Angela die Erste

Schläfst Du schon oder wählst Du noch?

Autor: U. Gellermann
Datum: 23. September 2013

Es begann bereits wenige Stunden nach der Wahl: SMS um SMS flogen von einem Handy zum anderen. Angela Merkel konnte mit mehr als 40 Prozent der Stimmen zum dritten Mal hintereinander Kanzler für Deutschland werden. Steinbrück-SMS an Trittin: "In dieser schweren Stunde können wir Angela nicht alleine lasse!" Trittin an Steinbrück: "Sehe ich genau so. Noch mal vier Jahre Opposition spielen, das schaff ich nicht. Und wann wollen wir es bekannt geben?" Steinbrück: "In einer Sondersitzung des neuen Bundestages, ich sage es gleich Angela." Steinbrück an Merkel: "Angela, Du sollst König von Deutschland werden." Merkel an Steinbrück: "Richtig, ich bin alternativlos!"

Zu Beginn der Sondersitzung des Bundestages erheben sich die Abgeordneten von den Plätzen - nur die Abgeordneten der LINKEN bleiben sitzen - und stimmen das alte preußische Volkslied an: "Heil dir im Siegerkranz, Herrscher des Vaterlands! Heil, Angela!" Es spricht Norbert Lammert der Bundestagspräsident: "Liebe Abgeordnete, meine Damen und Herren, liebe Sitzenbleiber von der LINKEN, ich habe zur heutigen Sitzung auch die Mitglieder des Bundesrates eingeladen, denn nur mit ihnen gemeinsam können wir das Grundgesetz ändern. Wir wollen und werden die bisherige Republik in das Königreich Deutschland transformieren!" (tosender Beifall, Bravo-Rufe, stehende Ovationen). Lammert: "Ich stelle fest, dass die bisherige deutsche Kanzlerin per Akklamation zur Königin von Deutschland gewählt ist. Frau Königin, nehmt Ihr die Wahl an?" - Angela Merkel: "Selbstverständlich!"

Aus der Thron-Rede von Angela der Ersten:

"Liebe Untertanen,

Vernunft setzt sich durch. Was soll auch die Wählerei alle vier Jahre, wenn doch immer das selbe herauskommt? Das deutsche Volk in seiner Weisheit hat sich wieder für mich entschieden und WIR sind sicher, WIR sollten ihm künftig Wahlvorgänge aller Art ersparen. Noch in der Wahlnacht haben UNS deshalb Peer und Jürgen die GGK, die Ganz-Große-Koalition angeboten. Nach dieser Sonder-Sitzung wollen sich deren Parteien auflösen und, wie Peer anmerkte, damit auch den lästigen Anschein jeder Opposition beenden. Damit nun nicht alle Mitglieder der GGK einfach in einen langen Urlaub fahren, wird aus den Reihen der GGK ein Hofschranzenrat gebildet, zu dessen Vorsitzenden WIR UNSEREN alten Freund Horst Seehofer ernennen. Horst darf auch ruhig die Straße Unter den Linden zur Maut-Allee machen, so dass WIR aus der Touristen-Maut beträchtliche Einnahmen erzielen werden.

Dieses Geld wird dann umgehend von UNSERER Finanzschranze Trittin ausgegeben: Für alles was WIR wollen und so viel wie WIR wollen. Denn die bisherige Bundesbank wird als neue königliche Zentral-Bank - zum Trost für die arme FDP mit Rainer Brüderle als Chef - die Notenpresse in Gang setzen. Das, liebe Untertanen, wird UNS dann beträchtliche Steuersenkungen ermöglichen. Erst senken wir schon mal den Spitzensteuersatz auf 30 Prozent. Leistung soll sich wieder lohnen! Dann werden wir UNSERE Milliardäre höflich bitten, Kunst und Kultur privatim zu fördern: Wer sagt denn, dass ein Pergamon-Museum nicht Daimler-Sammlung heißen darf? Warum sollte das bisherige Gorki-Theater nicht in Friede-Springer-Ensemble umbenannt werden? Und wer wollte UNSEREM königlichen Willen Einhalt gebieten, wenn WIR die Humboldt-Universität zur Aldi-Süd-Uni umformen werden? Sicher ist eins: Dort würden dann auch die Öffnungszeiten verlängert, die Studiengänge weiter verkürzt und den Studenten mal ordentlich Beine gemacht werden. Schließlich ist Karl Albrecht, der Inhaber von Aldi Süd, nur durch unerbittliche Rationalisierungen zum reichsten Mann Deutschlands geworden.

