen, und ihre kriechenden Unterstützer machen mit. Syrien fällt noch mehr auseinander, wenn Assad weg ist, und das wollen die USA. Eine Blutspur zieht sich durch die Welt, und Russland steht ihnen, wie immer im Weg, weil sich die USA wieder mit der Tatsache konfrontiert sieht, dass Russland sich niemals einem anderen Staat gegenüber beugen wird. Russland hat begriffen, dass spätestens nach 1989, sie die bittere Pille schlucken mussten, dass die USA, nicht nur der größte Kriegstreiber aller Zeiten sind, sondern das nichts zählt, was sie zusagen, weder Verträge, noch haben Konsequenzen eine Bedeutung, die die Geschichte lehrt. Trump gefällt die Rolle des starken Mannes, und sicherlich ist es Balsam für sein gekränktes Ego, dass viele ihn nun wieder lieb haben, nur ist das ein Aspekt seiner Persönlichkeit, aber nicht mehr. Wir erleben, dass eine Gleichschaltung der Medien so offensichtlich ist, dass es von den Herrschenden keinen Grund gibt, dieses noch verheimlichen zu wollen, Man könnte die Frage nach den dümmsten Politikern in der EU stellen. Merkel macht den ersten Preis, und darf zu Donald auf den Golfplatz, den Ball holen, wenn er weg ist.
Wir sind kein Rechtsstaat, wir sind ein Meinungsstaat, der beliebig handelt. Das Völkerrecht wird ausgehebelt, und was mich wirklich mehr als nachdenlich stimmt,ist, wie in der Öffentlichkeit mit der Tatsache, dass gerade von Deutschland, die für ihr blindes Beharren, ich erinnere an das geschundene Griechenland, mit welcher Knute der Giftzwerg Schäuble dieses gequälte Volk hat, sehenden Auges in den Abgrund stürzen lassen, mit fiesem, gemeinem und boshaftem Gesichtsausdruck: "Verträge sind dafür, dass sie, egal, wie, eingehalten, werden.
Ja, Frau Merkel, halten sie sich an das Völkerrecht, denn sie und ihresgleichen haben sich strafbar gemacht, müssen verklagt und verurteilt werden. Und die Medienlandschaft läuft im Stechschritt mit, weil es der Wille der USA ist. Vom Hof sollten sie alle gejagt werden, diese Verbrecher und schreibenden Schreiberlinge. Sie hauen das in die Tonne, wofür Frauen und Männer unter Einsatz ihres Lebens gekämpft haben, für die Meinungs- und Pressefreiheit. Eines der höchsten Güter in einer Gesellschaft. Zu feige, zu mutlos, aufzustehen, und eben genau dieses zu verteidigen, macht sie zu Mittätern.
Lasst uns gemeinsam an den Ostermärschen im ganzen Land teilnehmen, und laut protestieren, und ihnen zeigen, dass es ein anderes Deutschland gibt; eines, dass aus der grausamen Geschichte gelernt hat, und weiß, dass ohne Frieden kein menschenwürdiges Leben möglich ist.
Wir haben eine Verpflichtung für immer:
Nie wieder Krieg ! und Nie wieder Faschismus, und raus aus der Nato treibt mich in der Stadt, in der ich lebe, auf die Straße, um am Ostermarsch teilzunehmen.
Zeigen wir ihnen, dass es das friedliche,
dem Leben, dem gesellschaftlichen und menschlichem Fortschritt zugewandte Deutschland gibt, und zeigen wir ihnen die Friedensnase, diesen üblen, leichtfertigen " Gesellen, die uns in einen Krieg stürzen wollen.


Am 13. April 2017 schrieb Andreas Schell:

These: es ist ziemlich sicher, dass Assad nicht der Urheber des jüngsten Giftgasangriffs in Syrien ist. Gründe: 1. die syrische Regierung hat diese Munition 2013 glaubwürdig abgegeben und der Entsorger hat dafür mit viel Brimborium den Friedensnobelpreis erhalten. 2. Assad hat keinerlei Motiv, einen solchen Angriff zu starten. 3. Der "mutmaßliche" Angriff war strategisch völlig sinnlos. Wieso sollte Assad denn auf der von den Russen geteerten Siegerstraße so was total Blödes tun? Assads Truppen kämpfen im Übrigen *gegen* den IS, handeln also im Sinne aller internationalen Lippenbekenntnisse und Koalitionen. Wieso muss der denn weg? Der syrische Diktator käme doch, wenn die Damen und Herren sich mal selber reflektieren, sogar als Verbündeter in Frage? So wie der Erdogan?

