AfD kann Amerikanisch

Trump rüstet auf, wir rüsten mit

Autor: U. Gellermann
Datum: 02. März 2017

„God bless America and Germany“. Diese frommen Segenswünsche hatten Frauke Petry und Jörg Meuthen dem neuen US-Präsidenten zur Amtsübernahme gesendet. Denn Trump, das hatte die Männerversteherin Petry schon früh erkannt, sei nun mal eine "erfrischend andere Erscheinung" und stehe – ebenso wie die AfD – für einen "neuen Stil“. Ob Gott die Sache von Trump und der AfD nun in die Hand nimmt weiß man nicht. Sicher ist, dass der Sicherheitsexperte und AfD-Vorstand Georg Pazderski dem Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Ischinger schon mal zugerufen hat: „Nehmen Sie die amerikanischen Forderungen ernst!“ Gemeint war „Trumps Forderung nach mehr Eigenleistung der Europäer innerhalb der NATO. Dieser Forderung sollten wir Deutschen und auch die europäischen NATO-Partner nachkommen, denn es ist klug und in unserem ureigenen Interesse, wenn wir durch die deutliche Stärkung des europäischen Pfeilers innerhalb der NATO mehr Verantwortung für die Sicherheit Europas und seiner Peripherie übernehmen.“

Hatte der Mann mit dem „neuen Stil“ die AfD gehört? Ergebenheitsadressen nimmt er gern entgegen. Schon Frau von der Leyens "Wir Europäer, wir Deutsche, wir müssen mehr tun für die eigene Sicherheit, wir müssen da mehr investieren", wird der Mann mit dem Haar mit einem „good girl“ quittiert haben. Denn nur so macht man Germany great again, wenn die vorgetäuschte Opposition (AfD) der Regierung in ihren Rüstungsanstrengungen beisteht. Für den amerikanischen Pfeiler sorgt der neue US-Präsident schon selbst. Hatte der doch gefordert: „Wir müssen wieder Kriege gewinnen“. Und im Vorfeld seiner Rede an die Nation eine "historische Steigerung" des Militärbudget angekündigt. Zwar haben die USA bereits das größte Kriegs-Budget der Welt, aber es soll noch um 54 Milliarden Dollar wachsen.

Doch es geht noch greater: Machte sich doch der Freund der AfD und der Kriegsministerin große Sorgen darüber, dass Amerika in seinen nuklearen Kapazitäten hinter die Russen zurückgefallen sei: "Aber solange Staaten Atomwaffen haben, werden wir im Rudel ganz oben stehen." Macht Euch keine Gedanken, Frauleins, ob Petry oder von der Leyen, Euer Leitwolf Donald wird sich darum kümmern, dass das US-Atomwaffenarsenal das "beste von allen" ist. Nach all den vielen Wochen des Trump-Bashings hätten jetzt die vereinigten deutschen Leitmedien aber ein harsches „postfaktisch!“ in den öffentlichen Raum rufen müssen, denn die USA haben natürlich mit 1.900 einsatzbereiten Atomsprengköpfen rund 300 mehr als die konkurrierenden Russen. Aber eine andächtige Stille hatte die deutschen Redaktionen ob dieser Fälschung befallen: Es ist doch einfach great, wenn der atomare Overkill noch greater werden wird. God bless you, Wahnsinn, wo auch immer Du gerade weilst, im Pentagon, den deutsche Redaktionen oder der Parteizentrale der AfD. Hauptsache „Trump gibt Bekenntnis zur NATO ab“ wie uns der „Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) freudig erregt nach der Rede des Präsidenten mitteilt. Da kann Martin Ganslmeier, unser ARD-Mann in Washington, der Trump-Rede nur noch die Note „staatsmännisch“ verleihen.

Lange hatte es gedauert, dass die deutschen Medien die Worte des 1000-jährigen AfD-Propheten Bernd Höcke missachtet hatten: “Die Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten ist eine gute Wahl. Eine gute Wahl für alle Patrioten in Deutschland, in Europa und natürlich auch in den USA. Die Wahl von Donald Trump macht Hoffnung!” Aber langsam begreifen es sogar die öffentlich-rechtlichen Meinungs-Maschinen: Zurückrudern soll gut für die Muskeln sein. Doch niemand hat den Zug der Zeit schöner in den Bahnhof der Geschichte einfahren lassen als Hans Mohrmann, der Oberbürgermeisterkandidat der AfD in Darmstadt. Der hat den Slogan des neuen US-Präsidenten für sich adaptiert und wirbt mit: „Make Darmstadt great again.“ Again, sagt das Englisch-Lexikon, bedeutet „wieder“ in jenem Sinn, dass in diesem Fall vorher was Größeres da gewesen sein sollte. Ob Mohrmann die herrlichen Zeiten nach der Reichstagswahl am 5. März 1933 meint, bei der 50 % der Darmstädter für die NSDAP stimmten? Damals jedenfalls haben die Deutschen jede Menge „Eigenleistung“ auf dem Feld der Rüstung erbracht. Das hatte in Darmstadt dann zu einer 99-prozentigen Zerstörung der Innenstadt durch Luftangriffe geführt. So richtig great sollen die Überlebenden das nicht gefunden haben.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ziemlich pünktlich zum Besuch der Kanzlerin hat die RATIONALGALERIE in der Rubrik „Gelesen“ unter der Überschrift ÄGYPTEN 2016 eine Analyse der Lage in Ägypten veröffentlicht. Im Vorfeld der Reise hat Frau Merkel ihr Gastland als ein „stabilisierendes Element“ genannt. Wer den Artikel von Mamdouh Habashi, Mitglied des Polit-Büro der Sozialistischen Volksallianz SPA in Ägypten, gelesen hat, der weiß: Merkel hat eine Neigung zu Diktaturen, ob in der Türkei oder in Ägypten.

http://www.rationalgalerie.de/kritik/aegypten-2016.html


Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 05. März 2017 schrieb Rüdiger Rauls:

Nirgendwo in meinem Text setze ich die US-Oligarchie (was immer das auch sein mag) mit einem Gesangverein gleich. Texte sind dazu da, etwas aus ihnen herauszulesen, nicht dazu, etwas in sie hinein zu lesen, was vielleicht den Projektionen des Betrachters entspricht, nicht aber der
Aussage des Verfassers.
Das ständige Beschwören einer diffusen Kriegsgefahr hilft nicht, ihn zu verhindern. Viel wichtiger ist die genaue Analyse der Vorgänge, um die Kriegsgefahr realistisch einschätzen zu können. Das hat nichts mit Verharmlosung zu tun. Die Frage ist doch: Was ist der Hintergrund der amerikanischen Rüstungsdrohungen und -absichten. Was kommt darin zum Ausdruck? Es ist ein unausgegorener Reflex, darin immer gleich das Wirken blutrünstiger Rüstungskonzerne im Hintergrund zu beschwören. Klar, die US-Rüstungs-Industrie will Geschäfte machen, ebenso wie die deutsche auch. Aber das heißt ja nicht gleich, dass sie Krieg wollen und schon gar nicht im eigenen Land oder gar einen Weltkrieg. Denn auch die Konzerne wissen, dass ein Krieg mit Russland oder China nicht beschränkt bleibt und dass es keine Garantie gibt, dass nur russisches und chinesisches Gebiet verwüstet und nur deren Industrien und Kapital vernichtet wird. Ein Krieg kann auch für die USA verloren gehen. Das haben Vietnam und spätere Abenteuer gezeigt, aus denen man sich mit blutiger Nase zurückziehen musste. Konzerne denken rationaler als so mancher Kriegstreiber, aber auch mancher von denen, die überall Kriegsgefahr sehen und an die Wand malen. Denn auch mit der Drohung lassen sich Geschäfte machen. Und die Konzerne haben während des Kalten Krieges bestens verdient, ohne dass es zum Weltkrieg gekommen wäre. Warum also sollten sie ohne Not mehr riskieren? Schließlich gibt es Kriegsgebiete genug, in die man liefern kann.
Trump, von der Leyen und Ihresgleichen spielen in erster Linie das alte Spiel des Kalten Krieges: Wir drohen Euch, damit Ihr Euch zu Tode rüstet. Sie sind eigentlich recht einfallslos und setzen darauf, dass weiterhin funktioniert, was sich schon früher bewährt hat. Sie verlassen sich auf ihre Wirtschafts- und Finanzmacht. Nur, die Welt hat sich seit dem Untergang des Sozialismus mehrmals gedreht. Russland und China sind nicht mehr die rückständigen Staaten, die sie noch im letzten Jahrtausend waren. Beide sind mittlerweile die größten Gläubiger der USA. Und ohne chinesische Investitionen läuft in vielen Ländern der westlichen Welt kaum noch etwas. Wenn China und Russland ihre amerikanischen Staatsanleihen verkaufen, steigen die Zinsen in den USA ins Unermessliche mit unvorhersehbaren Folgen für die Stabilität der kapitalistischen Führungsmacht.
Bisher reagieren Russland und auch China gelassen auf die Rüstungsvorhaben der USA. Auch sie verharmlosen nicht, verfallen aber nicht in kopflose Angst. Sie bereiten sich vor. Die Russen haben schon angekündigt, dass sie den Rüstungswettlauf in amerikanischer Manier und im Geist des Kalten Krieges nicht mitmachen werden. Sie setzen auf Raketenabwehr statt neuer Raketen (siehe FAZ in einer der letzten Ausgaben). Die Chinesen gehen ähnliche Wege. Sie entwickeln lt. FAZ und Luxemburger Wort vom 4.3. zwar auch neue Raketen eigener Herstellung, bauen aber auch ihren Vorsprung in der Hochtechnologie (was immer das auch sein mag) konsequent aus. Hier scheinen sie nach den Quellen schon Überlegenheit gegenüber dem Westen errungen zu haben. Zudem setzen sie auf den Ausbau ihrer Marine, um den Amis im chinesischen Meer Paroli bieten zu können. Ihnen geht es in erster Linie um die Absicherung des Aufmarschgebietes vor dem eigenen Territorium. Das ist für Russland mittlerweile schwieriger geworden, weil viele Warschauer-Pakt-Staaten Teil der Nato geworden sind.
Trotzdem scheinen die Schwächen eher auf der Seite der NATO und den sie tragenden kapitalistischen Staaten zu liegen. Die Wirtschaft läuft nicht mehr so rund, wie es vor der Krise von 2008/9 noch der Fall gewesen war. Viele dieser Staaten haben die Leistungsfähigkeit der Vorkrisenzeit noch nicht wieder erreicht. Auch die Spannungen innerhalb der Nato nehmen zu besonders mit dem Partner Türkei.
Das ist zwar alles kein Grund, die Gefahren zu verharmlosen. Es hilft aber auch nicht, in Panik zu verfallen. Was hilft, ist die sachliche Analyse, das Gewinnen von Erkenntnis und die Organisierung der Kriegsgegner.

