Abenteuerspielplatz Ukraine

US-Stützpunkt und Raketen für Nordkorea

Autor: U. Gellermann
Datum: 21. August 2017

Die komplette westliche Medienwelt weiß über die neuesten Fälle von islamisch angestrichenem Terror detailliert zu berichten. Wer da Terror übt, wer da Autos in Menschenmengen fährt oder wahllos um sich sticht, das sind die Amateure der zweiten, dritten Generation muslimischer Einwanderer aus den westeuropäischen Ländern, in denen sie jetzt glauben Rache üben zu müssen. Rache für ihre sozialen Niederlagen, für die Verachtung, die sie ständig erfahren, für die Kriege des Westens in den islamischen Ländern. Dass sie missbraucht werden, von ihren anonymen Hintermännern in der dunklen Hierarchie des IS ebenso, wie sie ausgeschlachtet werden von der Medienfront, die an den Kriegen in Afghanistan, Libyen oder Syrien Quote gemacht hat und ideologische Feldgewinne: Das haben die kleinen Lichter in den Gefängnissen, in denen man sie rekrutiert hat, nicht gelernt.

Für den großen Terror sind die Profis zuständig: Die Absolventen der Militärakademien, geschult in den Stäben der postkolonialen Armeen auf dem Weg zu den neuen Kolonien. Eine dieser Kolonien ist die Ukraine. Ein Land, das lange Zeit dem imperialen Einfluss entzogen schien, das aber spätestens seit dem EU-Assozierungsabkommen als fette Beute aufschimmert. Es sind weniger die ukrainischen Rohstoffe, nach denen die westeuropäischen Regenten an der Seite der USA so heftig interessiert waren und sind. Es ist zum einen der Absperrhahn für russisches Gas, den die Ukraine in der Hand hält, zum anderen ist es die geostrategische Bedeutung des Landes, die den Profis in den NATO-Stäben das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Die Hoffnung, in der Ukraine die weiche Flanke Russlands zu finden, lässt den Kriegs-Profis keine Ruhe. Da will man nicht einmal die Umsetzung der militärischen Komponente des Abkommens mit der EU abwarten. Wohl deshalb haben Ende Juli die sogenannten SEABEES, die Bautruppen der US-Marine, den Auftrag bekommen, einen US-Marinestützpunkt an der Schwarzmeerküste zu errichten. Der neue Kommandoposten soll im ukrainischen Hafen Ochakov seinen Platz finden, nur rund 300 Kilometer von Sewastopol, dem Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte entfernt. In solchen Plänen lauert der Kriegsterror der Profis, dessen Ausmaß jeden Amateur-Anschlag übersteigt.

Das ist ein abenteuerlicher Versuch einen militärtaktischen Vorteil zu erlangen, der natürlich auf Dauer in einen strategischen Gewinn umgemünzt werden soll. Dass dieser Gewinn nur Krieg mit Russland bedeuten würde, dass dieser scheinbare Gewinn zu schwersten Verlusten führen würde, das müsste selbst den größten Idioten im Pentagon klar sein. Aber für ein Abenteuer sind sowohl die Navy-Planer, die sich weit weg vom Schuss wähnen als auch die Kiewer Gambler – deren Nähe zum Schuss den Verstand offenkundig nicht schärft – stets zu haben. Wie es um die Hirne in der deutschen Aussen- und Militärpolitik bestellt ist, muss man nicht rätseln wenn man auf die Website des Auswärtigen Amtes sieht: „Deutschland unterstützt die Ukraine seit 2002.“

Bei welchen Vorhaben unterstützten die Hasardeure im Außenministerium, die sich frech „Deutschland“ nennen, die Ukraine noch? Nur beim Versuch Russland so lange zu provozieren bis jemand im Kreml die Nerven verliert? Oder auch beim Export von Raketen-Triebwerken an Nordkorea? Eine brisante Lieferung, von der das „International Institute for Strategic Studies“ (IISS) jüngst der New York Times erzählte. Das Institute steht dem britischen Geheimdienst nah, näher, am nächsten. Und der hat keinen Grund die Ukraine zu verleumden. – Es war der heutige Bundespräsident und damalige Außenminister Steinmeier, der Anfang 2014 auf dem Kiewer Maidan das Abenteuer einer Westbindung der Ukraine prominent unterstützt hat. Die Regierung, die diesem Abenteuer entsprungen ist, hat aus dem Land längst einen Spielplatz für irre Projekte aller Art geformt. Und der ehemalige Obergefreite der Luftwaffe Steinmeier ist als Betreuer des gefährlichen militärischen Abenteuerspielplatzes offenkundig nicht tauglich.

Der Text der Startseite wurde von Angelika Kettelhack lektoriert.



Kommentare

Folgende Leserbriefe wurden zu diesem Artikel geschrieben:

Am 27. August 2017 schrieb Michael Kohle:

"...ein muffiges 50er-Moralstück aus der schweizer Grossbürgerwelt..."

Da komme ich nicht drum herum, Loriot zu zitieren: "Gut, dann ist die Sache für mich erledigt!" Der Kommentator geht ab, mit Kopfschütteln.


Am 24. August 2017 schrieb Marc Britz:

Liebe Reyes Carrillo,

willkommen in der Nachbarschaft! Ist es nicht super hier? Guter Vorschlag mit dem Gurt!