UNSERER Schranze Steinbrück vertrauen WIR das Informationsministerium an. Schon in seiner Zeit als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident hat Peer im Interesse der Bertelsmann-Stiftung erfolgreich das Stiftungsrecht geändert. Deshalb sollte er gemeinsam mit UNSERER Freundin Liz Mohn an der Umwandlung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in eine private Stiftung arbeiten. Da sich die RTL-Group bereits im Besitz von Bertelsmann befindet, ist auf Dauer mit einer Zusammenlegung von ARD, ZDF und RTL zu rechnen. Große Programmänderungen sind nicht zu befürchten. Weil RTL auch in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Spanien, Ungarn, Kroatien und Russland seine Programme ausstrahlt, werden UNSERE Sonntagsreden künftig ganz Europa unmittelbar erreichen.

Für die Rentenpolitik werden WIR Walter Riester reaktivieren. Die Versicherungswirtschaft wird es UNS danken. Sicher wird ihn die "Union Asset Management Holding", bei der er im Aufsichtsrat ist, vermissen. Aber Walter weiß, wie man die Rente mit 67 populär macht, auf ihn wollen WIR nicht verzichten. Aus Rationalisierungsgründen werden WIR das Aussen- und das Kriegsministerium zusammenlegen. Für die bewährte Schranze Thomas de Maizière ist ohnehin der Auslandseinsatz die beste Form der Außenpolitik, dazu gehört selbstverständlich auch der vermehrte Rüstungsexport: Deutsche Waffen werden auf Dauer überall Frieden schaffen.

UNSEREN lieben Freund Gerhard Schröder ernennen WIR umgehend zum Energieminister. Hat er nicht mit großer Energie, durch deutsche Militäreinsätze und mit der Agenda 2010, meine Kanzlerschaft vorbereitet? Hat er. Seine Erfahrungen bei Gazprom weisen ihn als kompetenten Einheizer aus. Das bisschen Umwelt, das nach der Übernahme des Energieministeriums durch Schöder übrig bleibt, kann dann die Katrin Göring-Eckardt übernehmen. Sie war wie WIR in der DDR-Oppositionsgruppe "Demokratischer Aufbruch" und hat dort fast drei Monate äußersten Widerstand gegen das DDR-Regime geleistet und damit glatt einen Monat Widerstand länger als WIR.

Aus den Reihen der LINKSPARTEI wissen WIR nur einen Mann, der in meinem Schranzenrat einen Platz erhalten wird: Dietmar Bartsch. Er warnte kurz vor der Wahl in der "Mitteldeutschen Zeitung" vor einem Scheitern der LINKEN bei der hessischen Landtagswahl: "Hessen hat eine herausragende Bedeutung für die Gesamtpartei. Wenn wir in Hessen nicht in den Landtag kommen, dann müssen wir, was die alten Bundesländer betrifft, einige Fragen noch einmal grundsätzlich stellen und diskutieren." Diese Drohung hätte gut den Einzug der LINKEN verhindern können. Das gelang UNSEREM Dietmar zwar nicht, aber der gute Wille zählt.