Antwort von U. Gellermann:

Trump gehört zu einer Fraktion der kleinen, besitzenden Gruppe, die in den USA die Herrschaft ausübt (Oligarchie). Wer nicht erkennt, dass deren Rüstungs-Vorhaben politisch sind, der verharmlost diese Gruppe (Gesangsverein). das lässt sich aus Ihrer Zuschrift gut rauslesen. Wer dann den Verweis auf den Rüstungskomplex der USA (ohne jedes Argument) als „unausgegoren“ bezeichnet, an dem sind offenkundig die vielen Kriege der USA vorbeigegangen. -
Das neue Thema ist in Arbeit, die Diskussion zu diesem Artikel ist beendet.


Am 04. März 2017 schrieb Otto Bismark:

Zu Rüdiger Rauls: Nun, es ist doch mittlerweile allgemein bekannt, daß weder der deutsche noch der österreichische Kaiser wild entschlossen in den Ersten Krieg gegangen sind, man beachte nur beispielsweise zögerlich abgegebene Kriegserklärung Österreichs gegenüber Serbien, erst vier Wochen nach dem Attentat von Sarajevo, die wohl letztlich auf Druck deutscher Militärkreise, Stichwort "Reichsleitung" (Fritz Fischer) zustande kam. War es nicht vielmehr so, daß die Militärs damals auf den Kriegsbeginn drängten? Hinter denen dann womöglich bzw. höchstwahrscheinlich wiederum die standen, die an dem Schlamassel verdient haben? Natürlich gibt es besonders aus diesem Blickwinkel eine direkte Vergleichbarkeit mit der heutigen Situation und das ist das eigentlich Schlimme, wir lernen nicht!

Antwort von U. Gellermann:

Wir entfernen uns weit vom Thema des Artikels. Dieser Strang der Debatte wird nicht fortgesetzt.


Am 04. März 2017 schrieb Rüdiger Rauls:

Es tut mir leid, aber eine politische Aussage kann ich in dem Artikel nicht so recht erkennen. Andeutungen bezüglich eventueller Aufrüstungsbestrebungen in den USA, Dtld und der Nato. Nun ja, die können nicht anders, wollen sie die Risse im westlichen Bündnis einigermaßen unter Kontrolle behalten. Die Russen scheinen das sehr gelassen zu nehmen und sich mit der bei ihnen bekannten Besonnenheit vorzubereiten, Gott sei Dank. Nicht auszumalen, wie die Welt aussähe, wären auch dort ähnlich denkende Leute am Werk und an der Macht wie im Westen. Aber natürlich ist nicht auszuschließen, dass das westliche Tschingarassabum nicht auch irgendwann in eine ähnliche Situation führen kann wie 1914. Der Krieg, den eigentlich keiner außer dem gegen die gesellschaftliche Bedeutungslosigkeit ankämpfenden Adel wollte , entstand, weil die Anti-Kriegs-Kräfte zu schwach waren und die Sozialdemokraten ihre Vaterlandsliebe entdeckten, die ihnen wichtiger war als das Leben von Millionen. Besonders in Bezug auf den Zustand der Kriegsgegner ist die heutige Lage mit der von 1914 vergleichbar. Aber da hilft nur, wie schon öfter von mir angemahnt, dass sich diejenigen organisieren, die der sich entwickelnden Kriegsgefahr entgegentreten wollen. Immer wieder mit der Kriegsgefahr hausieren gehen und diffuse Ängste schüren, hilft wenig.
Etwas anderes ist der Umgang mit der AfD. Auch hier gilt: Dämonisieren oder sich moralisch zu empören, bringt wenig. Die Rechtspopulisten nähren sich aus dem Niedergang der Parteien, die bisher die Regierungen gestellt hatten. Diese Parteien können nicht mehr überzeugen. Einerseits können sie als Regierung großen Teilen der Bevölkerung keine materiellen Verbesserungen mehr bieten. Andererseits sind sie politisch-inhaltlich nicht mehr in der Lage, die Menschen zu begeistern oder zumindest ein Weltbild zu vermitteln, das die Vorgänge in der Welt zu erklären in der Lage ist. Die rechten Kräfte können das nur scheinbar, weil sie nicht in der Situation sind, ihre Ansichten von der Welt und ihre Absichten für die Bevölkerung bewahrheiten und unter Beweis stellen zu müssen. Sie leben von der Hoffnung, die sie nähren, und vor allem von der Hoffnungslosigkeit, die die anderen Parteien bis hin zur Linkspartei verbreiten. Wie bedeutungslos diese Partei in Wirklichkeit ist, zeigt, dass sie kaum über organisatorische Verankerung in der Bevölkerung verfügt. Sie kann Wähler mobilisieren, aber kaum Mitglieder. Nur, das kann sich auch ändern. Man sollte sich nicht wie seinerzeit bei den Nazis zu sehr in Sicherheit wiegen. Es bleibt weiterhin die Aufgabe, diese Kräfte POLITISCH zu entzaubern, damit aus ihnen nicht Kräfte erwachsen, denen die AfD selbst nicht mehr radikal genug ist. Diese Entzauberung gelingt nicht über die Verurteilung und moralische Empörung. Sie gelingt nur in der politischen Auseinandersetzung und in der Gegenüberstellung eines Weltbildes, das dem der rechten Kräfte überlegen ist. Überlegen, weil es in der Lage ist, die Erscheinungen in der Welt zu erklären, dass sie verstanden werden können. Aber damit sieht es im Moment leider schlecht aus.

Antwort von U. Gellermann:

Es tut mir leid, wer in Informationen über die Ankündigung Trumps zur drastischen Erhöhung des US-Militär-Etats, den Ausbau des atomaren Potentials und sein Bekenntnis zur NATO keine politische Aussage erkennt, der wird die Oligarchie der USA sicher für einen Gesangsverein halten. Und wer den deutschen Adel, (der weite Teile des Grund und Bodens des Reiches besaß) vor der Fürstenenteignung durch eine Revolution, im Kampf gegen eine gesellschaftliche Bedeutungslosigkeit behauptet, der hat sich selbst politisch „entzaubert“. Wer dann auch noch glaubt, außer dem Adel habe „keiner“ den 1. Weltkrieg gewollt, und die damalige Rüstungsindustrie nicht sieht, der sieht mich ziemlich fassungslos.


Am 03. März 2017 schrieb Otto Bismark:

So langsam schälen sich die Konturen aus dem Nebel. Es wird immer klarer, was die Politik Trumps, sei es nun daß er selbst steuert oder (fern)gesteuert wird bezweckt: Das Ganzen beabsichtigt nichts weiter als Aufrüstung und damit eine neue Runde des Wettrüstens. Denn das hat unter Gorbatschow schon einmal geklappt. Der hat damals bekanntlich entnervt aufgegeben und offensichtlich geglaubt, mit der weißen Fahne, die er ja gehißt hatte, den Gegner zufriedenstellen zu können. Und unter seinem Nachfolger Jelzin hatte man die russische Wirtschaft schon fast in der Hand. Offensichtlich steht also die Rüstungslobby hinter Trump und seine anfänglichen Beschwörungen, die NATO-Staaten müßten stärker selbst für ihre Sicherheit sorgen haben bereits ihren Zweck erfüllt. Unsere, vor allem die deutsche Politik beeilt sich, die Erreichung des 2%-Zieles zu versichern und damit wird deutlich, daß hier nur der Profit der Rüstungslieferanten gesteigert werden soll, denn das damit in die Rüstung zu pumpende Geld fließt ja in deren Taschen. Einem Geschäftsmann wie Trump und den Leuten, die hiner ihm stehen geht es doch nur um eines und das ist Maximalprofit. Und allmählich haben wir nichts mehr gegen Trump, obwohl der uns ja direkt an unsere Taschen geht! Aber natürlich verdienen maßgebliche Kreise bei uns mit an der Spirale.


Am 03. März 2017 schrieb Michael Kohle:

Feuer einstellen! Feuer einstellen, zum Donnerwetter! Die Szene, die kennen wir doch bestimmt alle. Aus unzähligen Blockbuster oder Krimis, wenn ganze Kompanien wildgewordener Schützen in Uniform drauf los ballern, nur weil sie irgendwo eine Haartolle über dem First oder hinter einem Vorhang erspäht haben. Es dauert dann immer eine geraume Weile, bis auch der letzte Hirntote von ihnen mitbekommen hat, dass es heißt, vorläufig mal das „auf den Pelz brennen" sein zu lassen. Sonst wird der Fähnleinführer möglicherweise etwas unwirsch wenn nicht sichtlich böse.