Lieber Michael Kohle,

da haben Sie mich mit dem Säbel aber so richtig ins Tretminenfeld getrieben. Warum haben Sie nicht gleich an den Frisch verwiesen, wenn der Ihnen zum Verständnis so wichtig war? Die Medienlage ist nun leider nicht so, dass man bei Beilmord gleich an ein muffiges 50er-Moralstück aus der schweizer Grossbürgerwelt denkt. Wie gesagt, das mit dem auf den Punkt kommen fällt Ihnen schwer.

Zu eventuellen Beschwerden beim Galeristen: Ich lasse mich, wohl im Gegensatz zu Ihnen, nicht gleich vom Geschmack des ersten Bissens einer Mahlzeit zu einem Urteil über das ganze Essen hinreissen. Wer weiss denn schon bei der Suppe, was die Menüfolge noch so bereithalten wird. Ich kann es nur nicht leiden, wenn sich ein selbsternannter Gourmet es sich erlaubt in die Kost anderer zu spucken, nur weil er sie als zu minderwertig erachtet.

Lieber Uli Gellermann,

hier noch etwas zum Thema Osterweiterung:
In Litauen sorgte dieser Tage eine Konferenz über das Erbe stalinistischer Verbrechen für Kontroversen. Die Tagung wurde Teil eines estnischen Programms zum »Europäischen Tag des Gedenkens an die Opfer von Stalinismus und Nationalsozialismus«, der seit 2009 auch an den Stalin-Hitler-Pakt erinnern soll. In Tallinn standen aber vor allem die Verbrechen der als kommunistisch bezeichneten Staaten auf dem Arbeitsprogramm. Nur der griechische Justizminister Stavros Kontonis der SYRIZA schlug die Einladung an der von der estnischen EU-Ratspräsidentschaft organisierten Tagung mit der Begründung aus, dass die Geschichte des Kommunismus »nicht auf das gleichen Niveau wie die Schande des Nazismus gestellt werden« könne. Das zeitgleich in Litauen anwesende SPD-Mitglied Steinmeier hatte anscheinend keine Probleme mit einer von EU-Geldern finanzierten Gedenkfeier in der estnische SS-Mitglieder zu Befreiern stilisiert werden. Das zur NATO-Aggression passende kulturpolitische Begleitprogramm läuft auf vollen Touren!!!


Am 24. August 2017 schrieb altes Fachbuch:

das passt schon alles richtig, der weg für den einstig in atomare "kleinkriege" wird bereitet. es geht um effizienz, sche*ß auf kollateralschäden, was schon immer doktrin von luftstreitkräften war. guernica, coventry, dresden, syrien und der jemen lassen grüßen.
eigentlich sucht man nur noch nach dem 9/11-flieger, der den bann bricht.
der ami ist bereit für den einsatz, und wird sich beeilen wollen, solange der obama-glamour-effekt anhält. alles volk in trance, endlich die guten von den bösen zu trennen - natürlich geschmeidig, kollateral, chirurgisch präzise, damit alles sich gott sei dank zum guten wendet:)
nur die ersten benutzer dürfen sie eben nicht wieder sein! deshalb funzen in einem angeblichen hungerland plötzlich interkontinentale raketen, das auch natürlich syriens despot mit giftgas versorgt, und mit china und russland zwei sponsoren hat, die die eigentlichen feinde sind. munkelt man.
ich sehe schon unbeteiligte länder als zielscheibe, nur weil der ami es dem russen zeigen will.
dazu passt es auch, dass nun pakistan und indien aufeinander gehetzt werden.

deutschlands prominentester gegner ist plötzlich ein trockener alci:) der behauptet, er tut vielleicht etwas, wenn er vielleicht mal irgend wann kanzler wird. in dem moment öffnete ich mir ein pils:)
in diesem sinne

https://www.heise.de/tp/features/Pentagon-will-mehr-kleinere-taktische-Atomwaffen-3793442.html


Am 24. August 2017 schrieb Reyes Carrillo:

Ich beziehe die Palme neben Ihnen, lieber Marc Britz! So Sie mich dulden. Allerdings nicht ohne Gurt: Wenn einen die Wut ohnmächtig macht… Danke für die frische Brise!


Am 24. August 2017 schrieb Michael Kohle:

Werter Herr Britz,
dass mein Angriff mit dem Säbel nicht mit dem Florett beantwortet werden würde, davon durfte ich ausgehen, jedenfalls dann wenn es überhaupt zu einer Reaktion kommen sollte. So war dann auch meine Tirade „Ami go home“ angelegt. Dass ich dabei den Ball von meinem Vorkommentator Bismarck aufgenommen hatte, war - wohl aus technischen Gründen - nicht übernommen worden.

Um offen zu sprechen, wenn mir etwas vorgesetzt wird, von dem ich von Beginn an weiß, daß es mir nicht bekommen wird - in welcher Hinsicht auch immer - lasse ich es bleiben, das Weiterlesen. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass der Galerist und Herr im Galerie-Haus einzuschätzen weiß, was er seinen Galeriebesuchern zumuten kann und was nicht. Wenden Sie sich mit ihrer Beschwerde über „zuviel Geschriebenes von Herrn Kohle“ und über die unerträgliche Agglomeration von „endlosen Worthülsen“ vom gleichen Autoren an den Herausgeber.