Aber weg mit jeglicher Logik: klar muss Assad weg und es geht auch um Gas. Bloß geht es nicht um Giftgas, sondern um das Erdgas aus South Pars. Der Iran hat von Assad den Zuschlag für den Pipelinebau vor Katar bekommen. Beide Staaten können dieses mit Abstand größte Gasfeld der Welt anbohren, aber der mit der Pipeline kann das Gas dann eben auch nach Westeuropa verkaufen. Ein langjähriges Billionengeschäft steht auf dem Spiel, fast genau so groß wie der Ölhandel seit 1945! Deshalb hat Katar den IS mit ausgebildet und bewaffnet, deshalb ist der Iran aus amerikanischer Sicht so furchtbar böse - und davon handelt letztlich der Besuch des als Außenminister getarnten ExxonMobile Chefs Tillerson in Russland. Ich unterstelle, dass es in den tatsächlichen Gesprächen in Moskau nicht die Bohne um Assad geht. Es geht um die Aufteilung von Schürfrechten. Die Beute ist riesig: es geht um die fossile Energieversorgung für mindestens eine Generation nach dem Ende des Ölzeitalters. Unsere Bundesregierung leistet dabei offensichtlich Lobbyarbeit für Ölkonzerne und beteiligt sich daher momentan in strafrechtlich relevanter Weise an der *Vorbereitung eines Angriffskriegs* auf Syrien. Ein bewaffneter Konflikt mit Russland wird dabei billigend in Kauf genommen, was wirklich nichts mit dem Amtseid zu tun hat, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden (oder irre ich mich da, Frau Merkel?). Für Frau v.d. Leyen könnte sich längst ein deutscher Staatsanwalt interessieren - die hat alleine in der vergangenen Woche so viel völker- und strafrechtswidrige, also kriminelle Absichten offiziell angekündigt, dass es im Sinne der Anklage - vorbehaltlich eines Gerichtsurteils - für die Höchststrafe (hier: lebenslänglich) reichen könnte. Gelogen wird allerorten routiniert und gewohnheitsmäßig, dass sich die Balken biegen. Und zwar: FÜR einen Krieg! Nicht GEGEN einen Krieg! Selbst Trump hat, seitdem er unmotiviert bombt und auf der anderen Seite Russlands vor Korea mit Flugzeugträgern auffährt bessere Presse! Diese Politik und das angegliederte, vor Kriegsgeilheit sabbernde Mediengewitter sind echt irre!

Ich frag mich immer: wieso klinken "wir" denn unsere westlichen Werte nicht über irgendwelchen Warlords und Schlächtern in rohstoffärmeren afrikanischen "failed states" aus? Da könnte man doch auch mal auch für Frieden, Demokratie und Menschlichkeit ein Paar 450kg Sprengköpfe der Tomahawks detonieren lassen?

Ja, es geht um Gas. Aber eben um Erdgas. Das ist alles.


Am 13. April 2017 schrieb altes Fachbuch:

nur auf die schnelle:)

@herr schneider
wenn hier eine konsumentendemokratrie herrscht, dann macht doch niemand was falsch??
"Wir verteidigen unseren Lebensstil!"
dann braucht es sicher und mehr kriege, aber keine psychologische vorbereitung mehr!!
und den meisten konsumenten wird das auch klar sein. deshalb weiß doch jeder, dass alles, was den lebensstil bedroht der feind ist!! die medien bestätigen diese meinung doch lediglich, statt dem konsum und lebensstil die konsquenzen oder einen spiegel vorzuhalten;)
scheiß auf die umwelt, ein diesel war noch nie sooo günstig: grün wird nicht mehr gewählt......
etc...


Am 13. April 2017 schrieb Matthias Brendel:

Falls Assad bleibt, würde das ja bedeuten, dass möglicherweise mal kein "failed state" durch die Operationen der Guten entstünde.
Schlimmer noch, es könnte friedlich werden in der Levante, das geht schon mal gar nicht.
Deshalb sind unser aller Mutti und deren blonde designierte Nachfolgerin auch so an der Fortsetzung der Kampfhandlungen interessiert und sie klatschen Beifall für den Einsatz der trumpschen Marschflugkörper, denn nur Krieg bringt schliesslich Geld in die Kassen des militärisch industriellen Konstrukts und das sind die Taktgegeber der westlichen Wertepolitik. Hat doch schon mal prima geklappt unter Reagan mit dem Totrüsten der Gegenseite, warum nicht noch einmal diesen Weg gehen?