Feuer einstellen! Seit Dienstag dieser Woche müsste das unbedingt auch für die Häscher von Donald T. Trump gelten. Warum ausgerechnet von der teutonischen Flanke noch vermehrt Salven zu vernehmen sind, nun gut, manche lernen es nie. Es ist aus! Aus, Aus, das Spiel ist aus! Kehrt, schwenkt, Marsch! So ungefähr müsste jetzt doch endlich mal auch der Fähnleinführer wertegemeinschaftlicher Propaganda-Kriegsführung reagieren. Bis gestern - Donnerstag - scheinen sie noch keine neuen Direktiven erhalten zu haben, Dr. Gniffke und seine Kollegen. Da gelten immer noch Losungen wie „bis zur letzten Patrone“, "die Festung muss gehalten werden".

Und ausgerechnet jetzt kommt uns Uli Gellermann mit seiner Philippika gegen AfD und Trump. Sicherlich, seine Ausführungen haben was, sind nachvollziehbar und sicherlich berechtigt. An was ich mich dennoch stoße? Am Schwarm der von ihm ins Spiel eingebrachen roten Heringe! Von Schwarmintelligenz kann natürlich nicht die Rede sein, dafür ist sowohl das Bodenpersonal als auch die Cockpit-Besatzung der Alternative viel zu spärlich ausgestattet, von den Passagieren und Trittbrettfahrern ganz zu schweigen. Ja, es fehlt insbesondere an jener Substanz, mit der auch ein Donald T. nicht allzu sehr gesegnet zu sein scheint.

Habe den Beitrag mehrmals gelesen und bin immer wieder in Darmstadt gelandet. Die Alternative ist gar nicht der rote Hering, Donald muss ihn geben, Überraschung. Die Philippika vom Galeristen wendet sich tatsächlich mit Vehemenz gegen Frauke und die teilweise widerspenstigen Ihren. Bei Demosthenes Philippika-Premiere ging es wenigstens noch gegen den Vater von Alexander dem Großen, bei Ciceros seiner ging es gegen Markus-Antonius. Und jetzt also die AfD? Was für ein Abstieg für ein solches Forum. Mir erscheint - mit Verlaub - es angeraten, diesen seltsamen Verein einfach zu ignorieren. Wer es nötig hat, in den wichtigsten (Wahl-)Kampf des Lebens schwanger einzuziehen, eine Phase wo doch selbst die Erzeuger des Zustandes ob der spontan eintretenden Hormonschübe ihre Hände über dem Kopf zusammen schlagen, der braucht keine Feinde mehr.

Als ob die Alternative die finale Bedrohung sei, für uns Provinzbewohner im globalen Imperium. Lachhaft! Wo doch gerade das Imperium neu aufgemischt wird. So wie einst ein Nero mit gehörigem Verdruß, weil abgehalten von Bühnenauftritten in Maske und Gesängen zur Zupfgeige, sich des Roms zu seinen Füßen entsorgte, lässt man jetzt Rambo Donald durch die Hallen toben und sich seinen Zeitvertreib selbst verpassen. Ein genialer Einfall, die Mutter aller Strategien. Wer sich die Aufführung im Circus maximus unter dem Capitol diese Woche auch nur in Teilen reingezogen hat, gesehen hat, wie hinter diesem Kasperle am Teleprompter zwei Typen schenkelklopfend sich amüsierten ob der Performance, wusste spätestens dann, wie der Hase läuft, laufen wird und wohl auch wie er gelaufen ist. Wer dort das Volk sehen konnte wie es tobte, klatschte und jubelte, ein Joseph Goebbels im Sportpalast wäre neidisch geworden. Der König ist tot, es lebe der König.

Was demnächst so abgehen wird? Einfach mal extrapolieren. Dazu bietet sich folgender Satz aus einem Bericht zur tollen Aufführung an:

It was a nauseating performance, with hundreds of elected representatives from both parties cheering while the president called a hastily approved mass-murder that killed as many as 30 civilians, including an 8 year-old-girl, a highly successful raid.

Wahrlich: post human! Mir jedenfalls ist die Laune vergangen, spätestens nach dem ich heute Morgen diese "Kritik" lesen musste. Der ganze Artikel kann noch mehr bieten, das Bild in Cinemascope vorführen. Bestimmt besser als das Video zur Veranstaltung:

http://www.counterpunch.org/2017/03/03/notes-on-empire-and-spiritual-death-a-recent-episode/

Denke, das „sujet" für die nächsten weiteren Philippika dürfte doch hoffentlich gewechselt haben.

Antwort von U. Gellermann:

Die „teutonische Flanke“ hat – so ist es auch im Artikel zu lesen – das Feuer keineswegs gegen die Atom- und sonstigen Aufrüstungs-Pläne der Trump-Administration gerichtet. In den Leitmedien feuert man immer noch gern auf den Sonderling Trump, und übt sich in der Billigvariante der Kritik. Das ist der Heringsschwarm, der den Hai verdecken soll. Der im Counterpunch erwähnte Jemenüberfall wurde bereits Ende Januar in der Rationalgalerie („Mit Trump geht der Terror weiter“) notiert: Als wichtiger Schritt zu Rückkehr in das normal unnormale deutsche Verhältnis zu den USA. – Die AfD, deren Existenz den CDU-CSU-Komplex hat weiter nach rechts rücken lassen, bleibt im Zweifelsfall ein Partner für eine Koalition, zumindest gut für eine Drohung: Man könnte ja auch mit denen koalieren (natürlich nur ohne Höcke).


Am 03. März 2017 schrieb Jo Achim:

Werter Herr Gellermann,

vielen Dank wiederum für Ihren angebracht o a. bissigen Kommentar.

Dieses Zitat (von 1949) - s. nachstehend - fand ich kürzlich und mehr
zufällig in: Schriftsteller der Gegenwart. Thomas Mann (Volk und Wissen
Volkseigener Verlag Berlin 1954, S. 112).
Die Broschüre bzw. das Zitat wurde DDR-Lehrern und -Abiturienten als
"Erläuterungen und Leseproben" für den Deutsch-Literaturunterricht zum
eigenen Nachdenken angeboten.
Erstaunlich die Aktualität der Betrachtungen des deutschen
Literatur-Nobelpreisträgers aus seinem damaligen US-Exil:

"Über die Faschisierung der Vereinigten Staaten von Amerika. Aus "Die
Entstehung des Doktor Faustus"

" Churchills Pan-Europa-Rede in Zürich, deutsch-französische Cooperation
unter amerikanischer und russischer Gönnerschaft befürwortend, fiel auch in
diese Tage.
An suspekter Deutschfreundlichkeit übertraf sie die Stuttgarter Äußerungen
des amerikanischen Staatssekretärs, und klarer als je zeichnete der Wille
zur Wiederaufrüstung Deutschlands gegen Rußland sich ab, zusammen mit der
persönlichen Hoffnung des alten Kämpen auf "one more gallant fight" * (* =
einen neuen Kriegsgang).
Anfang November folgte bei uns der Wahlsieg der Republikaner mit etwa 55 zu
45 Prozent. Europäische Kommentare gingen dahin, Truman habe der Partei
zuviel Mißachtung zugezogen, und im Gegensatz zur ganzen übrigen Welt stehe
Truman rechts.
Es würde nicht stehenbleiben, wo es schon stand.
Mächtige Interessen waren am Werk, das Werk Roosevelts gründlich zu
demolieren, die Reue darüber, daß man mit Rußland Deutschland geschlagen und
nicht lieber Rußland mit Deutschland, zur Wut anzufachen, die
Regressionsbewegung weiterzutreiben - wie weit?
Bis zum Faschismus? Bis Zum Krieg? - Auch dies alles, in seinen
Einzelsymptomen täglich verfolgt, nahm die Gedanken in Anspruch und gehörte,
wie die Ereignisse der vergangenen Jahre, zum Hintergrund des Romans eines
Romans." (Quelle: Die Entstehung des Doktor Faustus. Roman eines Romans.
Suhrkamp Verlag vorm. S Fischer. 1949)


Am 03. März 2017 schrieb altes Fachbuch:

DARMstadt, great und afd assoziieren sich bei mir im kopf mit blähungen!! schon pfeift ein anderer wind durchs land. dass einigen rotzern das die nase trocken legt, ist im rahmen der meinungsvielfalt auch nur ein demokratisch bedingter kollateralschaden;)
man kann es ja auch so sehen, dass rüstung den rest an industrie in UNSEREM land hält, und damit arbeitsplätze und wohlstand bei UNS sichert! das wüsste ich schon gern, ob die produkte der Federal-Mogul Wiesbaden GmbH militärisch verwertbar sind?! wie viel meiner rentenbeiträge wird bereits in rüstungsbetrieben angelegt?
die zahlen sind doch imposant: die 10%steigerung nur der amis sind fast der russische gesamtaufwand. 27 nato-staaten steigern nun auch um 2%, wobei dann allein DE ca. die hälfte des russ. aufwandes ausgleichen würde!! marshallplan für fast alle!
ja, ja die zahlen. haben die was mit krieg oder frieden zu tun??
ich sehe gerade, in MEINEM warenkorb vom algII ist für frieden und beteiligung am gesell. leben gar nichts vorgesehen!
und der armutsbericht sagt, dass ich nicht allein bin, sondern es fast 16% der bevölkerung so geht! 1,55? soll monatlich für bildung reichen, da muss und kann ich das auch nicht besser wissen;) gesamtgesellschaftlich ist das so akzeptiert und gewollt. wer vor 15 jahren AUSGESTOßEN wurde, muss sich heute sagen lassen, dass er sein glück nicht schmieden will. bei der rente bund findet eine sozialwahl statt: da stehen nur gewerkschaften auf dem zettel. ist die rente deshalb so sicher?
10.000 neu-eintritte bei der spd dank schultz. ich weiß jetzt, dass einkommen nicht klug macht;)
gibt es also gar DEN einen frieden gar nicht?? dann hört man, dass ein demoschauplatz bald bürgerkriegsgebiet wird, die wehrhafte und wertebasierte demokratie eines rechtsstaates gar veranstaltungsverbote erteilt, weil parkplätze und zufahrtsstraßen zu wenig sind;)
rotten sich jetzt all die massen wegen frieden zusammen, was soll da erst werden?
"Der Krieg im Inneren gebiert den Krieg nach außen"
es gibt nicht UNSEREN frieden!! ich bin mit mir im frieden, kümmert euch um EUREN frieden!
und wer für frieden ist, ist noch lange nicht gegen den krieg!