Ansonsten bleibt mir zu Ihren Ausführungen bezüglich der meinigen nur wenig anzumerken, da meine Intention offensichtlich nicht verstanden wurde. Immerhin, wenigstens der von mir bewusst ausgelegten Tretmine „Beilmörder“ sind Sie auf den Leim gegangen. Gerade auch im Zusammenhang mit ihrer Auslassung im zweiten Absatz („Für jemanden der anscheinend nicht viel vom Lesen hält …) und bezüglich Ihrer nachfolgenden „Vermutungen" bezüglich der von mir empfohlenen Unterstützung von Gewalt - selbst als rhetorischer Ausrutscher - haben Sie sich für mich entlarvt. Bin zu lange im „Geschäft“ um nicht immer wieder die gleichen Vorgehensmuster zu erkennen, wenn es darum geht jemanden platt zu machen. Pech gehabt!

Das Thema, das ich mit der Empfehlung „Ami go home“ als völlig ungenügend behandelt sah, hat mich an einen - für mich persönlich - großen deutschsprachigen Schriftsteller erinnert. Schon zu Zeiten, als der US-Amerikaner noch gänzlich sakrosankt gewesen war - in der Nachkriegszeit im Westen - hat er immer wieder seine einschlägigen Erkenntnisse diesbezüglich zum Besten gegeben, die alles andere als den damaligen Einschätzungen des Weltenretters entsprachen. Wohl auch deswegen wurde er dann auch über Jahrzehnte hinweg von der eidgenössischen Stasi überwacht. Und von ihm - Max Frisch - zu einem immer wieder von ihm schriftstellerisch aufgearbeiteten „Beilmörder“ namens Graf Öderland war es dann auch für mich nicht mehr allzu weit. Mehr will ich zu den erhobenen Anwürfen jetzt gar nichts mehr sagen. Die Gedanken sind bekanntlich - immer noch - frei.


Am 23. August 2017 schrieb Marc Britz:

Sehr geehrter Herr Kohle,

Ich darf Sie zitieren und erlaube mir Sie zu kommentieren:

"Und was machen wir? Wir lesen - mit allem Echauffement, das wir aufbieten können - des Galeristen 'Anklageschriften', lesen evtl. so manches Andere, was die Unsäglichkeiten, was die aktuellen Verbrechen und Gemeinheiten des selbsternannten Weltenretters zu offenbaren vermag."

Für jemanden der anscheinend nicht viel vom Lesen hält, oder zumidest denkt dass sich durchs Lesen nichts ändern lässt, muten Sie uns hier immer ganz schön viel Geschriebenes zu. Und dann unterstellen Sie auch noch so einiges:

"Ich würde mir dann doch mal wünschen, man oder frau würde mal über den nächssten Gartenzaun etwas hinaus blicken. Nicht nur Gellermann! Und anstatt in Lobpreisungen über ihn herzufallen wäre es doch mal angesagt, seine Gedanken aufzunehmen und weiter zu stricken."

Aber in Ihren endlosen Worthülsen - Gellermann kann im Gegensatz zu Ihnen einen Sachverhalt sprachlich und inhaltlich auf den Punkt bringen - findet sich auch kein Vorschlag zur Besserung der Sachlage. Ausser diesem:
"Auch die mehr als makabren aktuellen Machenschaften des Weltenretters, nur um die im Ukraine-Beitrag benannten zu nennen, müssten doch jeden, der halbwegs noch eine Restmenge an Hirnmasse aufzubieten hat, auf die Palme bringen, wenn nicht zum Beilmörder machen. Statt dessen, wie gesagt, 'Ami go home'. Als ob es was hülfe!"

Nicht "Ami go home" dafür aber Beilmord? Ehrlich? Hülfe das was? Besser anderen nicht politische Untätigkeit oder mangende politische Weitsicht vorwerfen, wenn man selber nichts konstruktiveres vorzuweisen hat. Hatte Sie eigentlich aufgrund früherer Beiträge für einen der Gewalt eher abgeneigten Charakter gehalten. Das war bestimmt ein rhetorischer Ausrutscher, oder? Seis drum. Muss zugeben, dass mir die von Ihnen angeführte Alternative zum Beilmord besser liegt: Ich bin persönlich halt einfch lieber auf der Palme. Auch hoffe ich darauf, dass sich bald eine grosse Masse auf den anderen Palmen befindet und "Ami go home" schreit, dann ist die Masse schon nicht bei der Arbeit oder auf dem Schlachtfeld. Und - man kann es inferieren - auf Palmen ist es warm und es gibt eine gute Aussicht auf die restlichen Idioten, die sich immer noch in wes auch immer Auftrag mit Beilen oder anderen "more sophisticated" Werkzeugen die Köpfe einhauen wollen. Daher meine Aufforderung an Sie: Bleiben auch Sie lieber auf der Palme, wir brauchen Sie dort - trotz der Worthülsen!