Eine zweite wichtige Sache ist mir noch aufgefallen:
Das angebliche Bekennerschreiben der angeblichen Dortmund Attentäter, das so gar nicht typisch ist für islamistische Attentäter, beinhaltet die Forderungen nach der Schliessung von Ramstein und dem Rückzug der Tornados, das passt unserer Wertegemeinschaft doch wieder mal gut in den Kram:
Wer diese Forderungen aufstellt, das muss ein Terrorist sein, ein Islamist, ein ganz perverser Pazifist. Ich finde jetzt müssen bald auch Wohnungen durchsucht werden, in denen Leute wohnen, die genau das fordern, das sind doch alles schlimme Terroristen, Kinderschänder, oder?.
Das wären dann ja unsere Wohnungen, denn genau das fordern wir unter Hinweis auf unser Grundgesetz und da wären wir dann bei der Diktatur, von der hierzulande offenbar die meisten atlantisch ver- und gelinkten Entscheidungsträger träumen:
Die Gleichung ist einfach. Wer gegen Auslandseinsätze oder völkerrechtswidrige Drohnenbombardierungen von Deutschland aus ist, der ist ein Feind unserer Art zu leben.
Hier wird uns mal eben ein neues "Narrativ" untergeschoben, ganz unauffällig.
So geht das Tag für Tag, bis das letzte Fitzelchen Freiheit begraben ist unter einem Mantel der angeblichen politischen Korrektheit, die zum Himmel stinkt.
Fragt man sich bei diesem Anschlag mal, cui bono, dann ist man schnell bei den richtigen Leuten.
Genau wie beim angeblichen Gaseinsatz von Assad, ist es auch bei diesem Anschlag in Dortmund bestimmt nicht die Linke, die davon profitiert, sondern eher die perverse Gemeinschaft der "Guten", deren Kriegeinsätze weiter gefördert werden.
Die eigentliche Botschaft ist:
Alles Gangster ausser Mutti, wählt wieder Mutti, dann wird alles gut, oder zumindest bleibt alles besser!
Diese Parole hat gute Chancen zu wirken, wen soll der gemeine Fussballfan auch sonst wählen?
Staatsterror ist die gefährlichste Art von Terror, das sagte schon der verstorbene Altkanzler Helmut Schmidt, na gut, der hat viel erzählt, wenn der Tag lang war...
Zum Glück ist die Mehrheit der Menschen mittlerweile dabei aufzuwachen, trotz ständigem Lügenbombardement.
Denn immer nur lügen über die gesamte Zeit fällt irgendwann auf.
Die durch völkerrechtswidrige Kriege herbeigeführte weitgehend unregierbare Kriegswüste Nordafrikas und Kleinasiens ist sichtbarer Beleg für die wundervollen Erfolge der Politik der westlichen Wertegemeinschaft.
Wenigstens können unsere regierenden "Friedenspolitiker" jetzt nicht mehr so tun, als gäbe es Ramstein gar nicht.


Am 13. April 2017 schrieb Marc Britz:

Ihr Werk - Herr Gellermann - eine Oase in einer Wüste voll Dummheit. Vielen Dank!

Erst muss der Trump weg - denn der Assad soll bleiben. Dann darf der Trump bleiben - weil der Assad doch weg soll. Böser Trump, lieber Trump, lieber Assad, böser Assad. So geht zeitgemäss-digitale Geopolitik: 0-1, 0-1, An-Aus, An-Aus. Es ist wie wenn Kinder die Funktion von Lichtschaltern entdecken. Nur dass es sich hier tödlicherweise um schwerreiche, schwachsinnige Macker und um das Waffenarsenal der Nato handelt. Und die deutsche Presse liefern die erforderlichen Propaganda-Kunststücke um das ganze blöd-tödlich-rechtswidrige Spektakel als wichtig-gewichtige liberal-westlich-menschenrechtlich Entscheidungskette erscheinen zu lassen. Leider kann man die Slapstick-Qualität dieser letzten Episode transatlantischer Aussenpolitik nur deswegen nicht so geniessen weil sie dummerweise mehr als nur zum totlachen ist. Denn wenn das mit diesen Possen so weitergeht, beginnt das grosse Sterben wohl eher morgen als übermorgen.