Am 03. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Marc Britz
.....ausgerechnet Nietzsche.
Da antworte ich ihnen sehr gerne mit den ""Pariser Briefen," 1844, Karl Marx:
"Setze den Menschen als Menschen und sein Verhältnis zur Welt als ein menschliches voraus, so kannst du Liebe nur gegen Liebe austauschen Vertrauen nur gegen Vertrauen etc. Wenn du die Kunst genießen willst, musst du ein künstlerisch gebildeter Mensch sein; wenn du Einfluss auf andere Menschen ausüben willst, musst du ein wirklich anregend und fördernd auf andere Menschen wirkender Mensch sein.
Jedes deiner Verhältnisse zum Menschen - und zu der Natur - muss eine bestimmte, dem GEGENSTAND deines Willens entsprechende Äußerung deines wirklich, individuellen Lebens sein. Wenn du liebst, ohne Gegenliebe hervorzurufen, d.h. wenn dein Lieben als Lieben nicht die Gegenliebe produziert, wenn du durch deine Lebensäußerung als liebender Mensch dich nicht zum geliebten Menschen machst, so ist deine Liebe ohnmächtig, ein Unglück."


Am 03. März 2017 schrieb Andreas Schell:

Wofür rüsten die Amerikaner, die mit dem Pazifik im Westen und dem Atlantik im Osten zwei stattliche Burggräben haben? Wogegen bewaffnen und vergrößern wir Deutsche unsere Berufsarmee? Ist da gar die eigene Bevölkerung das Ziel?

Die USA und Deutschland führen in Afghanistan seit 16 Jahren Krieg. Das ist, für sich genommen, unerträglich. Und zudem nur eines von vielen Beispielen! Eigentlich weiß keiner genau, wieso. Aber bitte: lassen wir doch mal Afghanistan weg. Afghanistan ist ja nur einer der größten Drogen Exporteure und bei der CIA braucht man den Stoff... Nein, im Ernst: welchen Beleg gibt es für die Erfolgsaussichten militärischer Lösungsansätze, speziell amerikanisch geführter, seit dem Ende des zweiten Weltkriegs?

www.bundeshaushalt-info.de gibt noch eine Auskunft. In 2016 waren es 34 Milliarden (knapp 11 Prozent) für das Verteidigungsministerium. Dieses Ministerium ist in Deutschland ungefähr so wichtig wie eine Glasbruchversicherung. Das ist der zweitgrößte Etat nach dem Sozialhaushalt (Rente, Sozialleistungen). 4,5 Milliarden bekam das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit - vom Etat her das kleinste Bundesministerium.

Mit noch mehr Geld für mehr militärisches Engagement wird alles gut, oder?

Mein Vorschlag: tauschen wir doch probehalber die Etats von Verteidigungsministerium und Umweltministerium. Wetten, das führt in eine bessere Zukunft? Der Deutsche Michel würde womöglich auf die Straße gehen, wenn seine Sicherheit so schlimm vernachlässigt würde. Wenn er wirklich so ein Dummkopf ist, wie man manchmal meinen könnte.


Am 03. März 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

"Wenn die GroKo die begonnene Opposition nicht mehr ausreichend binden kann, kommt dieser national angestrichene Protest, der natürlich brav im Rahmen des Systems bleibt, gerade Recht." So sehe ich die AFD auch. Sie verhindert, dass der Protest sich nach links wendet, mir erscheint sie außerdem insofern nützlich für die Konservativen einschl. SPD und Grüne, als diese sie als Maßstab für "rechts" aufbauen, auch gerade durch Bashing (!), um sich selbst für den AFDresistenten Wähler , trotz massiver eigener rechter Politik auf vielen Gebieten, als demokratische Parteien positiv von ihr abzuheben und linke Wähler zu fangen. Auf Kriege bezogen ist das aber ganz sicher eine Täuschung. Es war rot-grün, die die BRD als erste in einen Angriffskrieg geschickt haben, die zögern damit genausowenig wie die AFD. Ich sehe bei den Etablierten nur noch eine einzige Bande.
Zumindest unsere Mainstream Politiker sind bisher alle willig im Griff des etablierten, global orientierten Finanzkapitals, das sah man ja bisher auch an der monströsen Propaganda gegen den Nicht-Globalisierer Trump. Wir sind ein Exportland. Aber sind die Konzerne die Mächtigsten?
Man könnte ja mal schauen, wer so bei welchen Banken ist. Man folge den Finanzströmen, wenn man die Weltpolitik verstehen will, hab ich mal gehört, ohne mich damit wirklich auszukennen. Ohne Geld läuft nix. Und wie ist es denn diesbezüglich so mit Trumps Neureichen und dem Wallstreet-Establishment?
Ich könnte mir vorstellen, dass die obersten Eliten mal wieder in jedem Fall gewinnen und sicherheitshalber auf beide Pferde gesetzt haben. Von ihrer Warte auch dumm, wenn sie das nicht täten.
Wir haben hier auf der einen Seite einen kriegerischen Mc Cain der Teil des militärisch industriellen Komplexes ist, im selben Lager mit Bush, Wolfowitz, Albright, den Clintons, ... Joschka Fischer und wer noch alles dazugehört - Angela Merkel zum Beispiel! Das sind die Globalisierer, die ihre Gewinne vor allem auf Kriegen und weltweiten Privatisierungen aufbauen, vereinfacht dargestellt. Die Imperialisten. Sie verkörpern aber nicht primär die Interessen der USA als Land, sie sind trotz anders lautendem Getöse nicht mit den USA im eigentlichen Sinn identisch, sonst hätte u.a. die transatlantische Presse nicht so fanatisch gegen Trump gewettert. Trump hat sie ja auch als die Verräter der Interessen Amerikas benannt und damit Stimmen geholt. Auch die Interessen der Merkel-Clique meinen nicht so sehr Deutschland im patriotischen oder staatlichen Sinn. Eher eine deutsch geleitete EU, bisschen größer halt, das eigene Reich!


Am 03. März 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Habe eben (wegen Kabarettist Werner Schneyder!) Lanz gesehen:
Da sagte doch tatsächlich Schneyder zu dem Trend der Sehnsucht nach einem "National-Kapitalismus" in den "westlichen" Ländern angesichts des scheiternden aggressiven Global-Kapitalismus, dass er diesen "National-Kapitalismus"-Trend in den USA und in der EU nun "NAKI" frei nach dem "National-Sozialismus", "NAZI" nennt!
Komisch!, vor einigen Tagen hatte ich genau das gleiche Wort "auf der Zunge"
als ich Trumps Rede hörte!


Am 03. März 2017 schrieb Marc Britz:

Sehr geehrter Herr Rauls,

ich glaube Sie irren sich.