Am 23. August 2017 schrieb Hella-Maria Schier:

Die Krimiserie "Muslimische Attentate in europäischen Metropolen" scheint mir ein ziemlich gleichförmiges Muster zu haben, von dem auch die neueste Folge "Barcelona" sich nicht abhebt.. Man konnte es schon ahnen:am Ende werden die Attentäter erschossen und können nichts mehr aussagen, irgendwann taucht mindestens ein Ausweis auf und die Schuldigen stammen aus Marokko, Tunesien, Algerien oder sonst einem westlich gelegenen muslimischen Land fern der (nah-)östlichen Kriegsgebiete... (Ausnahmen müssten mir entgangen sein)
Langweilig müsste einem tatsächlichen Krimikonsument ein so vorhersehbares Format erscheinen, aber das Publikum stellt beim Real-Krimi offenbar keine großen Ansprüche.
Warum nun kommen die Bösen nicht vermehrt aus Syrien, Lybien, Jemen oder Afghanistan, wo der Westen Kriege führt(e)? Bei ihnen erschiene dem Bürger ja ein Rachemotiv durchaus plausibel. Soll es aber eben nicht, so meine Vermutung, denn man will ja die Öffentlichkeit nicht in Anti-Kriegsstimmung bringen und sie gar der Friedensbewegung zutreiben. Nein, wir sollen den Muslimen allgemein misstrauen, nicht den Kriegen gegen sie. Auch im integriert erscheinenden hier aufgewachsenen Nordwestafrikaner, der Krieg nur durch Computerspiele kennt, kann plötzlich die Flamme des Dschihad erwachen bzw, gezündet werden (der hier verführende Imam kann sich dazu leider nicht mehr äußern) Da schaut man doch ängstlich um sich und wünscht sich mehr Schutz und Bewachung.
Auch wollen die Herrschenden (anders als die AFD) möglichst wenig Zusammenhang mit den Flüchtlingen herstellen, denn das fiele ja auf sie zurück. Marokkaner müssen nicht flüchten.
Wenn man aber doch noch einen Schuldigen neben den Muslimen selbst benennen will, dann ist es der Bürger, der diese nicht willig genug integriert hat, wie gerade hier in den Microsoft-News zum aktuellen Fall angedeutet. Die katalanischen Mädchen wollten mit den "Moros" nicht ausgehen.
Kann ja sein. Aber mir erscheint das alles immer wie eine Doppelstrategie des Teile und Herrsche: Taktik Nr 1: Einheimische gegen "Fremde" erzeugt Rechte, die dann, Taktik Nr. 2 von den Linken aufs Korn genommen werden, womit diese gut beschäftigt sind und keine Zeit mehr haben für de alten Klassengegner. Sie sind dann multikulturell überaus tüchtig und sortieren unter "rechts" noch viele andere Kreise und Themen dazu - möglichst all diejenigen, welche den Herrschenden lästig sind: Kapitalismuskritik, Antikriegspolitik, EU-Kritik, Verschwörungsthesen. Indem all dies als "rechts" etikettiert wird, verlieren die Linken Substanz und Boden, "rechts" hingegen erscheint dem Bürger plötzlich in so manchem vernünftig und gewinnt Anhänger. So erweist sich der angebliche Kampf gegen Rechts als Kampf gegen Links - denken scheint "zu deutsch" zu sein!
Den Eliten sind ideologische Details wohl relativ egal - ihnen geht es nur darum, uns zu spalten und zu zersplittern und unseren kritischen Blick ihnen abzulenken, damit sie uns alle besser unter Kontrolle bekommen.


Am 23. August 2017 schrieb Michael Kohle:

Ami go home! Das soll die Lösung sein? Das wage ich zu bezweifeln. Zugegeben, die Lektüre dieses Kommentars kam nur kurze Zeit - Minuten, genau genommen - nachdem ich die Wandlung eines US-GI-Saulus zum Antiwar-Paulus auf Counterpunch gelesen hatte (https://www.counterpunch.org/2017/08/22/my-antiwar-awakening-from-a-boozing-baltimore-vet/).

Das „Ami go home“ hat mich herausgerissen aus dem ganzen Frust, den die „geo-politische Lage“ schon längere Zeit bei mir auslöst. Ami go home, als ob das was helfen könnte, hätte helfen können oder gar jemals geholfen hat. Sie sind doch immer wieder heim gegangen um dann nach nicht allzu langer Zeit wieder da zu sein. An einem anderen Platz, in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent. Aber nie auf dem Eigenen!

Und was machen wir? Wir lesen - mit allem Echauffement, das wir aufbieten können - des Galeristen „Anklageschriften“, lesen evtl. so manches Andere, was die Unsäglichkeiten, was die aktuellen Verbrechen und Gemeinheiten des selbsternannten Weltenretters zu offenbaren vermag. Allein der aktuelle Beitrag zur Ukraine legt es offen. Nein, es sind keine separaten, klar von einander abgegrenzten Bühnenszenen, die da abgehen. Es ist alles ein einziges gut geplantes Projekt, ein Schurkenstück, das von ein paar wenigen Haderlumpen allein zu ihrer Verlustifizierung immer wieder angestrengt wird.

Immer wieder spielen wir das beliebte Spiel: Gehe zurück auf Los! Fein säuberlich halten wir penibel getrennt voneinander, was doch so offensichtlich zusammen gehört. Gellermann schafft es mit seinem Beitrag zur Ukraine die Verknüpfungen, das Spinnennetz wenigstens mal anzureißen. Otto Bismarck schreibt doch tatsächlich: „Können die nicht andere Völker in Ruhe lassen!“ Auch die mehr als makabren aktuellen Machenschaften des Weltenretters, nur um die im Ukraine-Beitrag benannten zu nennen, müssten doch jeden, der halbwegs noch eine Restmenge an Hirnmasse aufzubieten hat, auf die Palme bringen, wenn nicht zum Beilmörder machen. Statt dessen, wie gesagt, „Ami go home“. Als ob es was hülfe!