Für einen Bundespräsidenten gibt es in einem Königreich natürlich keinen Platz. Deshalb haben WIR schon mit dem Vatikan Fühlung aufgenommen. Und tatsächlich wollen die UNS den Gauck abnehmen. Er stünde ohnehin im Ruche der Unfehlbarkeit, meinte der Unterhändler und seine salbungsvolle und wolkige Sprache könne die Weihrauchkosten erheblich senken. UNSEREM lieben Joachim haben WIR den Auftrag gegeben, die Papst-Satzung dahingehend zu ändern, dass auch Frauen Papst werden können. Wer weiß, wie lange WIR nur noch Königin bleiben wollen?

Liebe Untertanen,

Sie gehen einer neuen Zeit entgegen. Und wenn sie sich anfühlt wie die alte, dann verdanken WIR das Ihnen und dem was Sie sich zusammengewählt haben. Von der Qual der Wahl werden Sie künftig erlöst sein. Sie können sich also getrost wieder hinlegen. Gute Nacht allerseits!


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 03. Oktober 2013 schrieb Michael Schneider:

Der Ausdruck "Groko" (Große Koalition) erinnert mich an den "Gröfaz" (Größter Feldherr aller Zeiten, wie man Adolf seinerzeit titulierte). Und wenn es zur "Groko" kommt, hat Angela die Erste beste Aussichten, zur "LäKaz", zur "Längsten Kanzlerin aller Zeiten" zu werden, denn danach wird die SPD wieder genauso gelackmeiert mit etwas über 20 Prozent dastehen wie nach der letzten Groko. Und Angela auch noch die vierte Amtszeit sichern!
Eigentlich sollten sich alle drei Oppositionsparteien einer Koalititon mit Angela verweigern. Dann müsste sie eine Minderheitsregierung bilden und wäre, bei allen wichtigen Abstimmungen, abhängig von den STimmen der Opposition. Und die bräuchte sich dann wenigstens nicht zu kompromittieren- und würde um 2017 gestärkt dastehen. Und dann wäre eine Rot-Rot-Grüne Regierungskoalition vielleicht möglich. Aber ich fürchte, die derzeitige SPD- Führung wird sich, weil sie ja unbedingt "staatstragend" sein will, sich der Umarmung der Spinne Angla nicht verweigern. Es ist doch auch eine Lust, ausgesaugt zu werden, wenn man dabei immer noch voller Stolz sagen kann: Wir haben uns der Verantwortung für Deutschland nicht entzogen! Vielleicht wäre es ehrlicher, gleich die "Neue Christ/Sozialdemokratische Einheitspartei" auszurufen!


Am 02. Oktober 2013 schrieb Klaus-Jürgen Bruder:

„Mutti wird die Kanzlerin oft genannt.“ Behauptet die Zeit

Statt zu fragen: „Von wem?“,
fragt die kluge Analytikerin:

Warum?

Und die umwerfende Antwort folgt auf den Fuß:

Der Begriff bediene das Sicherheitsbedürfnis der Deutschen,
sagt die Psychoanalytikerin Thea Bauriedl im Interview.
Quelle: ZEIT


Am 25. September 2013 schrieb Gregor Picard:

Was ist der Unterschied zwischen einem Smart und der FDP?

Der Smart hat zwei Sitze!


Am 24. September 2013 schrieb Ellen Woody:

... und ab sofort zelebrieren wir täglich den EvANGELAschen Kirchentag.
Herr Westerwelle freut sich über den späten Erfolg des Projekt 18 (Coming out of the 18. Bundestag).
Nach 64 Jahren geht die FDP in den Vorruhestand und übergibt sich bis zum offiziellen Renteneintritt an die Ahnen für Deutschland (AfD). Mit diesen teutschen Teebeuteln wird uns die heilige Angela dann zukünftig unser Schlafgebräu servieren. Die Rechnung wird nicht in DM sondern in AM gezahlt.