Bloss weil die von den Liberalen erfundene repräsentative Demokratie ein Popanz ist, bedeutet dies nicht dass die Demokratie nur eine beliebige Form der Regierung unter anderen beliebigen Formen der Regierung ist. Der Mensch lebt nämlich keineswegs allein für die Befriedigung seiner materiellen Bedürfnisse, sondern für die Befriedigung seiner materiellen UND intellektuellen Bedürfnisse gleichermassen. (Materielle und intellektuelle Bedürfnisse lassen sich ohnehin nur zum Zweck der Gesellschaftsanalyse trennen. In Wirklichkeit fallen materielle und intellektuelle Bedürfnisbefriedigung in dem zusammen was man gemeinhin Kultur nennt. Dass alles Leben letztlich auf der Aufrechterhaltung des Stoffwechsels basiert, ist eine Binsenweisheit, Brecht hin oder her.) Das Wichtigste ist aber, dass Menschen zusätzlich die Anerkennung ihrer kulturellen Bedürfnisbefriedigung durch andere Menschen suchen. Denn erst durch diese Anerkennung durch andere Menschen werden sie selbst Menschen.
Da ausnahmslos alle Menschen individuell oder kollektiv dieses Bedürfnis nach kultureller Anerkennung quasi als Gattungsmerkmal teilen - alle wollen natürlicherweise von allen anderen anerkannt werden - ist die radikale Demokratie, also jene die auf absoluter Partizipation und auf Konsensentscheidung beruht - NOTWENDIG die einzige Regierungsform die dies ermöglicht. Alle anderen Regierungsformen sind mehr oder weniger gewalttätige Formen von Mikro- oder Makroimperialismus, also Formen von Ausbeutung oder Eroberung, die früher oder später dem Untergang geweiht sind weil sich kein "wirklicher" Mensch die Verweigerung der Anerkennung seiner Kultur langfristig gefallen lässt. Allerdings ist die radikale Demokratie so UNNATÜRLICH wie sie NOTWENDIG ist. Denn Menschen sind als Angehörige einer biologisch bestimmbaren Spezies ganz und gar von den ökonomischen, politischen, und ideologischen Bedingungen am jeweiligen Aufenthaltsort auf der geologischen Formation des Planeten Erde bestimmt, und aufgrund dieser rein zufallsbasierten evolutionär-historischen Tatsache mit unterschiedlicher Macht übereinander ausgestattet. Die Folge davon ist was Marx und Engels im Kommunistischen Manifest und anderswo richtigerweise eine Geschichte von Klassenkämpfen nannte. Und bis zu dem Zeitpunkt wo diese zufallsbedingte Überlegenheit der Einen über die Anderen mit politischen Mitteln nivelliert ist, sind diese Klassenkämpfe gezwungen wiederzukehren. Diese ewige natur- bzw. zufallsbedingte Wiederkunft des Klassenkampfes wird nur durch zwei Szenarien zu beenden sein, entweder durch die totale Selbstauslöschung der Menschheit im Kampf mit sich selbst oder durch die Erfindung eines adäquaten politischen Mittels um die Klassenunterschiede endgültig zu nivellieren. Ersteres ist wahrscheinlich und Zweiteres bisher noch nicht gelungen. Marx hatte leider Unrecht mit der Annahme Klassenkampf führe notwendigerweise zur klassenlosen Gesellschaft, er wusste noch nichts von der Atombombe. Dies ist aber kein Grund zu verzweifeln.
Ich persönlich glaube an was Friedrich Nietzsche zur ewigen Wiederkunft zu sagen hatte und wenden es auf den Klassenkampf und die Erlangung der klassenlosen Gesellschaft an: ?Wie, wenn dir eines Tages oder Nachts, ein Dämon in deine einsamste Einsamkeit nachschliche und dir sagte: ?Dieses Leben, wie du es jetzt lebst und gelebt hast, wirst du noch einmal und noch unzählige Male leben müssen; und es wird nichts Neues daran sein, sondern jeder Schmerz und jede Lust und jeder Gedanke und Seufzer und alles unsäglich Kleine und Grosse deines Lebens muss dir wiederkommen, und Alles in der selben Reihe und Folge ? und ebenso diese Spinne und dieses Mondlicht zwischen den Bäumen, und ebenso dieser Augenblick und ich selber. Die ewige Sanduhr des Daseins wird immer wieder umgedreht ? und du mit ihr, Stäubchen vom Staube!? ? Würdest du dich nicht niederwerfen und mit den Zähnen knirschen und den Dämon verfluchen, der so redete? Oder hast du einmal einen ungeheuren Augenblick erlebt, wo du ihm antworten würdest: ?du bist ein Gott und nie hörte ich Göttlicheres!? Wenn jener Gedanke über dich Gewalt bekäme, er würde dich, wie du bist, verwandeln und vielleicht zermalmen; die Frage bei Allem und Jedem ?willst du dies noch einmal und noch unzählige Male?? würde als das grösste Schwergewicht auf deinem Handeln liegen! Oder wie müsstest du dir selber und dem Leben gut werden, um nach Nichts mehr zu verlangen, als nach dieser letzten ewigen Bestätigung und Besiegelung??
Das Wissen um die MÖGLICHKEIT der klassenlosen Gesellschaft allein- du bist ein Gott und nie hörte ich Göttlicheres- lässt mich nach nichts mehr verlangen als der ewigen Bestätigung und Besiegelung des Klassenkampfes, der ewigen Wiederkunft des Klassenkampfes.


Am 02. März 2017 schrieb Heinrich Triebstein:

Wie wär's mit "usanisch", wenn man von keinem anderen amerikanischen Staat als den USA reden will?
Was mich seit der Wahl von Herrn Trump umtreibt, ist die Frage, wer seine Wähler sind. Nach meiner Kenntnis sind sie weiße protestantische Angelsachsen, deren Vorfahren als calvinistisch geprägte Puritaner an der Ostküste landeten und sich als 'God's own people' begreifen. Calvin - ob missverstanden oder nicht - liefert mit seiner Lehre von der Vorherbestimmung für alle Erfolgreichen die Rechtfertigung ihres Reichtums, ihrer Macht und ihrer Herrschaft. "Ich bin von Gott auserwählt, weil ich reich bin. Und wer arm ist, ist von Gott verdammt."
Diese Grundeinstellung gilt für nicht nur für die Trump-Wähler. Sie wird auch von den Machteliten geteilt. John C. Calhoun, Senator für South Carolina, erklärte 1848: "Die zwei großen Lager der Gesellschaft sind nicht die Reichen und die Armen, sondern Weiß und Schwarz. Und alle Erstgenannten, die Armen genau wie die Reichen, gehören der Oberklasse an und werden als gleich respektiert und behandelt."
Wir Europäer werden auf diese Lage kaum Einfluss nehmen können.
Aber: Wir können all das, was unsere Wertschätzung der USA begründet, in unsere europäische Politik einführen:
1. Den Grundsatz eines usanischen Pädagogen, Sam Levenson, tief n der jüdisch-christlichen Tradition verwurzelt: "Equally precious and equally different." Alle Menschen sind gleich wertvoll und gleichzeitig bis ans Unendliche gehend verschieden voneinander. Einmalig und unwiederholbar.
2. Jeder Mensch hat seine Wahrheit im Kopf - gleich wertvoll wie jede andere Wahrheit. Diese Wahrheit muss sich jedoch in der uns umgebenden Wirklichkeit bewähren. Und das tut sie, wenn sie lebensfördernd ist.
3. Demokratie ist Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk (Abraham Lincoln).
4. Alle Menschen haben ein Recht auf Freiheit der Religionsausübung, Freiheit der Rede, Freiheit von Mangel und Freiheit von Angst (Franklin D. Roosevelt).
5. Wer ausdauernd behauptet, er sei der Größte, hat's nötig. Ist aber bei genauer Würdigung nichts als eine arme Sau.

Antwort von U. Gellermann:

Die Punkte 1 - 4 konnte ich schon sehr lange nicht mehr in der Politik der USA entdecken. Bereits in der Gründungsakte der USA spielten die Nicht-Weißen keine Rolle.


Am 02. März 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

@Klaus Bloemker
Ja, mit der Aussicht, die Beziehungen zu Russland etwas zu normalisieren, stellte sich mir Trump als das kleiner Übel dar. Das hat nichts mir gefallen an ihm zu tun. Das ist nun aber vorbei. Es ist gelungen ihn gefügig zu machen ? wenn er denn ja anderes vorhatte. In die Köpfe hineinsehen kann ja keiner. Aber das Geschrei dass nach seiner Wahl losging, zeugt schon davon, dass da einige Große Fracksausen hatten.

Was Russland angeht: Ich kenne keinen der das heutige Russland mit der UdSSR verwechselt und seine Sympathien so einfach überträgt. Gegenüber dem Volke schon. Antipathien sollten niemals einem Volke gelten. Auch im Falle der USA nicht. Allenfalls, wenn ein Volk sehr gedrückt, dumm gehalten und missbraucht wird, kann noch Mitleid und Bedauern aufkommen. Hass aber nicht.

Nun ist aber Kapitalismus zu keiner Zeit gleich Kapitalismus gewesen. Der deutsche und japanische Kapitalismus war Anfang der 40er Jahre Faschismus. Ganz anders der britische und amerikanische. Das waren Staaten, die ihren imperialen Status halten bzw. Ausbauen wollten. Noch kleiner war der Französische. Und dann waren da noch solche kapitalistischen Staaten wie Tschechoslowakei, Ungarn usw. alles sehr verschieden. Diese Unterschiede sind aber in der Politik wichtig, besonders bei außenpolitischen Fragen.

Das heutige Russland ist nun zweifelsohne ein kapitalistisches, aber kein imperialistisches Land. Wie komme ich (und andere) zu dieser Einschätzung? Es gibt dort eine starken Staatskapitalismus, der große Konzerne und Oligarchen den Zugriff auf die Politik einschränkt. Imperialismus und kriegerisches Herrschaftsstreben zu ökonomischen Zwecken (und nicht nur aus ideologischer Verbohrtheit) setzen aber die Vorherrschaft privaten Kapitals voraus. Krieg bringt immer extreme Lasten für das Land. Nur Privatiers können diese Lasten abwälzen und sich ausschließlich die Gewinne aneignen. Ein Staat kann das nicht. Er muss also direkter Diener Privaten Kapitals sein, um an Krieg gefallen zu finden oder er muss ideologisch total verblendet sein. Beides ist im Falle Russlands und der russischen Regierung nicht der Fall.

Und dann kommt da noch die alte These, dass Staatskapitalismus guter Anfang des Weges zum Sozialismus sei. Nur hat die DDR und die Sowjetunion beides verwechselt und gedacht, sie seinen schon am Ziel, wo sie noch in den Startlöchern standen und daher die Lage völlig falsch eingeschätzt.


Am 02. März 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Trump, AfD und die Linke
______________________

Man sollte ruhig auch darauf hinweisen, dass neben der AfD und anderen Nationalisten in Europa auch Linke an Donald Trump Gefallen hatten (auch auf dieser Seite), weil er eine Nähe zu Putin/Rußland zeigte.