Da baut der Weltenretter - und ich meine jetzt keinesfalls den Frühstücksdirektor im Oval Office - einen Kriegshafen, einen von vielen längst Unzählbaren - lose über die ganze Scheibe verstreut, fast in Sichtweite jenes Hafens des „Russen“, von ihnen benutzt seit es eine Kriegsmarine gibt. 1 und 1 zusammen zu zählen kann doch nich so schwer sein. Da spendiert auch noch die Ukraine bzw. dessen durch einen veritablen Putsch ab die Macht gelanten, von USA und EU gesponserten Präsidenten dem Beelzebub in Nordkorea Raketenantriebe vom Feinsten. Ausgerechnet die Ukraine also, die doch die „weiche Flanke Russlands“ zu Gunsten des Weltenretters ausloten soll? Ist wohl nicht nur die Flanke vom Erzfeind number one, auch die von number three (two sind die Turbanträger in Teheran) stand wohl im Zentrum des Interesses. „Je eher dieser Dödel in Pjöngjang Silvester spielen kann, umso schneller können wir ihm an den Zwickel fahren“, so die Denke in den zahlreichen Hirnbunkern. Vom Zeitablauf her betrachtet, keinesfalls Trump’s Geschoss. Da hat wohl schon der Drohnenmörder und Friedensnobelpreisträger seine dreckigen Pfoten im Spiel gehabt, anders geht das gar nicht. Vorbereitung - so habe ich mal gelernt - sind 80% des Erfolgs. Wäre dIe Performance von Hillary nicht so schmählich ausgefallen, hätte jetzt schon längst die Nutzung dieser einmaligen Gelegenheit angestanden.

Aber wie bekommen wir im Protektorat eingeredet: „Hier leben wir gut und gerne!“ Uns ging es noch nie so gut, sagten die Gänse kurz vor Weihnachten. Ich würde mir dann doch mal wünschen, man oder frau würde mal über den nächssten Gartenzaun etwas hinaus blicken. Nicht nur Gellermann! Und anstatt in Lobpreisungen über ihn herzufallen wäre es doch mal angesagt, seine Gedanken aufzunehmen und weiter zu stricken.

Antwort von U. Gellermann:

Dass der Ami nach Hause ginge, das stünde sicher am Ende eines längeren Prozesses. Aber allein der Prozess – eine Friedensbewegung, sie ausreichend Druck auf die Regierung ausübt um die US-Stützpunkte zu kündigen – würde wohltuende gesellschaftliche Veränderungen in der Bundesrepublik herbeiführen. Selbst davon sind wir zur Zeit weit entfernt. Aber sich Ziele zu setzen, Zustände zu kritisieren und für veränderbar halten, das ist immer der Beginn.


Am 22. August 2017 schrieb Otto Bismark:

Wollen wir denn nicht endlich begreifen, das es nicht immer so weitergehen kann wie es in der Welt gerade geht? Die gestern von Trump geäußerten Pläne der USA zu Afghanistan zeigen doch in nicht mehr zu überbietender Deutlichkeit, wer hier die wahren Terroristen sind! "Wir töten Terroristen" hat er geäußert. Aber mit diesem Wort wird doch seit 9/11 der wahre Charakter der Außenpolitik der USA verschleiert. Und daß es beileibe nicht bei solcherart bezeichneten Personen bleibt ist auch sehr deutlich geworden! Was haben die Amis denn eigentlich mit ihren Truppen in der Welt zu suchen? Können die nicht andere Völker in Ruhe lassen? Und wenn es eben die Taliban gibt in Afghanistan, dann ist das auch zuallererst ein Problem des afghanischen Volkes. Bei welchem nicht vergessen werden darf, wer diese Taliban eigentlich erst groß gemacht hat! Seit Jahrzehnten führt der nordamerianische Staat in aller Welt Krieg, hat Opfer in nicht mehr zu überblickender Zahl hervorgebracht, aber die Weltgemeinschaft ist einfach nicht bereit zu sagen "Ami go home!" Und das dann auch durchzusetzen. . Denn da gehört er hin, dort hat er genug eigene Probleme und genug eigene Terroristen zu bekämpfen.


Am 22. August 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

"Das bundesdeutsche Vaterland,
im Kraftstrom alter Säfte,
es ruft erneut nach starker Hand.
Frau Merkel hat den Kopf im Sand,
ihr fehln die rechten Kräfte."
(Lutz Jahoda)

Lieber Lutz, laß Dich nicht beirren,
so sind die Verführten und Verirrten
denn wenn's Volk gespalten ist,
ruft's immer wieder denselben Mist,
sehnsüchtig nach einem "starken Mann",
der die „Volksgemeinschaft" einen kann!
Am Ende dann kommt der Zusammenbruch,
das ist historisch immer der gleiche Fluch!

https://brf.be/gesellschaft/landundleute/190759/

https://www.ovb-online.de/politik/nach-starken-mann-6726301.html

http://derstandard.at/2000005520070/Die-Sehnsucht-nach-dem-starken-Mann-und-ihr-Preis


Am 22. August 2017 schrieb Klaus Bloemker:

@altes Fachbuch

Ich meine, auch zur Zeit des Vietnamkrieges gab es keine Anschläge von Vietnamesen in Amerika. - Dass die 'boat people' keine machen ist klar.