Am 24. September 2013 schrieb Jörg Köhler:

Guten Tag Herr Gellermann,

der Kommentar "Angela die Erste" einfach nur gut, alles noch einmal drin
und sehr schönes Bild "gemalt".
Hier meine persönliche Anmerkung:

Stimmenanteil der Parteien

Aufgrund der Wahlbeteiligung(71,5%) ergibt sich dieser tatsächliche prozentuale Stimmenanteil:

CDU 29,7%
SPD 18,4%
LINKE 6,2%
GRÜNE 6,0%

Würde man diese Zahlen zugrunde legen, dürfte auch nur dies die Basis für die Sitzverteilung sein, die dann wie folgt aussehe (in Klammern die tatsächlichen Zahlen):

CDU 187 Sitze(311)
SPD 116 Sitze(192)
LINKE 39 Sitze(64)
GRÜNE 38 Sitze(62)

Folgerichtig müsste auch die Wahlkampfkostenrückerstattung erfolgen.
Die Wahlbeteilung ist der Gradmesser für alle Berechnungen. Aus die Maus!


Am 24. September 2013 schrieb Markus Liebrecht:

Ich gehöre mit meinem Votum zu den klaren Wahlverlierern. Gegenüber der Mehrzahl der Leserbrief-Schreiber (inclusive dem Autoren) masse ich es mir aber nicht an, alle Wähler- die offensichtlich nicht das wählten, was hier opportun ist - mit ihrer Ansicht als Deppen hinzustellen. Nicht jeder dieser Wähler hat sich einlullen lassen, wählt das was sein Papi immer wählte oder hat sowieso keine Ahnung. Es gibt auch Wähler, denen die Ideen vom linken und linksliberalen Spektrum einfach suspekt sind oder schlicht auf den Zeiger gehen. Auch wenn´s hier nicht jedem passt: Deutschland besteht auch aus konservativen Bürgern. Und damit scheinen die hier vertretenen ein größeres Problem zu haben als andersherum.


Am 24. September 2013 schrieb Rudolf Steinmetz:

http://www.politaia.org/wichtiges/wahlbetrug-bundestagswahl-2013/

Wahlbetrug ist es so oder so. Denn wie Ken Jebsen richtig sagte, wer seine Stimme hergibt, bekommt sie nicht mehr wieder: http://kenfm.de DENN DIE ATLANTIK-BRÜCKE als Adenauer-Schnittstelle zum Hegemon und zu den Bilderbergern hat sicherlich alles im Voraus gut geplant: oder etwa nicht? Das Risiko, dass die narkotisierten Deutschen aufwachen könnten, kann niemals nie hingenommen werden.

Ergo dürfen wir gespannt sein auf jenes kleine Monsterlein, was da hervorkommt, wenn Sigmar Gabriel mit Mutti ins Bett steigt. Nachdem Obama II. im Vatikan den Stuhl Petri geentert hat (siehe B´nai B´rith "Gedenkliturgie" in Kathedrale von Buenos Aires mit Kardinal Bergoglio: http://www.katholisches.info/2013/03/22/bnai-brith-gedenkliturgie-in-kathedrale-von-buenos-aires-mit-kardinal-bergoglio) gibt es vielleicht demnächst ein deutsches Obama`lein? Wer weiss, alle guten Dinge sind drei. Es sei, denn: Ceterum censeo Carthaginem esse delendam: die Atlantikbrücke durchsägen, per Volksentscheid die Preussische Verfassung wieder in Kraft setzen und in einem friedlichen Europa der Vaterländer einen Friedensvertrag mit Putin schliessen – unsere Zukunft ist die Kooperation mit Eurasien! Übrigens, auch FDP-Retter Lindner ist Brücken-Gast, siehe: http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/09/24/christian-lindner-der-neue-fdp-hauptmann-der-reserve-atlantikbruckene-v-mitglied-teilnehmer-der-bilderbergerkonferenz-2013/

Siehe auch Jürgen Elsässer:
Kaiserin Angela I. demütigt ihre Gegner
https://www.compact-magazin.com/kaiserin-angela-i-demuetigt-gegner/