Es gibt ja das eigentümliche Phänomen, dass Altkommunisten ihre frühere SU-Sympathie nun auf das Rußland Putins übertragen - ein Rußland, das mit Sozialismus nun gar nichts mehr zu tun hat.


Am 02. März 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Eine kritische Anmerkung:

Uli hat bisher die AfD als eine CDU/CSU Version dargestellt. Den Konservativen in Deutschland ist aber - anders als der AfD (oder auch Marine Le Pen) - Donald Trump nicht geheuer, weil er nicht konservativ ist.

Wenn der AfD irgendetwas schadet, dann ist es ihre Begrüßung des Trumpismus.

Antwort von U. Gellermann:

Auch und gerade Konservative brauchen Zeit, um sich an neue Partner zu gewöhnen. Die entscheidenden Konservativen an der Börse haben schnell auf Trump geschaltet. Und die leisen Irritationen in der Rüstungsindustrie liquidiert Trump gerade. Der Sinkflug der AfD liegt eher am absurden Schulz-Effekt (Insa-Meinungstrend).


Am 02. März 2017 schrieb marie becker:

"God bless America and Germany. Diese frommen Segenswünsche hatten Frauke Petry und Jörg Meuthen dem neuen US-Präsidenten zur Amtsübernahme gesendet."

Trump oder McCain ?

beide "große Führer" der (untergehenden) Weltmacht, der schon vor Zeiten von Emmanuel Todd ein Nachruf gewidmet war...

«Nicht jeder in Amerika versteht die absolut lebenswichtige Rolle, die Deutschland und seine ehrenwerte Kanzlerin Merkel für die Verteidigung der Idee und des Gewissens des Westens spielt. Aber für alle von uns, die dies tun, lasst mich Danke sagen.» ( ein Ausspruch jenes Mc.Cain, der auf Obamas Seite stand, berichtet in Zeit-Fragen ch )

Intelligenter als Trump?


Am 02. März 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

@Alfred Matejka
In der Masse Deiner Aussagen stimme ich Dir zu, besonders am Ende: Es kommt darauf an, etwa zu tun.

Aber grade deshalb halte ich es für notwendig, die genaue Aufstellung des Gegners zu analysieren. Denn die Differenzen muss man schon nutzen. Mit dem ganzen Pack auf einmal fertig werden ist nur bei riesen großen Glücksumständen möglich. Ein gelungenes Beispiel hervorragender Taktik ist da m. E. Maos Vorgehen gegenüber Tschiang Kai-schek bei der Abwehr Japans. In dem er diesen zwang sich gegen Japan zu wenden und er dazu ein taktisches Bündnis einging, gelange es ihm die Initiative und schlussendlich den Sieg zu erringen. Das war eine für mich sehr lehrreiche Geschichte. Ähnliches Vorgehen hat auch Lenin an den Tag gelegt. Wer einen Erfolg erringen will, muss auch das ?divide et impera? bei seinen Gegner hinbekommen. Sicher besteht da auch die Gefahr unter die Räder zu kommen. Beherrscht man es aber nicht, hat man auf jeden Fall verloren.

Mann muss also die Fraktionen seines Gegners, also des Großkapitals, kennen und darf sie nicht mit den politischen Paladinen verwechseln. Da hilft aber kein Untersuchen ihrer Reden, den sie lügen oder sagen die Wahrheit ? je nach Bedarf. An Hand der Reden kriegst Du das nie raus. Ihre Differenzen und Auseinandersetzungen und vor allem Ihre Handlungen sagen da viel mehr. Die Art der Auseinandersetzung zeigt schon, ob es nur ein Hofkrach ist, der darum geht, wer der beste Diener ist oder ob mehr dahinter steckt.
Und bei der Trumpwahl ging es um mehr. Ich mache das an folgenden Tatsachen fest: Noch nie gab es so eine massive Medienkampagne gegen einen Bewerber und schon gar keine, die das ganze westliche Lager durchzog, noch nie wurden von einem scheidenden Präsidenten so viele Steine in den Weg geworfen und schnelle noch so viele Anordnungen getroffen, wie in diesem Fall, noch nie gab es nach der Wahl einen Riss durch das Parteilager des Gewählten, noch nie gab es einen derart massive Demonstrationen gegen den Gewählten in den USA und noch nie gab es derartig abwertenden Stellungnahmen aus Westeuropa.
Da nun niemand in letzter Zeit ein erwachen der demokratischen, sozialistischen oder Arbeiterbewegung in den USA feststellen konnte, bleibt nur die Schlussfolgerung: Da kämpften verschiedene Kapitalfraktionen. Die Trumpsche Fraktion hat der die letzten Jahrzehnten herrschenden Fraktion den Rang ablaufen wollen. Und da sich die westliche Reaktion beruhigt hat und auch die Demonstrationen in den USA nachgelassen haben, auch die Medien freundlicher geworden sind, kann man sagen: die Trumpsche Fraktion hat verloren und ist zur Demutshaltung übergegangen. Daher denke ich es stimmt schon: Trump ist als Tiger abgesprungen und als Bettvorleger gelandet.

Bleibt bloß noch zu analysieren, um welche Kapitalfraktionen es sich handelt und was die für die demokratischen und Friedensbewegungen bedeuten. Ich behaupte, der Unterschied liegt einzig im letzteren. Alle anderen Unterschiede sind Fassade.

Übrigens: auch in Deutschland hat es da ein Wandel gegeben, den noch nie einer so richtig analysiert hat. Zumal er schleichender war: er begann mit dem Kippen von Schröder, danach folgte des Kippen von Köhler und Wulf zu Gunsten Gaucks und nun verzeichnen wir Spannungen zwischen CDU und CSU, die es früher so nicht gab, die NPD wurde zurück gefahren (aber als Notreserve gehalten) und AfD und Pegida wurde in Stellung gebracht. Von welchen Vorgängen hinsichtlich des Großkapitals, seinen Einflusses und seiner Positionen zeugt das? Ich halte es für äußerst wichtig hier die Hintergründe zu begreifen, wie eben auch im Falle Trump. Sonst verläuft man sich in der Auseinandersetzung zwischen Äußerlichkeiten.

Antwort von U. Gellermann:

Zu den Kapitalfraktionen in den USA kann ich vorläufig nichts sagen. Zur AfD nehme ich an, dass es sich um eine Art Einsatzreserve handelt: Der Unmut in der Bevölkerung über die EU ist gewachsen, nicht wenige Deutsche machen sich Sorgen über einen denkbaren Krieg mit Russland, das Vertrauen in die das Massenbewusstsein steuernde Medien ist gesunken. Damit sich diese Haltung nicht nach links wendet, braucht es ein Ventil, das den Protest ablässt und nicht ins Soziale auswachsen lässt, da wo die Fragen zu handfeste Antworten werden könnten. Wenn die GroKo die begonnene Opposition nicht mehr ausreichend binden kann, kommt dieser national angestrichene Protest, der natürlich brav im Rahmen des Systems bleibt, gerade Recht.


Am 02. März 2017 schrieb Marc Britz:

Es ist wirklich schade dass es im Krieg keine moralische Kausalität gibt, denn dann würden sich jene die ihn befürworten und ihn treiben mit der Zeit selbst ausrotten.
Aber die 99 Prozent der im so genannten Feuersturm von 1944 zerstörten Bausubstanz in Darmstadt - um beim brillant gewählten Beispiel zu bleiben - gehörte eben leider nicht nur jenen 50 Prozent die 1933 den GröFaz wählten, genauso wenig kann man die 11.500 Toten und die 66.000 Obdachlosen Darmstädter eindeutig der braunen Brut zurechnen. Gleichzeitig waren es eben sicher nicht nur jene 50 Prozent Nazi-Wähler die x Prozent jener Waffen produzierten welche zwischen 1939 und 1945 benutzt wurden um Europa in Schutt und Asche zu legen, und es waren sicher mehr als jene 50 Prozent Darmstädter die halfen Europa zu besetzen, seine Bevölkerung zu knechten, zu foltern und konventionell bis industriell zu töten. Der Krieg trifft seine Befürworter und die indifferenten Mitläufer - und das ist nur begrüssenswert - aber er trifft auch die von Mob und Masse Eingeschüchterten und auch die Widerständigen. Hauptsächlich trifft er aber die in In- und Ausland zu Feinden gemachten Opfer der Aggressoren. Nur die Kriegstreiber, die ideologischen Ideengeber und Hauptprofiteure sitzen fast immer im sicheren Privatbunker.
Im heute von den USA und seinen Vasallen vorbereiteten Konflikt zwischen NATO und Russland, wird bei einem Ausbruch der atlantische Ozean den Bunker als Schutz für jene Kriegstreiber ersetzen, welche das nicht einmal ihnen gehörende Europa so willig der eigenen Gier zu opfern bereit sind - vorausgesetzt es bleibt bei einem einigermassen konventionellen Zusammenstoss. Leider ist in diesem noch optimistischen Szenario nicht einmal sicher ob dann wenigstens auch die Merkels, Gaucks, Özdemirs, Petrys, Höckes oder eben der Darmstädter Mohrmann ins Gras beissen werden. Es kotzt mich an, dass wir hier in gemeinsamer Kriegsgegnerschaft versammelten mit großer Wahrscheinlichkeit mit von der Partie sein werden wenn es mal wieder ans große Sterben geht.
Stellen wir Gerechtigkeit, jene dem Krieg abgehende moralische Kausalität jetzt her! Ziehen wir die absehbar Schuldigen zur Verantwortung so lange es noch geht, denn im Tod wird es keine Gerechtigkeit geben!