Der Islam ist die militantere Religion im Vergleich zum Buddhismus der Vietnamesen. Das war meine Überlegung. - Die militanten Schwarzen in Amerika waren auch Black Muslims (Malcom X) , keine 'Black Buddhists'.

Aber davon mal abgesehen, ist die Erklärung von Uli ganz einleuchtend.


Am 22. August 2017 schrieb Petra Hofer:

@Gellermann zum Terror
Wollen Sie mit diesem geschickten Griff in die Geschichte den Terror verklären?

Antwort von U. Gellermann:

Nicht ver- nur erklären: Nur wer die Ursachen des Terrors versteht kann ihn beenden.


Am 22. August 2017 schrieb Marc Britz:

Und einem anderem bereits seit längerer Zeit bespielten Abenteuerspielplatz - Afghanistan - sollen nun auch neue Attraktionen zugefügt werden. Der Trump hat es beschlossen. Mit satten 3900 neuen Mitspielern werden die dort bereits stationierten 8400 Abenteurer der US-Armee dann wieder auf die Einheimischen losgelassen um unter dem Obama-Regime verloren gegangenen Boden wieder gutzumachen. Ausserdem sollen die Jungs - so das neue Ziel im Rahmen der sogennannten Süd-Asien-Strategie - wenn es geht auch ein wenig in Pakistan einrücken damit der ganze Spielplatz sich auch noch näher nach Russland bewegt. Da darf das SPD-Mitglied Steinmeier dann aber schon mitbefehlen, denn Deutschland stellt das drittgrösste Kontigent an Vassallentruppen im bisher längsten Krieg in der Geschichte des Imperiums. Da wird dann der Stoff geschrieben aus dem Till Schweigers Träume sind: der "disbanded," seelenverkrüppelte ex-Landser kann dann zuhause in Sachsen dem Afghanen gleich nochmal die Bude abbrennen, weil dieser sich auch noch erdreistete dort als Flüchtling aufzukreuzen. Wer könnte da nicht den Afghanen vertsehen, der mal eben bei OBI das Messer zückt? In Wirklichkeit kann man es der vor der westlichen Aggression geflohenen grossen Masse Menschen wirklich nicht hoch genug anrechnen dass sie hier so friedlich bleiben. Und dass sich unsere eigenen von wissender Hand fehlgeleitet und eigens angekarrten muslimischen Lumpenproletarier deren Sache dann annehmen ist auch nicht der Afghanen Schuld sondern allenfalls die unserer Geheimdienste! Herr Gellermann hat absolut Recht mit dem was er über die Amateure der zweiten, dritten Generation muslimischer Einwanderer schreibt. Selten bekommt man in einem Absatz Internet die ganze westliche Terrorlüge so verdichtet zu schmecken: Chapeau!


Am 22. August 2017 schrieb altes Fachbuch:

@bloemker
wieso sollten die boatpeople und deren nachfahren in amiland einen aufstand machen?? für die indochina-kriege der franzosen und amis gab es kein nürnberg, und wer dann flüchtete hatte "gute gründe" seinem auftraggeber heim zu folgen!!

@gellermann
alles richtig betreffend vietnam;)
ABER
"Terror ist immer die Waffe der hilflosen Verlierer."
nicht alles ist "terror" in dieser wunderlichen welt! nach 9/11 soll lediglich der "anti"-terrorkampf legalisiert werden. was eine umkehrung der wirklichkeit bedeutet!!
in jemen wütet die cholera, weil die saudis (zufällig;) alle infrastruktur zerbombt haben. wenn so'n "infiziertes" huti'lein jetzt den erreger wieder zum verursacher schafft, ist das terror?
die un-resolution 1566 aus dem jahre 2004 sagt "ja". mein verstand sagt NEIN: mit dieser resolution und der praxis der double-standards wird der aggressor freigesprochen und der widerständler zum terroristen! das schlaue am "terror" ist, das er nicht dem völker- oder kriegsrecht zugeordnet wird;)
ein schelm,....

Antwort von U. Gellermann:

Individueller Terror ist war die Waffe der Narodnaje Wolna gegen die Zarendiktatur, der Iren gegen die Engländer, der Algerier gegen die Franzosen, eben die Waffe der Schwachen gegen die iderrechtlich Herrschenden.


Am 22. August 2017 schrieb Reyes Carrillo:

Lieber Uli, ich danke dir für diesen wichtigen Artikel. Vor allem die – aus aktuellem Anlass - bittere Herausarbeitung der Unterschiede zwischen dem Amateur- und dem Profiterrorismus, die du dem Hauptthema als Intro verpasst hast, ist im gebotenen Minimalismus nicht zwingend unmutig. Aber einfach großartig.


Am 21. August 2017 schrieb Lutz Jahoda:

Lieber Uli, ich danke für die notwendige Ergänzung, so dass ich diese in unmissverständlichem Sinne unseres gemeinsam guten Gewissens mir nur mit einer einzigen Zeile zu vollenden erlaubte, damit die berechtigte Eingabe jetzt so aussieht:

Wer in unserem Mutterland
ruft denn noch nach starker Hand?
Das können nur die Blöden sein.
Die rufen: Schenk noch einen ein!
Damit die Hand nicht zittert,
wenn die sich hebt, wie oft erlebt.
Und grade das verbittert.