Und das Neueste:
Antisemitismus-Vorwurf gegen Putin (->Kommentar)
http://www.politaia.org/wichtiges/antisemitismus-vorwurf-gegen-putin/


Am 23. September 2013 schrieb Wolfgang Blaschka:

Was hat uns die Wahl von Franziskus gelehrt? Der Erste in einer Namensreihe wird nur mit Namen genannt, nicht mit einer Ordnungszahl. Es hätte also schlicht und einfach heißen müssen: ANGELA, wenn Dir sonst schon nichts eingefallen ist als Überschrift. Was ja auch gut ist. Es hätte vollauf gereicht. Einfach nur \"Angela\" In tiefster Verneigung und Ehrerbietung. Soviel Etikette sollte schon sein. Aber nachdem Du ansonsten brav hofberichterstattet hast, sei der Vauxpas generös verziehen. Ich erwarte dringend noch die Rede \"An die restlichen Völker Europas\", falls von denen noch was übrig geblieben sein wird nach den ersten 100 Regentschaftstagen. Dass Dietmar Bartsch an den Hof berufen werden soll, könnte DIE LINKE entlasten; dann kann er dort keinen Schaden mehr anrichten. Bedenklich finde ich, dass kein freier Stuhl für die abhanden gekommenen Hofnarren vorgesehen ist. Könnte da noch etwas nachjustiert werden zur Erheiterung des Publikums? Vielleicht mit Guido als Draußenminister?!

Antwort von U. Gellermann:

Erneut versuchen Sie mich zu verbessern. Das geht nicht. Ich bin unverbesserlich.


Am 23. September 2013 schrieb Susanna Böhme-Kuby:

Grande complimento für alle texte, insbes. für diesen!


Am 23. September 2013 schrieb Hans Canjè:

Nachdem ich heute (23.9.2013) die Diskussion und die Anrufe in "Kontrovers" auf dem Deutschlandfunk gehört habe, bestehe ich auf einer schnellen Nachzählung der Stimmen für die CDU. Hier muss es sich, den Anrufen zufolge, um einen riesigen Wahlbetrug handeln, waren doch fast alle "entsetzt" über das Ergebnis und die Gefahr, dass Frau Merkel auch in Zukunft, und wie der Thronrede zu entnehmen ist, bis zum Einzug ins Jenseits alternativlos die Geschicke Europas lenken. Wer hat die Dame denn überhaupt gewählt?

Antwort von U. Gellermann:

Auch darin ist die Dame ihrem Ziehvater Kohl ähnlich: Wann immer ich früher nach Kohl-Wahlen versuchte einen seiner Wähler zu finden war die Suche ergebnislos.


Am 23. September 2013 schrieb Ulrich Fiege:



Klaus-Jürgen Bruder schrieb:

"Was soll die Wählerei alle vier Jahre, wenn doch immer das selbe herauskommt?"

Gabriele Summen schrieb: aber was mich wirklich ärgert: Wie wenig die Linken in der aktuellen Berichterstattung der reichweitenstarken Medien berücksichtigt werden. Als wären sie eine totzuschweigende Spinner-Spaßpartei. Dabei sind sie, wie Gysi treffend formulierte drittstärkste Kraft in Deutschland.

Der Bundesbürger braucht immer ein wenig länger um eine Wahl zu treffen, trotz des Totschweigen der Partei ?die Linke?, eine gute PR würde das für die Linke nutzen können, ist sie dritt stärkste Kraft und im Osten der Republik Zweitstärkste und die nächsten Wahlen kommen bestimmt. Entscheidend ist jetzt der evtl. Wortbruch falls die Grünen oder die SPD mit der CDU und Umgekehrt koalieren, das würde sich der dann qualifizierte Wähler merken können denn was wir jetzt bekommen ist der qualifizierten Facharbeiter Zuzug aus Süd und Ost Europa um das Lohngefüge noch einmal nach unten zu drücken und ein Angriffskrieg gegen Syrien, die Patriot Raketen der Deutschen stehen schon vor Ort . Profitieren wird die Linke, egal wie, das war jetzt kaum spekulativ von mir.