Am 02. März 2017 schrieb Ronald Wolf:

Was für ein toller Beitrag ! Da muss ich mich nicht an irgendwelchen grammatikalischen Feinheiten aufgeilen. Der Inhalt ist sensationell und messerscharf formuliert. So einen Spaß und so viel Freude hatte ich schon lange nicht mehr beim lesen eines Artikels. Ab jetzt bin ich Stammleser. Danke !!!


Am 02. März 2017 schrieb marie becker:

"Ob Gott die Sache von Trump und der AfD nun in die Hand nimmt weiß man nicht."

man weiß nicht einmal, wer dieser Gott sein soll...
er hat aber, wenn es ihn geben sollte, überall seine helferlein,
in Germany eine ganze Regierungsmannschaft, die allerdings die Karre nicht aus dem Dreck zieht, sondern sie eher hineinschiebt zur Freude der Petry und anderer "Genossen".


Am 02. März 2017 schrieb Klaus Bloemker:

Und noch ein P.S. zur AfD und der Trumpistik:

Philip Roth hat über Donald Trumps Englisch gesagt, er habe "a vocabulary of seventy-seven words that is better called Jerkish than English.? (Ein jerk ist im amerikanischen Englisch ein Idiot.)


Am 02. März 2017 schrieb Alfred Matejka:

Hallo Uli, ich verstehe dich.Bin ein Arbeiter und habe Klassenbewusstsein. Mit 14 als Dreher -Lehrling angefangen, Maschinenbauermeister mit 24 und als Betriebsratsvorsitzender mit 65 aus einem großen Automobil-Zulieferbetrieb in die Rente gegangen. “Über die Jahre dazwischen zu erzählen reicht kein Wochenendseminar.Die Sprache ist eine Waffe-Haltet sie scharf“. Wenn der jeweilige Geschäftsführer (ich hatte das Vergnügen mit insges.15 an der Zahl) auf den Betriebsversammlungen messerscharf in Hochdeutsch gegen Lohnerhöhungen,für den Abbau von Sozialleistungen ,für den Einsatz von Leiharbeitern und für Arbeitszeitverlängerung und Entlassungen eintrat, hat er jedesmal von mir Kontra bekommen.In einem Deutsch incl. Plattdeutsch, das die Belegschaft verstand und der Geschäftsführer hat es auch verstanden. Wem nützt es, auf den Inhalt der Reden kommt es an.
Im Übrigen wird in Amerika auch Spanisch gesprochen, auf Kuba.
Der Papst, den ich immer wieder als „Nichtaneinhöheres Wesenglaubender“ gerne zitiere, sagt: “Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen“. Blauer Himmel und ein paar Wolken, ohne Regen,wunderbar. 54 Milliarden Dollar noch mehr in die Rüstung wird die Regenmacher stärken. Ob es zu einem Sturm oder Orkan kommt, liegt auch an uns, was wir dagegen tun, insbesondere hier bei uns. Ich bin mir noch nicht sicher ob Trump schon als Bettvorleger gelandet ist, Und ob die Pest oder die Cholera gesiegt hat ist durch die Wahl von Trump noch nicht abgeschlossen. Für uns heißt es in jedem Fall - alle gemeinsam unabhängig von einzelnen Meinungsverschiedenheiten: Wir müssen unsere ganze Kraft dafür einsetzen, dass es wieder zu einer Friedensbewegung kommt, die den Namen verdient. Auch die Arbeiterbewegung hat nur eine Chance, wenn sie sich bewegt.Und die wird z.Z. noch durch die hochbezahlten Schlafmützen in allen möglichen Funktionen ruhig gestellt. Auf Dauer wird das aber nicht funktionieren. La Raus aus der NATO, für die Durchsetzung des Friedens einsetzen.


Am 02. März 2017 schrieb Lutz Jahoda:

ZUM VORZUG
MEDIALER BEWEGLICHKEIT
ENTSCHULDIGUNG
UND EINGESTÄNDNIS

Man wird sich ja wohl noch irren dürfen,
hochverehrter US-Präsident.
Fehler bei unsrem Erkenntnisschürfen
sind, wie Sie merken, berufsimmanent.

Irren ist menschlich, Sie werden das wissen.
Wozu wären sonst Manövrierruder da?
Wir sahen das Freunschaftsband niemals zerrissen.
Hoch lebe die Weltmacht Amerika!

Die AfD hat es besser gemacht.
Wir möchten sie deshalb nicht huldigen.
Dennoch gestehen wir ausgelacht:
Sie brauchte sich nicht zu entschuldigen.


Am 02. März 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@ Alexander Korty

Man kann Anglistik oder Amerikanistik studieren. (Das ist nicht dasselbe.) - Die AfD studiert jetzt Amerikanistik. Und Amerikanistik zu studieren ist mehr als das American English zu lernen. - Got it?


Am 02. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

@ Aleksander Korty
Nun sind sie mal nicht päpstlicher als der Papst.
Das Sprache immer mit Bedeutung und Inhalten zu tuen hat, steht doch außer Frage. Ich habe verstehen können, was der Galerist sagen will, und viele, die eine andere Bildung genossen haben, als sie, auch. Und das zählt für mich, dass auch Arbeiter verstehen, was der Galerist inhaltlich sagen will, ist sein großes Verdienst, weil er nicht abgehoben, daherredet, und andere damit verschreckt. Es mag richtig sein, was sie kritisieren, doch mir ist das zu hoch, und zu intellektuell. Nix für ungut.
Allerdings gebe ich sehr gerne zu, dass Autodidakten, wie ich einer bin selbstverständlich anders, als im herkömmlichen Sinne gelernt haben und Lernen.


Am 02. März 2017 schrieb Aleksander Korty:

Richtig Frau Antonie Brinkmann, ich habe eine Fehler gemacht: Plural statt singular verwendet. Aber der Galerist hat einen inhaltlichen Fehler gemacht. Eine Sprache erfunden, die es NICHT gibt. Das war meine Kritik. Ich halte auch die Selbstbezeichnung der sogenannten US-Amerikaner für eine ungeheure Anmaßung. Herr Galerist, so dass ich sie konsequent nur Gringos nenne und ihr, von den Ureinwohnern okkupiertes Land, als Gringolandia bezeichne. Denn es sind NICHT die "Vereinigten Staaten von Amerika", das wären sie nur, wenn sie alle Staaten des amerikanischen Kontinentes umfassen würden. Selbst die Sprache die wir verwenden ist nicht ideologiefrei!


Am 02. März 2017 schrieb Ulrike Spurgat:

Die Schelte, die der Galerist des öfteren hat Einstecken müssen, wenn er Trumps Präferenzen aus der Distanz heraus, emotionsloser und im Gesamtzusammenhang erklärt hat,zeigt sich immer mehr als völlig ungerechtgertigt. Alter Wein in neuen Schläuchen; der Herr Trump.
Gut, dass der Galerist den "Qualitätsjournalisten" nicht auf den Leim gegangen ist, allerdings war das vorauszusehen.
Danke, für deine klare, verlässliche Haltung, in diesen verwirrend, politischen Zeiten.
Nun, dass sich das so oder so ähnlich entwickeln konnte, liegt in der Natur des Kapitalismus, deren Vertreter Trump nun einmal ist. Seine Ambitionen, was Russland angeht, wollte ich auch gerne glauben können, doch glauben kann man in der Kirche, habe ich vor langer Zeit gelernt. Das die AfD auf diesen Zug aufspringt, eben auf Deutschland bezogen, passt ins politische Geschehen dieser Zeit. Bestrebungen nach Größe, nach Vergrößerung, nach Erweitern, nach Nr. 1 sein zu wollen, sind und bleiben sehr gefährlich, weil sich darin kein natürliches Ende beinhaltet.. Sollte in den vielen Widersprüchen, die Trump verkörpert, besonders die Außenpolitik betreffend Russland als Partner angesehen werden, würde sich einiges erledigen können. Man wird sehen. Tendenz wohl eher auf, wie gehabt. Trump setzt auf die nationale Karte, und das macht ihn zum dicken Freund der Rechten, in unterschiedlichen Farbnuancen, in den bürgerlichen Parteien, aber im besonderen bei der AfD, die nun keinen Hehl daraus machen, wo sie Deutschland wieder sehen wollen, und da kommt so ein, noch irgendwie, unklarer, politisch nicht gefestigter Mann daher, und erzählt das Blaue vom Himmel, und in den Ländern, die in besonderer Weise vom Neoloberalismus gebeutelt sind werden Hoffnungen geweckt, Wünsche als gegeben gesehen werden, und da ist Deutschland doch sehr gerne, dabei. Dieser kleine Ausrutscher, angebliche Position zu beziehen; nämlich genau an der falschen Stelle, als Trump die Unverschämtheit besaß die Wahl, die doch schon unter den Herrschenden ausgemacht war, zu gewinnen. Doch das ist Schnee von Gestern, und der Sturm, war nichts anderes, als der Sturm im Wasserglas.
Nun hängt Merkels Regierung wie immer und weiterhin, unselbständig bleibend, entscheidungsunfähig am Rockzipfel von Donald, nein von Dagobert (Duck).
Die AfD wirds freuen, zwar irgendwie im Sinkflug begriffen, doch Deutschland will wieder wer sein, und die AfD traut sich, dass zu vertreten, und macht es nicht hintenrum, still und heimlich, wie nicht kleine Teile in der CDU/CSU; und einigen im Land wirds gefällts, und der AfD passt es in den Kram, weil sie doch ähnliches vertreten, wie Herr Trump, was seine Innenpoltik angeht: Keine Erhöhung des MIndestlohnes; runter mit den Unternehmenssteuern und den Steuern für Reiche; runter mit den Gewerkschaftsrechten; Privatisierung, wo immer, möglich. Klimawandel ? Fossile Energien werden favorisiert, aber vor allem das Lieblingsthema der AfD: Keine Ausländer und keine Fremden im Land. Hat es den Beigeschmack von etwas stinkendem, aus der Tiefe, wieder nach oben kriechenden Müll, Unrat und Dreck. Faschistische Tendenzen, aus meiner Sicht, die mich mehr als beängstigen; und die entsetzliche Lähmung in unserem Land macht es nicht einfacher.Diese völlig überflüssige NATO, die Deutschland zum Handlanger der Kriege in der Welt macht, und unser Land den NATO Verbündeten für angebliche Grenzsicherungen zur Verfügung stellt, macht Deutschland zu Mittätern und die Bundesregierung zu Unterstützern möglicher, kriegerischer Handlungen.
Aufrüsten bedeutet Krieg, und dass Panzer wieder über Deutschlands Strassen in Richtung russische Grenzen fahren besorgt eine alte Frau in meinem Freundeskreis sehr; sie ist 93 Jahre alt, und genau das, was nun wieder geschieht, war für sie völlig unvorstellbar