Am 21. August 2017 schrieb Vera Hansen:

Andere machen Sommerpause, Gellermann bringt es auf den Punkt: Der ukrainische Abenteuerspielplatz kann uns jederzeit um die Ohren fliegen.


Am 21. August 2017 schrieb Klaus Bloemker:


Uli: "die Amateure der zweiten, dritten Generation muslimischer Einwanderer ... Rache für ihre sozialen Niederlagen, für die Verachtung ... für die Kriege des Westens in den islamischen Ländern."

Und wieso haben die Vietnamesen in den USA nicht auch Rache genommen? - Von deren Attentaten habe ich noch nie was gehört.

Ist es der Unterschied zwischen ihrem Buddhismus und dem Islam der Muslime? - Ich will Religion nicht überbewerten, aber irrelevant ist sie nicht.
_____
Neben Steinmeier hätte man noch McCain erwähnen können, der auf dem Maidan gesprochen hat, und den Ukainern die Unterstützung Amerikas zugesagt hat. - Ziemlich absurd, ein Senator aus Arizona spricht auf dem Maidan in Kiew.

Antwort von U. Gellermann:

Zwei mögliche Erklärungen: 1. Die Vietnamesen sind aus dem „amerikanischen“ Krieg als Gewinner hervorgegangen; 2. Anders als viele islamisch geprägte Völker haben die Vietnamesen seit Jahrhunderten eine Nation herausgebildet, die in den Befreiungskämpfen gegen China, Frankreich oder die USA ein eigenes Selbstbewusstsein entwickeln konnte. Terror ist immer die Waffe der hilflosen Verlierer.


Am 21. August 2017 schrieb Hans Rebell-Ion:

Sehnsucht nach "Frieden kriegen" in der Zivilisation
ist leider eine verführende "Kriegen-Motivation,
denn seit 10 Tausend Jahren ständig immer wieder
werfen Wahnsinnige vom Himmel Die Waffen nieder!",
auf dass sie zerfetzen auf Erden unschuldige Glieder!
Wann wird man je nicht nur singen die Friedens-Lieder?
damit "Ewiger Friede" kommt auf alle Menschen hernieder!


Am 21. August 2017 schrieb Lutz Jahoda:

WIE ALLES MITEINANDER ZU TUN HAT
oder
NACHDENKEMPFEHLUNG
ZUR BUNDESTAGSWAHL 2017

Langeweile macht sich breit,
obwohl wir schon auf Glut stehn.
Das Fernsehn zählt auf Heiterkeit.
Es wird schon alles gut gehn.

Zwar zeigt sich ein Billiardenloch
in den US-Finanzen.
Die Bordkapellen spielen noch.
Nur die Verrückten tanzen.

Die sogenannte Wertemacht
ist zum Vasall verkommen.
Somit wird nur noch das gemacht,
was Washington sich ausgedacht.
So weit sind wir gekommen.

Ich höre noch den Jubelschrei:
"Ein dreifach Hoch auf Gorbi!"
Die Dummdenkzeit ist zwar vorbei,
Konzernen ist das einerlei,
die deutsche Wirtschaft, steuerfrei,
ruft stolz: "Urbi et orbi!"

Das bundesdeutsche Vaterland,
im Kraftstrom alter Säfte,
es ruft erneut nach starker Hand.
Frau Merkel hat den Kopf im Sand,
ihr fehln die rechten Kräfte.

Auch daran wird bereits gestrickt.
Da gibt´s nichts dran zu dichten.
Die Pläne sind längst eingedickt.
Wer hellwach Richtung Westen blickt,
weiß: Pentagon wird´s richten.

Antwort von U. Gellermann:

Lieber Lutz Jahoda,

wer in unserem Mutterland ruft denn nach starker Hand?
Das können nur die Blöden sein
die rufen: Schenk noch einen ein
Damit die Hand nich zittert
wenn sie die heben
eben.


Am 21. August 2017 schrieb Otto Bismark:

Ausgehend von dem Kern des Artikels taucht doch eigentlich nur eine Frage auf: Glauben denn die Kriegstreiber aller Coleur, daß sie auch diesmal ungeschoren davonkommen werden? Daß sie nach einem neuerlichen großen Crash, an dem sie vorher wie zu erkennen auch schon satt verdient haben wiederum Kasse machen können? Wie vor und nach dem 2. Weltkrieg? Glauben die wirklich, daß sich bei dem erreichten Stand der Tötungsmaschinerie ein militärischer Konflikt mit China und Rußland und womöglich vor allem mit beiden als gemeinsamen Gegner noch irgendwie begrenzen läßt? Denn anders hat die gegenwärtige Politik der immer schnelleren und weiter fortschreitenden Aufrüstung und Eingrenzung dieser Mächte keinen Sinn. Nur dadurch daß man die Prämisse setzt, ein solcher Krieg ließe sich gewinnen wird das Ganze erklärlich, wobei eng damit verbunden die Variante des vorherigen oder gleichzeitigen Totrüstens zu sehen wäre. Tatsache ist ja, daß die schon einmal funktioniert hat, nur unter anderen Bedingungen. Denn damals war die Sowjetunion noch ein sozialistischer Staat mit dem Träumer (oder war er ein U-Boot?) Gorbatschow an der Spitze. Das ist vorbei, jetzt herrschen dort eiskalte Rechner, die sich die Macht nicht nochmals aus der Hand nehmen lassen werden. Nun mag jeder selbst darüber urteilen, Fakt ist jedoch Eines. Eine andere politische Führung in diesen Staaten als mit insbesondere so besonnenen Personen wie Putin hätte vielleicht tatsächlich schon die Nerven verloren. Und stelle man sich nur mal vor, es wäre dem nicht in so taktisch kluger Weise gelungen, die Krim wieder dem Russischen Staatsgebilde einzufügen. Die Folgen sind nicht auszudenken, ich vermute, der wäre als Staatschef zumindest im übertragenen Sinne gesteinigt worden, Militärputsch oder was da noch so in Frage kommt. Und was dann passiert wäre, will ich mir nicht vorstellen! Nur leider interessieren diese eminent wichtigen Fragen, die unser Leben direkt und massiv betreffen hierzulande nur sehr wenige. Und dafür ist auch die Medienpolitik in unserem Lande, die von Euch so hartnäckig und unablässig angeprangert wird verantwortlich.