Am 23. September 2013 schrieb Klaus-Detlef Haas:

Wie immer großartig! Glückwunsch!

Leider ist es oft so, daß man nur dann schreibt, wenn man doch noch `was (kritisches) anzumerken hat.

Es muß am Ende heißen: "Ihr geht ... verdanken WIR das Euch und dem was Ihr Euch zusammengewählt habt".

Die Regel lautet (da bin ich neidisch, das hätte ich gern selbst erfunden; stammt aber wohl aus der K.-u.-K.-Zeit, und der Kaiser sagt zum Untertanen): "Mir san per Du, oba I bin zwoa"

Antwort von U. Gellermann:

Das ist im Prinzip richtig. Aber wie könnte ich die Rede einer Königin korrigieren?


Am 23. September 2013 schrieb Markus Bunse:

Den Guido sind wir jetzt aber los! Und Angela ist auf dem Zenit ihrer Macht angekommen - von dort geht es aber bekanntlich nicht mehr höher, sondern nur noch wieder "bergab".

Ob und wie schnell "Angela die Erste" entzaubert wird, hängt nun von der SPD ab. "Wortbrüchig" wird sie auf jedem Fall: Wenn sie mit der CDU koaliert, bricht sie (zum wiederholten Male) ihr eigenes Wahlversprechen auf einen Politikwechel; wenn sie doch mit den Linken spricht, begeht sie auch "Wortbruch", aber einen, der den Menschen nutzen kann.


Am 23. September 2013 schrieb Gabriele Summen:

....vielleicht sehr naiv, aber was mich wirklich ärgert: Wie wenig die Linken in der aktuellen Berichterstattung der reichweitenstarken Medien berücksichtigt werden. Als wären sie eine totzuschweigende Spinner-Spaßpartei. Dabei sind sie, wie Gysi treffend formulierte drittstärkste Kraft in Deutschland. Als ich neulich den "Spiegel" für Kinder durchblätterte, stand da einfach für Kinder erklärt das jeweilige Programm der Parteien. Bein den Linken stand da nur so in etwa lapidar:

Die Linken können viel versprechen und tun das auch, weil sie sowieso nie Regierungsverantwortung übernehmen werden...


Am 23. September 2013 schrieb Klaus-Jürgen Bruder:

Wählst Du noch oder bereitest Du wichtigeres vor?

Wir müssen sagen bevor es die anderen machen:

„Was soll die Wählerei alle vier Jahre, wenn doch immer das selbe herauskommt?“


Am 23. September 2013 schrieb Hans Dampf:

Das WIR hat entschieden.


Am 23. September 2013 schrieb Werner Wahl:

Sie hätten richtigerweise den Artikel mit "Amen" beenden müssen!!!!!!
Es ist schon so, wie es H.H. einmal charakterisierte, die "aufgeblasene Nichtigkeit" ist unser aller Werk. Ansonsten wüßnsche ich Ihnen weitere vier arbeitsreiche Jahre.

Antwort von U. Gellermann:

"Amen" wäre auch nicht schlecht. Aber mit dem "Gute Nacht" wollte ich auf eine gewisse Umnachtung des deutschen Wählers hinweisen.


Am 23. September 2013 schrieb Herbert Gründler:

Ihre dumme Hetze gegen Dietmar Bartsch können Sie sich sparen. Schließlich hat Herr Bartsch nur das gesagt, was zu befürchten war und ist: Die LINKE im Westen taugt nichts.


Am 23. September 2013 schrieb Maria Schneider:

Dass Sie nach diesem traurigen Wahlergebnis noch so viel Humor aufbringen können . . .

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