Am 02. März 2017 schrieb Hinz Kunz:

Es ist billig, den Darmstädtern die Nazi-Wahlentscheidung vorzuwerfen. Schließlich waren das alles Einheitswahlen, da konnte man gar nicht anders!

Antwort von U. Gellermann:

Die 38er Wahl war die letzte Reichstagswahl, an der mehr als eine Partei teilnahm. Zwar gab es bereits Repressionen, aber man konnte noch anders.


Am 02. März 2017 schrieb Antonie Brinkmann:

Ihr Amerikanisch - Kortys Deutsch

"Schon vor vielen Jahren hatte ich in einer Buchhandlung den Roman eines Gringo-Autoren in die Hände bekommen " schreibt A. Korty in seiner Kritik an Ihrem Deutsch. Jedoch macht er einen Fehler, der mich immer wieder ärgert.
Es heißt: der Autor, des Autors, dem Autor, den Autor - erst im Plural taucht die Endung en auf, und zwar in allen vier Fällen. Duden, RN 398


Am 02. März 2017 schrieb Irene Weber:

Ich freue nich immer auf die Tage an denen die Rationalgalerie in den Computer zischt. Neben den klaren Inhalten ist es die scharfe, unverwechselbare Sprache, die mir gut gefällt. Und die eleganten Beleidigungen haben es mir auch angetan: Die Petry als "Männerversteherin" zu outen, weil sie ausgerechnet einem dummen Anmacher wie Trump Segenswünsche sendet, das hat was.


Am 02. März 2017 schrieb Peter Andreas Schöbel:

Trump ist als Tiger abgesprungen und als Bettvorleger gelandet. Innenpolitisch hatten die Amerikaner bei der Wahl zwischen Clinton und Trump die Wahl zwischen Pest und Cholera. Außenpolitisch gab es bei Trump den ganz kleinen Hoffnungsschimmer, dass sich das Verhältnis zu Russland etwas entspannen könnte und damit etwas mehr Sicherheit einziehen und die Kriegsgefahr vermindern könnte. Das ist nun vorbei. Man hat Trump zurück in die Spur gebracht. Man, das sind die amerikanischen Globalplayer mit Weltherrschaftsanspruch und ihre westeuropäischen Handlanger. Letztere hatten gleich nach der Wahl ihr Gezeter über den vermuteten Kurswechsel in der Aggressionsfrage angestimmt. Sie sind nun befriedigt. Geholfen dabei haben auch jene, die uns glauben machen wollen, Clinton und die westliche Welt seien linksliberal. Das sind sie mitnichten. Nationalchauvinistische Kreise sind schlimm. Aus ihnen erwuchs der deutsche Faschismus, der sich als Nationalsozialismus bezeichnete. Die sich heute linksliberal bezeichneten amerikanischen Globalplayer und ihre Verbündeten aber sind schlimmer. Sie sind dabei den deutschen Faschismus in den Schatten zu stellen. Man sehe sich an, was sie in den zwei Jahrzehnten nur an Kriegen und Länderzerstörungen angerichtet haben: Jugoslawien, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Ukraine. Dazu kommen noch diverse Putsche, Regierungsstürze und weitere Verheerungen.
Man kann nur sagen: Leute kauft euch scharfe Kämme, die Zeiten werden lausig.


Am 02. März 2017 schrieb Aleksander Korty:

Sehr geschätzter rationaler Galerist, Ihr Artikel ist gewohnt informativ und brillant formuliert. Besonders der letzte Satz gefällt mir sehr. Aber heute habe ich, was selten nötig ist, auch eine Kritik zu äußern und zwar an der Überschrift. Mit gefällt das Wort "Amerikanisch" nicht. Das ist purer Unsinn. Ich kann zwar nachvollziehen, wie Sie zu dieser Überschrift gekommen sind, aber es ist dennoch falsch! Die Sprache, die die Gringos sprechen, trägt den schönen Namen Englisch. Nun gebe ich zu, dass sie nicht der Erste sind, bei dem ich diesen Unsinn gelesen habe. Schon vor vielen Jahren hatte ich in einer Buchhandlung den Roman eines Gringo-Autoren in die Hände bekommen und als ich das Buch aufschlug, musste ich da zu meinem Entsetzen lesen: "Übersetzt aus dem Amerikanischen" Wenn da wenigstens gestanden hätte: "Übersetzt aus dem amerikanischen Englisch" hätte ich das, wenn auch mit Bauchschmerzen, gerade noch so ertragen können. Amerikanisch als Sprache gibt es genauso wenig wie Österreichisch. Auch wenn mensch es kaum glauben kann, die 7 Millionen Österreicher sprechen DEUTSCH! Zugegeben sprechen die meisten Gringos ein sehr schlechtes Englisch, aber das ist bei uns auch nicht anders. Sie kennen den Hellweg im Stadtteil Flingern im DORF an der DÜSSEL. Wenn Sie dort mit dem Bus fahren und Leute steigen ein, dann können Sie auch Gespräche verfolgen, von denen sie nur schwerlich ertragen können, besonders als Mann des Wortes, was sie dort zu hören bekommen. Ignatz Wrobel hat mal den schönen Spruch abgelassen: "Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf!" Ich weiß zwar, dass sich die bürgerlichen Journalisten darum einen Scheißdreck kümmern. Aber von Ihnen erwarte ich Besseres.

Antwort von U. Gellermann:

Der Artikel hat sogar einen weiteren Fehler: Es gibt mehrere Amerikas! Nord, Süd und Mittel. Aber dem Autor ging es um die USA. Und wäre denn „AfD kann U-es-a-isch“ verständlich gewesen? Zum besseren Verständnis: Semantik ist kein Tic.


Am 02. März 2017 schrieb Ingrid Böhm-Duwe:

Was außer Dummheit und Geschwätz kann man von der AfD, dem Alptraum für Deutschland – oder anders: Alternative für Demente, also Geschichtsvergessene, denn erwarten? Allerdings eine gefährliche Dummheit, die gar nicht groß als ansteckend erkannt werden muss. Denn „gleich und gleich“ gesellt sich gerne. Und auch wenn die Typen der „Leyen-Art“ erst einmal aus der Ferne betrachtet einen anderen Anstrich besitzen mögen als die „Petry-Heils“ und „Höckes stramm gestanden“, so zeigt sich bei näherem Hinsehen auf, dass es nicht verkehrt sein kann, alle in den sprichwörtlichen Sack zu stecken mit anschließendem Draufhauen. Denn es wird nie einen verkehrten treffen können.
Tempora mutantur nos et mutamur in illis…. Ja, schon, irgendwie. Bis auf einen kleinen, aber nicht unwesentlichen Punkt: Die Dummheit als die Mutter von Machtgier ist unvergänglich. Oder anders herum? auf jeden Fall statisch.

„Es gibt keine Sünde außer der Dummheit“. Oscar Wilde

Danke, lieber Uli, für den wieder wie immer hervorragenden Artikel.

Dran bleiben...

Schlagzeilen

Wenn Sie sich für die Artikel der Rationalgalerie interessieren und immer erfahren wollen, wenn es Neuigkeiten gibt, können Sie unseren RSS-Feed abonnieren:
RSS-Feed abonnieren

Kürzlich...

08. Dezember 2017

Grabung bei der Tagesschau

Wie Doktor Gniffke wieder gar nix versteht
Artikel lesen

08. Dezember 2017

Verlobung von Trump und Netanhyahu

Beerdigung der Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten
Artikel lesen

08. Dezember 2017

Rechts-Staat rettet Bürger

Linker Senator muss Babylon freigeben Zensur-Anwalt Klaus Lederer verliert mal wieder
Artikel lesen

01. Dezember 2017

Umstritten geht immer

Tagesschau: Wie man Gefahren kleinredet
Artikel lesen

01. Dezember 2017

Der Berliner Zensur-Senator

Klaus Lederer bastelt eine Rechtfertigung
Artikel lesen

PDF dieses Artikels

Diesen Artikel herunterladen

Wenn Sie möchten, können Sie sich diesen Artikel auch als PDF-Datei herunterladen:
PDF-Datei laden

Artikel kommentieren

Brillant? Schwachsinn? Mehr davon?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Wir überprüfen Leserbriefe, bevor wir sie online stellen – nicht um sie zu zensieren, sondern um unsere Leser vor SPAM und Werbung zu bewahren. Über Kritik freuen wir uns!
Kommentar verfassen