Am 21. August 2017 schrieb Jörg Bauer:

Obergefreiter war Steinmeier in der Bundeswehr? Das war der Dienstgrad für die Soldaten, mit denen nichts anzufangen wußte, die aber die Sollstärke der Mannschaften auffüllten. Ein Lückenfüller ist er bis heute geblieben: Für nichts so richtig gut, aber euch nicht völlig schlecht. Das mach ihn so sehr beliebt.


Am 21. August 2017 schrieb Der Linksliberale:

Am 14.02.2105 melden die Mainstream-Medien, dass Großbritannien der Ukraine 75 "unbewaffnete? Panzerwagen, Typ Saxon", geliefert habe oder eben gerade dabei ist dies zu tun. Ich würde gern mit einem dieser unbewaffneten Panzerwagen mal vor das Kanzleramt in Berlin fahren oder vor die US-Botschaft um die Friedensfähigkeit dieser Geräte zu prüfen, möglicherweise kann man damit sogar Brunnen bohren oder Mädchenschulen bauen, wie dereinst in Afghanistan. Diese Assoziierung der Ukraine in die EU ist mittlerweile eine staatliche Katastrophe geworden:
- Rüstungsausgaben seit 2001 fast verdreifacht auf 3,48 Mrd. Dollar
- Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2013 bis 2017 gesunken um 47 %
- BIP pro Kopf gesunken von 3.968 $ im Jahr 2013 auf 2.194,00 $ im Jahr 2016
- Knapp 2 Millionen Menschen haben die Ukraine seit 2013 verlassen
- Seit 2013 ist die Arbeitslosigkeit um mind. 27% gestiegen
- Die Inflationsrate beträgt seit 2013 rd. 28 % im Mittel ( höchste 2015 mit knapp 49%)
Nach Darstellungen der europäischen Mainstream-Medien und der Auslassungen der EU-Politikkaste zu urteilen sind die Ukrainer erfreut über die Ergebnisse der Assoziierung mit der EU. Wie es auch die Griechen, Italiener und Spanier wahrscheinlich schon seit geraumer Zeit sind. Natürlich hat der Ukrainer jetzt Reisefreiheit- aber mit 182,83 $ monatliches Einkommen wird es nicht einfach eine Kreuzfahrt auf der AIDA zu buchen, selbst ein Mittelmeertrip zu Fuß ist unmöglich. Da hilft nur Ratenzahlung oder wie immer mehr Deutsche: Wandern im eigenen Land (Busfahrt zu teuer). Mit der Redefreiheit ist es noch nicht ganz so gut in der Ukraine, hier und da erschießen sich mal Oppositionelle selbst oder werden hilfsweise unter Beifall eines gröllenden Mobs in Mülltonnen gestopft, das ukrainische "Lustration Gesetz" macht es möglich. Russische Filme, Bücher, Zeitschriften und russisches Internet sind verboten.


Eine der Hauptstraßen im Kiew soll umbenannt werden, in "Avenue Schuchewytsch", der war Kommandeur des Wehrmachts-Bataillons ?Nachtigall? im 2. Weltkrieg und Kommandeur der UPA. Nach Kiews Interpretation ein Kämpfer gegen die UdSSR, somit ein Held. Übrigens dürfen wir nun gespannt auf den "Hitler-Platz“ in Kiew warten, denn der hat ja auch gegen die UdSSR kämpfen lassen. Über die andauernde Bandera-Verehrung der ukrainischen Kumpels von Merkel und Gauck erfahren wir hier in Deutschland aus den Mainstream-Medien auch nichts. Der ukrainische Kulturminister Jewgeni Nischuk erklärte in einer Fernseh-Talk-Show, bestimmte Gebiete in der Zentral- und Ost-Ukraine seien "genetisch unrein". Gemeint waren die Gebiete mit einem hohen Anteil russischsprachiger Bevölkerung. Diese 4 Millionen genetisch unreinen Russen haben logischerweise zu den Waffen gegriffen. Die Russen in der Ukraine wissen ja noch, was die genetisch Reinen mit den genetisch Unreinen in den Jahren 1933 bis 1945 gemacht haben.
Bollwerk gegen Russland (oder alternativ Putin oder den Russen), soll die Ukraine für die NATO sein. Die BRD-Eliten und ihre Medien machen mit, ganz nach der Devise: antirussisch ist demokratisch genug.

Dran bleiben...

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