Aus diesen Gründen wäre ich gerne mit Ihnen allen beim Ostermarsch! Der Kaiser-Wilhelm-Platz war mal mein Lebensmittelpunkt. Da kommt zur Wut das Heimweh! Jetzt aber sende ich solidarische Grüße aus Athen.


Am 13. April 2017 schrieb Krysztof Daletski:

Danke für den sprachlich brillanten und inhaltlich treffenden Kommentar. Es ist allerdings nicht so, dass die EU-Europäer nur Mitläufer sind. Eine nüchterne Zusammenstellung europäischer Nachbarschaftspolitik bzgl. Syrien findet man in der aktuellen IMI-Studie 2017-3:
http://www.imi-online.de/download/IMI-Studie2017-3-Syrien-Tabelle.pdf

Und in Deutschland hat sich sogar seit 2012 die SWP um die Planung der Kuchenverteilung nach dem anvisierten Sturz Assads gekümmert (Die Zeit, 31/2012).

Auf einen in der Diskussion nie beachteten Aspekt möchte ich noch hinweisen: die Forderung "Assad muss weg", mittlerweile in Kombination mit "Assad muss bestraft werden" ist letztlich eine Aufforderung an Assad gerade *nicht* abzutreten. Weil sie ihm nämlich für diesen Fall ein unerfreuliches Ende ankündigt.


Am 13. April 2017 schrieb Jens Bernert:


Ich möchte an der Stelle auf meine Untersuchung zu dem angeblichen Giftgasangriff der syrischen Regierung verweisen: http://blauerbote.com/2017/04/09/untersuchung-des-chan-schaichun-giftgasangriffs-in-syrien/


Am 13. April 2017 schrieb Petra Fahrenkamp:

Gellermanns scharfe Analyse ist die Beste. Und der "postfaktische Quickie" ist schon der Höhepunkt.


Am 13. April 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

Es gibt ein Memorandum der CIA-Veteranen für den Frieden, das Ray Mc Govern (u.a.)an die DFGVK Köln geschickt hat, sowie an US-Adressen einschl. Donald Trump und auch an Merkel-Regierung und einige Medien.
Daraus geht hervor, dass nicht Assad für den Giftgas-Anschlag verantwortlich ist.
Es war wohl Giftgas der sog. Rebellen, das sich in dem "Rebellen"-Lager befand, welches von Assads Truppen angegriffen wurde und dann explodierte - aber ich habe den englischen Text noch nicht komplett durchgelesen und wieviel insgesamt manipuliert wurde, kann man wohl auch noch nicht sagen.
Nahost-Experte Michael Lüders hat sich in verschiedenen Sendungen in ganz ähnlichem Sinne geäußert.
Bei Anne Will erhielt er deutlichen Gegenwind, war natürlich wieder "Verschwörungstheoretiker" bei den Verblödungspraktikern. Markus Lanz jedoch ging recht offen und interessiert mit ihm um, liegt wohl daran, dass der so spät im Fernsehen läuft und seine Sendung nicht so den zu den "seriösen" politischen Meinungsmachern gehört.
Auch meine Fernsehzeitung hat in manchen Ecken schon hin und wieder Erstaunliches von sich gegeben, dass so gar nicht recht in die mainstream-Linie passte. Vielleicht schaut man den reinen Entertainern nicht ganz so auf die Finger und so lässt gelegentlich einer seine wahre Meinung raus. Natürlich eher selten, schon weil Politik da eigentlich kein Thema ist.
Was Trump angeht, so habe ich irgendwo gelesen, er sei von den Neocons heftig angegangen worden, um seine Meinung über einen Angriff auf Syrien zu ändern. Als dann auch noch seine Lieblingstochter Ivanka in Tränen ausbrach beim Anblick der qualvoll beim Gasangriff gestorbenen Kinder, schwand sein zuvor realer Widerstand dahin. Vielleicht, wohl ziemlich sicher, wird ja Ivanka von den Neocons bearbeitet.

Antwort von U. Gellermann:

Trump ist ein guter alter Freund und Geschäftspartner der mörderischen Saudis. Niemand muss den Oligarchen „angehen“ um US-Imperialismus durchzusetzen.


Am 13. April 2017 schrieb Heinz Schneider:

"The West's War against the World" (Yash Tandon) nimmt Fahrt auf.

Die psychologische Kriegsvorbereitung funktioniert mit beängstigender Perfektion auf Basis eines einzigen Satzes: "Wir verteidigen unseren Lebensstil !"

Die Konsumentendemokratie? Wehrlos.

Dran bleiben...

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